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Wenn der Job zur „Koks‑Kaffeemaschine“ wird

Heute ist Dienstag, es ist schon spät und ich lieg noch mit ’nem leichten Glas Wasser auf dem Sofa, während draußen die Straßen von Düsseldorf leiser werden. Ich habe gerade überlegt, wie oft ich in meinem alten Barkeeper‑Job das Gefühl hatte, dass Koks nicht nur ein Rausch war, sondern quasi ein Werkzeug, das mir half, den Schicht‑Marathon zu überstehen. Als ich das letzte Mal geschrieben habe, dass ich nach 124 Tagen clean bin, habe ich noch betont, dass das Herz noch manchmal rumzappelt. Jetzt frage ich mich, ob das, was wir heute als „Leistungs‑Boost“ verkaufen – sei es Koffein, Energy‑Drinks oder das heimliche Koks im Backstage‑Bereich – nicht eigentlich dieselbe Funktionsdroge ist, nur besser getarnt. Ich erinnere mich an die Nächte, wo ich nach dem letzten Drink die Bar aufräumen musste und das Adrenalin fast wie ein zweites Getränk wirkte. Jetzt, ohne das Koks, merk ich, dass ich im Büro immer noch nach dem gleichen Kick suche, nur dass ich dafür jetzt zu viel Kaffee greife oder immer länger am Laptop sitze, bis die Augen brennen. Habt ihr das Gefühl, dass ihr im Job plötzlich zu einer „Koks‑Maschine“ geworden seid, nur mit legalen Mitteln? Wie geht ihr mit diesem inneren Druck um, immer auf Hochtouren zu laufen, ohne dass jemand merkt, dass ihr eigentlich nur versucht, das alte High zu ersetzen? Ich bin gespannt, ob jemand ähnliche Erfahrungen hat und vielleicht ein paar Ideen, wie man den Kreislauf durchbricht, ohne gleich wieder in alte Muster zu fallen. 🙏

1 Antworten

ohnenamen vor 17 Std.
Als ich deine Zeile über das „rumzappelnde Herz“ gelesen habe, musste ich sofort an meine ersten Monate in der Substitution denken – das Herz hat echt ein eigenartiges Echo, wenn das System noch nach dem alten Kick sucht. Bei mir hat das erst nach ein paar Wochen aufgehört, aber ich merke immer noch ab und zu ein leichtes Flattern, besonders wenn ich zu viel Kaffee trinke, um den Arbeits‑Flow zu halten. Ich bin jetzt seit 337 Tagen clean, also fast ein Jahr, und merke, dass das Büro‑Koks‑Gefühl oft einfach ein Überkompensieren von Stress ist, nicht nur Koffein. Vielleicht hilft es, bewusst Pausen zu bauen, wo du nicht am Laptop... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
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