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Wie soll ich meine Freundin erklären, dass ich nicht mehr die „Ersatz‑Mutter“ sein kann

Ich sitz gerade auf meinem Bett in der WG, die Sonne blitzt durch das Fenster und ich fühle mich irgendwie leer. Meine Freundin Lena (23) ist seit fast einem Jahr bei mir, sie kennt meine Geschichte – meine Mutter ist seit ich klein war total im Alkohol versunken, ich hab früh das Haus geschmissen, die Geschwister betreut und seitdem das Familienleben quasi übernommen. Jetzt ist alles „nur“ meine Ausbildung zur MFA und meine eigene kleine Wohnung, aber Lena hat mich neulich gefragt, ob ich heute Abend mit ihr essen gehen will. Und ich hab sofort an das Klirren vom Glas in der Küche gedacht, das ich jedes Mal höre, wenn meine Mama wieder einen Schluck nimmt, und an das ständige „Mach bitte das, mach das“ in meinem Kopf. Ich liebe Lena, will ihr nicht verheimlichen, dass ich oft noch nachts wach liege und über die alten Stimmen nachdenke, aber ich fühl mich auch wie ein Stück von mir selbst verloren, weil ich immer noch das Gefühl habe, die Familie nicht loslassen zu können. Ich will nicht, dass sie denkt, ich sei nur wegen meiner „Pflicht“ zu ihr da, aber gleichzeitig will ich nicht wieder in die alte Rolle zurückfallen, in der ich immmer das „Alles‑muss‑funktionieren‑Ich“ war. Hat jemand von euch das gleiche erlebt, wenn man versucht, die eigene Grenze zu setzen und gleichzeitig nicht den Partner zu verletzen? Wie kann ich das klar sagen, ohne dass es klingt, als ob ich aussteige, weil ich keine Geduld mehr habe? Ich will nicht, dass meine Angst mich weiter von ihr entfernt. Ich fühle mich gerade total zerrissen und weiß nicht, wie ich das ansprechen soll. 😔
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