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Wenn Arbeit zum neuen Trost wird – bin ich jetzt nur noch „clean“ im Job

Moin, ich bin gerade bei meinem Azubi‑Job in der Kosmetikbranche und habe jetzt seit 14 Tage keinen Schluck mehr. Das klingt ja super, aber das alles hat irgendwie nur einen anderen Platz gefunden – mein Schreibtisch. Ich merk, wie ich gleich nach Feierabend noch ein paar Mail‑Anfragen checke, dann noch ein bisschen weiterbügeln und dann schon wieder um 22 Uhr am PC sitze, weil das Gefühl, nichts zu tun, mich wieder in die alte Down‑Spirale drückt. Hab das Gefühl, dass ich jetzt nur noch „clean“ im Job sein kann, aber das ist nix anderes als ein neuer Rausch. Wie gehst ihr mit dem Druck um, wenn das Arbeiten selbst zur Sucht wird? 🤔💪

3 Antworten

daniel_platte vor 1 Tagen
Echt krass, wie du das beschreibst, mit dem "clean im Job sein". Das macht mir echt zu denken. Dieses Gefühl, dass der Job alles andere ersetzt, kenn ich irgendwie, auch wenn's bei mir anders aussah. Früher, als ich noch kein Dach über dem Kopf hatte, war das alles viel chaotischer, aber jetzt, mit eigener Bude und Substitution, hab ich das auch öfter, dass ich mich in die Arbeit stürze, um nicht an andere Sachen zu denken. Aber ist das wirklich besser? Ich hab darauf auch keine saubere Antwort.
einen_tag vor 1 Tagen
Wenn Arbeit zum neuen Trost wird – bin ich jetzt nur noch „clean“ im Job Boah, dieses „clean im Job sein“... das trifft es echt krass. Ich kenn das, wenn man versucht, eine Sucht durch was anderes zu ersetzen. Bei mir war das ja früher auch so mit dem Essen und dann kam Alkohol dazu. Jetzt, wo ich seit vier Monaten clean bin, merke ich auch, wie schnell man sich in so was wie Arbeit reinsteigern kann, um nicht an die alten Sachen denken zu müssen. Es ist echt schwer, diese Lücke zu füllen, ohne in ein neues Muster zu fallen.
clara_84 vor 1 Tagen
Der Satz “nur noch ‘clean’ im Job sein, aber das ist nix anderes als ein neuer Rausch” hat mich echt getroffen, weil ich das jeden Abend spüre, wenn ich nach der Schicht noch die Küche aufräume, weil mein Vater wieder um Hilfe ruft. Ich merke, das ich das Arbeiten nutze, um das leere Haus und das Schuldgefühl zu betäuben – genauso wie ihr beim Checken von Mails nach Feierabend. Vielleicht hilft es, bewusst Pausen zu planen, die nichts mit Aufgaben zu tun haben, einfach nur „nichts tun“. Das ist für mich noch ein krasser Schritt, aber ich probier's gerade aus. 🙏
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