Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Handy mehr Macht hat als die Hände meiner Tochter
Ich sitz hier an meinem Küchentisch, die Enkel laufen rum und ich hör das leise Piepen vom Smartphone meiner Tochter, das sie immer wieder aus der Hand drückt, nur um gleich wieder drauf zu starren. Lisa hat seit Jahren das Problem mit dem Alkohol, aber seit ein paar Monaten hat sich das digitale Ding fast genauso stark in unser Leben geschlichen. tbh, ich merk, dass ich mich manchmal mehr vor dem Bildschirm fürchte als vor dem leeren Flaschenboden in der Küche.
Gestern Abend wollte ich nur kurz das Rezept für die Suppe auf dem Tablet nachschauen, doch Lisa hatte das Gerät in der Hand, scrollte durch ein Endlos-Feed und lachte über irgendwas, das ich nicht verstand. Die Enkel fragten nach dem Spielzeug, aber sie sahen nur das leuchtende Licht und wollten das Tablet. Ich hab dann versucht, das Gerät wegzulegen, aber sie haben sofort laut „Mama, gib mir das zurück!“ geschrien. Ich fühl mich so hilflos, weil ich nicht weiß, ob ich das Handy wegnehmen soll oder ob ich nur die Tür zu ihrer Sucht ein bisschen weiter aufbreche.
Wie geht ihr mit so einer doppelten Belastung um – Alkohol und digitale Sucht gleichzeitig? Habt ihr Tipps, wie man den Kindern trotzdem ein bisschen Bildschirmzeit lässt, ohne dass die Mutter total aus den Fugen gerät? Ich hab das Gefühl, ich mach alles falsch, weil ich ja schon so alt bin und nicht mehr die Energie hab, ständig zu kontrollieren. Vielleicht hat jemand von euch einen kleinen Trick, wie man das Handy in den Griff bekommt, ohne die Enkel komplett zu berauben? Ich danke euch für eure Ideen, für heute reicht das. ❤️
