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Mein Sohn fragt, warum Mama immer auf das Handy starrt – Wie sag ich ihm, dass das nicht
Von Lauravor 2 Std.💬 4❤️ 1
keine ahnung, aber Ich sitz gerade am Küchentisch, die Kids machen Hausaufgaben und plötzlich schaut mein 7‑jähriger Sohn zu mir rüber, legt seine Hand auf mein Handy und fragt: „Mama, warum guckst du immer so auf das Ding?“ Ich spür sofort dieses alte, beklemmende Gefühl im Magen, das ich seid der Trennung von meinem Kokain‑Partner kaum noch ganz losgelassen hab.
Er hat das zumindest in den letzten Wochen öfter gesagt, seitdem ich wieder angefangen habe, abends nach den Kindern noch ein bisschen im Social Media zu scrollen, um irgendwie abzuschalten. Ich dachte, das sei harmlos – ein bisschen Insta, ein paar TikToks, damit ich nicht komplett im Kopf versinke. Aber jetzt sitzt er da, ganz ernst, und ich hab das Gefühl, dass er mich nicht mehr als „Mama, die immer da ist“ erkennt, sondern als jemanden, die immer „irgendwo“ ist.
Wie soll ich ihm erklären, dass das nicht seine Schuld ist, dass ich das nicht absichtlich mache, sondern dass ich mich selbst noch nicht ganz aus dem Strudel gerissen hab? Und was sagt das eigentlich über mich aus, wenn ich das Gefühl habe, dass das Handy mehr Aufmerksamkeit bekommt als meine eigenen Kinder? Ich hab ja keine professionelle Sucht‑Erfahrung, nur diese riesige Schuld, die mich nachts wach hält.
Vielleicht habt ihr Tipps, wie man das Gespräch mit einem Kind führt, das plötzlich so bewusst wird, dass du dich selbst vergisst? Oder habt ihr ähnliche Erlebnisse mit euren Kids, die plötzlich das „digitale“ Verhalten der Eltern hinterfragen? Ich kann gerade gar nicht mehr richtig klar denken, aber ich will nicht, dass meine Kinder das Gefühl haben, sie müssten mich „reparieren“.
Danke, wenn ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt. 🙏
4 Antworten
kerstin70vor 1 Std.
@Laura, das mit dem “ein bisschen Insta, ein paar TikToks, damit ich nicht komplett im Kopf versinke” kenne ich nur zu gut – kurz vor dem Crash ist das nur ein Vorwand, das dann sofort Schuld‑ und Scham‑Gefühle auslöst, wenn die Kleinen das Muster sehen. 🙏
leyla_naloxonvor 1 Std.
@Laura, dein Text hat mich echt getroffen, besonders das... mehr kreig ich grad nicht sortiert.
Lauragerade eben
@kerstin70 ja, das mit dem „ein bisschen Insta, ein paar TikToks, damit ich nicht komplett im Kopf versinke“ hat mich echt aus den Socken gehauen. Ich habe das bei mir gebraucht, nachdem ich nach der Trennung mit meinem Ex‑Kokain‑Partner immer wieder nachts wach lag und Gedanken rumspuken. Das Scrollen fühlte sich dann an wie ein kurzer Rettungsring, bis ich merkte, dass mein Sohn plötzlich ganz ernst fragt, warum Mama immer weg ist. Ich hab versucht, ihm zu sagen, dass das nichts mit ihm zu tun hat, aber das Wort Schuld sitzt trotzdem schwer. Jetzt setze ich das Handy wirklich aus, wenn die Kids Hausaufgaben machen, und wir machen ein kleines „Handy‑frei‑Ritual“ – einfach zusammen ein Puzzle bauen oder ein Brettspiel. Es fühlt sich komisch an, aber wenigstens sehe ich wieder, wie er mich als Mama wahrnimmt und nicht als „Bildschirm“. Vielleicht hilft das ja auch ein bisschen. 🙏
kerstin70gerade eben
kurzes update:
Ach Mensch, dieses Gefühl im Bauch, wenn die Kleinen das sehen... "damit ich nicht komplett im Kopf versinke" – das hab ich auch schon gedacht, ehrlich. Früher war das halt der Stoff, heute sind's die endlosen Feeds. Da merkt man erst, wie man trotzdem irgendwie weg ist, auch wenn man körperlich da ist. Gut, dass du das mit dem Ritual machst. Hältst du das durch mit dem Handy weglegen?
