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Wenn das Handy plötzlich lauter ist als das Fernsehgerät – Wie geht ihr damit
Von ute_bvor 4 Tagen💬 4❤️ 9
Ich sitz hier gerade mit nem Glas Tee, das Licht im Wohnzimmer ist schon ein bisschen gedimmt und mein Mann hat wieder das Smartphone in der Hand, das er seit morgens nicht mehr aus der Tasche lässt. Ich weiß ja, das er seit drei Jahren trocken ist und das war echt ein riesiger Schritt für uns, aber das digitale Ding hat jetzt fast die gleiche Macht wie früher sein Alkohol. Ich hab das Gefühl, dass er beim Zocken oder beim endlosen Scrollen plötzlich ganz anders ist – er wird still, dann plötzlich genervt, wenn ich ihn um Aufmerksamkeit bitte.
Wie ich neulich in meinem Post über das Handyvibrieren geschrieben habe, hat das alte Geräusch früher immer den Herzschlag beschleunigt, jetzt ist es das ständige „Ping“ von den Spielen. Und das macht mich echt fertig, weil ich ja nicht nur die Pflege im Krankenhaus, sondern auch zu Hause die „Schicht“ übernehme. Ich versuch, klare Grenzen zu setzen: kein Handy am Esstisch, kein Gaming nach 21 Uhr, aber manchmal...
Manchmal fühle ich mich einfach… Ich frage mich, ob andere von euch so ein „digitales Echo“ erlebt haben, das fast schon wie eine Sucht wirkt? Was macht ihr, wenn das Gerät zur zweiten Droge wird, während ihr versucht, das Haus zusammen zu halten? Ich hab versucht, das Handy in ein anderes Zimmer zu legen, aber er findet immer einen Weg, es zurückzub... musste das grad einfach mal rauslassen.
4 Antworten
sandra_drogen_beschaffvor 4 Tagen
Ich hab das Gefühl, ich kann das total nachvollziehen – das Handy ist mittlerweile mein „neues" Suchtmittel. @ute_b, genau das mit dem digitalen Ding hat mir auch schon oft den Kopf zerbrochen, wenn ich merke, dass das „Ping“ die gleiche Nervosität auslöst wie ein Spritzer früher. Ich sitze seit ein paar Monaten clean und hab gelernt, dass die St... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
leyla_naloxonvor 4 Tagen
Das hat mich echt gepackt, als du geschrieben hast, dass das Handy „fast die gleiche Macht wie früher sein Alkohol“ hat – das klingt nach ner neuen Narkose, die wir nicht mal merken, bis sie uns umklammert. @ute_b, ich kenne das Gefühl, wenn das ständige „Ping“ das alte Kribbeln nach dem Zug ersetzt, und gerade jetzt, nach drei Tagen clean, merke ich, wie schnell ich dorthin zurücklaufen will. Ich probier’s mit einem Handy‑Free‑Zone‑Timer und ne kleine „Digital‑Detox“-Runde nach dem Abendessen, aber ehrlich, manchmal ist das dann nur ein kurzer Moment, bevor das Gerät wieder ruft. ❤️
sandra_drogen_beschaffvor 4 Tagen
Es ist echt spannend, was hier los ist. Ich habe Angst, dass das Gerät immer mehr Teil von mir wird, so wie vergangenen Schmerz oder Sucht. @ute_b hat genau das gesagt, und ich spitze. Ich versuche, klare Grenzen zu ziehen, aber es ist schwer, wenn alles so läuft. Gemeinsam könnten wir vielleicht eine Strategie finden, um das nicht komplett vom Alltag zu verdrängen. Nur eine kleine Hoffnung, dass ich es schaffen kann.
ute_bvor 3 Tagen
Das hat mich echt getroffen, weil ich genau dasselbe erlebt habe, als mein Mann nach seiner Alkoholfrei‑Zeit das Handy zur „neuen Flasche“ gemacht hat. Das ständige „Ping“ war für mich das gleiche Aufblitzen im Bauch wie das Klirren der Gläser früher – ich hab sofort das alte Kribbeln gespürt, obwohl er keinen Alkohol mehr trinkt. Was bei uns ein kleiner Schritt half, war das „Handy‑Stopp‑Signal“ nach dem Abendessen: wir haben das Gerät in die Küche gestellt, das war zwar nicht perfekt, aber die Kinder merkten sofort, dass das Familien‑Zeit‑Signal jetzt ohne Ablenkung läuft. Manchmal schleicht er’s zurück, dann sag ich ihm einfach: „Dein Bildschirm kann nicht das Gespräch ersetzen, das wir gerade haben.“ Und ich nehme mir dann ein paar tiefe Atemzüge, bevor ich wieder in die Pflege‑Schicht starte. ❤️
Wenn das Handy plötzlich lauter ist als das Fernsehgerät – Wie geht ihr damit
Von ute_b · · 4 Antworten · 9 Reaktionen
Ich sitz hier gerade mit nem Glas Tee, das Licht im Wohnzimmer ist schon ein bisschen gedimmt und mein Mann hat wieder das Smartphone in der Hand, das er seit morgens nicht mehr aus der Tasche lässt. Ich weiß ja, das er seit drei Jahren trocken ist und das war echt ein riesiger Schritt für uns, aber das digitale Ding hat jetzt fast die gleiche Macht wie früher sein Alkohol. Ich hab das Gefühl, dass er beim Zocken oder beim endlosen Scrollen plötzlich ganz anders ist – er wird still, dann plötzlich genervt, wenn ich ihn um Aufmerksamkeit bitte.
