Öffentlich lesbarer Thread
Kann ich wegen meinem Vater mal was von Cannabis probieren, ohne mich gleich als “die” z
Also ich sitz hier gerade am Küchentisch, das Licht ist noch ein bisschen gedimmt und draußen hat es aufgehört zu regnen – typisch Bielefeld am Dienstagabend. Mein Vater hat wieder einen Abend hinter sich, war total betrunken, hat die ganze Familie fast über den Tisch gezogen und dann ist er einfach ins Bett geklopft, als wär nix. Meine Mutter hat nur den Kopf gesenkt und tut so, als wär das alles normal. Ich bin jetzt schon 17, hab fast jedes Wochenende Hausaufgaben, Bio‑Test nächste Woche und das Gefühl, dass mein Kopf gleich platzt.
Ich hab neulich mal ein Video von jemandem gesehen, der erklärt, wie Cannabis ihm beim Schlafen und beim Abschalten hilft, und ich dachte mir: Vielleicht könnte das ja für mich auch ein bisschen Erleichterung bringen? Aber sofort kam das Bild von meinem Vater, der immer nur mit Alkohol abhängt, und ich hab Angst, dass ich dann einfach nur “so ein Typ” werde, der sich mit Drogen beruhigt. Ich will ja nicht, dass meine Mutter denkt, ich wär jetzt die, die das Haus mit Kiffergeruch füllt, und ich fühl mich irgendwie schuldig, weil ich ja eigentlich nur meine eigenen Nerven retten will.
Habt ihr das Gefühl, dass Cannabis hier als “kleiner Ausweg” okay ist, wenn man ja eigentlich gar nicht süchtig ist, sondern nur den Stress von ’nem alkoholkranken Elternteil ertragen muss? Oder macht das nur noch mehr Chaos? Ich brauch echt ein bisschen Klarheit, weil ich sonst das Gefühl hab, ich stecke im Kreis und weiß nicht, ob ich noch weiter drehe. 🙏