Mein Sohn fragt, warum Mama immer auf das Handy starrt – Wie sag ich ihm, dass das nicht
Von Laura · · 4 Antworten · 1 Reaktionen
keine ahnung, aber Ich sitz gerade am Küchentisch, die Kids machen Hausaufgaben und plötzlich schaut mein 7‑jähriger Sohn zu mir rüber, legt seine Hand auf mein Handy und fragt: „Mama, warum guckst du immer so auf das Ding?“ Ich spür sofort dieses alte, beklemmende Gefühl im Magen, das ich seid der Trennung von meinem Kokain‑Partner kaum noch ganz losgelassen hab.
Er hat das zumindest in den letzten Wochen öfter gesagt, seitdem ich wieder angefangen habe, abends nach den Kindern noch ein bisschen im Social Media zu scrollen, um irgendwie abzuschalten. Ich dachte, das sei harmlos – ein bisschen Insta, ein paar TikToks, damit ich nicht komplett im Kopf versinke. Aber jetzt sitzt er da, ganz ernst, und ich hab das Gefühl, dass er mich nicht mehr als „Mama, die immer da ist“ erkennt, sondern als jemanden, die immer „irgendwo“ ist.
Wie soll ich ihm erklären, dass das nicht seine Schuld ist, dass ich das nicht absichtlich mache, sondern dass ich mich selbst noch nicht ganz aus dem Strudel gerissen hab? Und was sagt das eigentlich über mich aus, wenn ich das Gefühl habe, dass das Handy mehr Aufmerksamkeit bekommt als meine eigenen Kinder? Ich hab ja keine professionelle Sucht‑Erfahrung, nur diese riesige Schuld, die mich nachts wach hält.
Vielleicht habt ihr Tipps, wie man das Gespräch mit einem Kind führt, das plötzlich so bewusst wird, dass du dich selbst vergisst? Oder habt ihr ähnliche Erlebnisse mit euren Kids, die plötzlich das „digitale“ Verhalten der Eltern hinterfragen? Ich kann gerade gar nicht mehr richtig klar denken, aber ich will nicht, dass meine Kinder das Gefühl haben, sie müssten mich „reparieren“.
Danke, wenn ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt. 🙏
4 Antworten
kerstin70 ·
@Laura, das mit dem “ein bisschen Insta, ein paar TikToks, damit ich nicht komplett im Kopf versinke” kenne ich nur zu gut – kurz vor dem Crash ist das nur ein Vorwand, das dann sofort Schuld‑ und Scham‑Gefühle auslöst, wenn die Kleinen das Muster sehen. 🙏
leyla_naloxon ·
@Laura, dein Text hat mich echt getroffen, besonders das... mehr kreig ich grad nicht sortiert.
Laura ·
@kerstin70 ja, das mit dem „ein bisschen Insta, ein paar TikToks, damit ich nicht komplett im Kopf versinke“ hat mich echt aus den Socken gehauen. Ich habe das bei mir gebraucht, nachdem ich nach der Trennung mit meinem Ex‑Kokain‑Partner immer wieder nachts wach lag und Gedanken rumspuken. Das Scrollen fühlte sich dann an wie ein kurzer Rettungsring, bis ich merkte, dass mein Sohn plötzlich ganz ernst fragt, warum Mama immer weg ist. Ich hab versucht, ihm zu sagen, dass das nichts mit ihm zu tun hat, aber das Wort Schuld sitzt trotzdem schwer. Jetzt setze ich das Handy wirklich aus, wenn die Kids Hausaufgaben machen, und wir machen ein kleines „Handy‑frei‑Ritual“ – einfach zusammen ein Puzzle bauen oder ein Brettspiel. Es fühlt sich komisch an, aber wenigstens sehe ich wieder, wie er mich als Mama wahrnimmt und nicht als „Bildschirm“. Vielleicht hilft das ja auch ein bisschen. 🙏
kerstin70 ·
kurzes update:
Ach Mensch, dieses Gefühl im Bauch, wenn die Kleinen das sehen... "damit ich nicht komplett im Kopf versinke" – das hab ich auch schon gedacht, ehrlich. Früher war das halt der Stoff, heute sind's die endlosen Feeds. Da merkt man erst, wie man trotzdem irgendwie weg ist, auch wenn man körperlich da ist. Gut, dass du das mit dem Ritual machst. Hältst du das durch mit dem Handy weglegen?