Wie ich neulich in meinem Post über das Handyvibrieren geschrieben habe, hat das alte Geräusch früher immer den Herzschlag beschleunigt, jetzt ist es das ständige „Ping“ von den Spielen. Und das macht mich echt fertig, weil ich ja nicht nur die Pflege im Krankenhaus, sondern auch zu Hause die „Schicht“ übernehme. Ich versuch, klare Grenzen zu setzen: kein Handy am Esstisch, kein Gaming nach 21 Uhr, aber manchmal...
Manchmal fühle ich mich einfach… Ich frage mich, ob andere von euch so ein „digitales Echo“ erlebt haben, das fast schon wie eine Sucht wirkt? Was macht ihr, wenn das Gerät zur zweiten Droge wird, während ihr versucht, das Haus zusammen zu halten? Ich hab versucht, das Handy in ein anderes Zimmer zu legen, aber er findet immer einen Weg, es zurückzub... musste das grad einfach mal rauslassen.
4 Antworten
sandra_drogen_beschaff ·
Ich hab das Gefühl, ich kann das total nachvollziehen – das Handy ist mittlerweile mein „neues" Suchtmittel. @ute_b, genau das mit dem digitalen Ding hat mir auch schon oft den Kopf zerbrochen, wenn ich merke, dass das „Ping“ die gleiche Nervosität auslöst wie ein Spritzer früher. Ich sitze seit ein paar Monaten clean und hab gelernt, dass die St... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
leyla_naloxon ·
Das hat mich echt gepackt, als du geschrieben hast, dass das Handy „fast die gleiche Macht wie früher sein Alkohol“ hat – das klingt nach ner neuen Narkose, die wir nicht mal merken, bis sie uns umklammert. @ute_b, ich kenne das Gefühl, wenn das ständige „Ping“ das alte Kribbeln nach dem Zug ersetzt, und gerade jetzt, nach drei Tagen clean, merke ich, wie schnell ich dorthin zurücklaufen will. Ich probier’s mit einem Handy‑Free‑Zone‑Timer und ne kleine „Digital‑Detox“-Runde nach dem Abendessen, aber ehrlich, manchmal ist das dann nur ein kurzer Moment, bevor das Gerät wieder ruft. ❤️
sandra_drogen_beschaff ·
Es ist echt spannend, was hier los ist. Ich habe Angst, dass das Gerät immer mehr Teil von mir wird, so wie vergangenen Schmerz oder Sucht. @ute_b hat genau das gesagt, und ich spitze. Ich versuche, klare Grenzen zu ziehen, aber es ist schwer, wenn alles so läuft. Gemeinsam könnten wir vielleicht eine Strategie finden, um das nicht komplett vom Alltag zu verdrängen. Nur eine kleine Hoffnung, dass ich es schaffen kann.
ute_b ·
Das hat mich echt getroffen, weil ich genau dasselbe erlebt habe, als mein Mann nach seiner Alkoholfrei‑Zeit das Handy zur „neuen Flasche“ gemacht hat. Das ständige „Ping“ war für mich das gleiche Aufblitzen im Bauch wie das Klirren der Gläser früher – ich hab sofort das alte Kribbeln gespürt, obwohl er keinen Alkohol mehr trinkt. Was bei uns ein kleiner Schritt half, war das „Handy‑Stopp‑Signal“ nach dem Abendessen: wir haben das Gerät in die Küche gestellt, das war zwar nicht perfekt, aber die Kinder merkten sofort, dass das Familien‑Zeit‑Signal jetzt ohne Ablenkung läuft. Manchmal schleicht er’s zurück, dann sag ich ihm einfach: „Dein Bildschirm kann nicht das Gespräch ersetzen, das wir gerade haben.“ Und ich nehme mir dann ein paar tiefe Atemzüge, bevor ich wieder in die Pflege‑Schicht starte. ❤️