Öffentlich lesbarer Thread
Warum fühle ich mich jedes Mal schuldig, wenn ich die Feiertage mit meiner Mutter verges
Ich sitz hier gerade mit nem Kaffee in der WG und die Weihnachtsbeleuchtung draußen glitzert. Jedes Jahr kommt das gleiche Bild in meinem Kopf: meine Mutter, die an der Tür klopft, das Klirren von Gläsern, das Gerede von meinen kleinen Geschwistern. Und dann bin ich da, allein in meiner kleinen Küche, und das ganze Gefühl von Schuld drückt mich wie ein dicker Mantel.
Letztes Jahr hab ich ihr einfach nicht geantwortet, weil ich nach der Arbeit völlig erschöpft war und das Haus meiner Mutter immer noch ein bisschen wie ein Minenfeld ist. Ich weiß, dass ich nicht jede Stunde bei ihr sein muss, aber tbh, das Pack schlägt sich, pack verträgt sich irgendwie nicht, wenn ich an sie denke und gleichzeitig meine eigenen Grenzen wahren will.
Wie geht ihr damit um, wenn ihr das Bedürfnis habt, eure Eltern zu sehen, aber gleichzeitig das Gefühl habt, ihr würdet euch selbst verlieren? Ich hab versucht, ihr ne kurze Nachricht zu schicken, aber dann kommt das Schuldgefühl zurück, dass ich nicht genug Zeit für sie hab. Und dann noch die Frage, ob ich überhaupt das Recht hab, mich aus dem Chaos rauszuziehen, ohne dass ich mich wie ein Monster fühle.
Habt ihr Tipps, wie man diesen inneren Konflikt ein bisschen leichter machen kann, ohne sich dabei selbst zu verleugnen? 🙏
