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Wochenende ohne Drink – warum fühlt sich der Balkon jetzt wie ‘ne Party an
Also, ich sitz jetzt hier auf dem Balkon meiner WG, die Sonne macht langsam nix mehr aus – klar, wir sind ja im April und der Himmel ist wieder blau – und ich denk über das letzte Wochenende nach. Ich hab mir ein kleines BBQ mit den Mitbewohnern klargemacht, aber anstatt Bier und 'nem Schnaps zum Anstoßen, standen plötzlich nur Limonade und ein paar Früchte auf der Platte.
Erst war ich irgendwie genervt, weil mein innerer “Ich‑brauche‑ein‑Shot‑nach‑der‑Arbeit‑Feier‑Ritual” noch nicht so ganz gefeuert hat. Aber dann ist mir beim Grillen die Bratwurst fast runtergefallen, weil ich zu sehr draufgeachtet hab, dass ich nicht wieder in die alte „Fuckboy‑Phase“ abrutsche. Und das war schon irgendwie witzig, weil ich mich jetzt mehr über das perfekte Wenden der Wurst freue als über das Kichern von jemandem, der mir „Cheers“ schreit.
Ich glaub, das hat was damit zu tun, dass ich seit fast neun Monaten clean bin und die ganze „Ich‑brauch‑das‑Gefühl‑genauso‑wie‑der‑Alkohol“ jetzt irgendwie in anderen Dingen ausgelebt wird. Zum Beispiel das Gefühl, gebraucht zu werden, wenn jemand meine Bratwurst rettet oder mir sagt, das Bier‑Glas ist leer – nur, dass das hier jetzt ein leeres Glas Limonade ist und ich trotzdem ein bisschen stolz bin.
Habt ihr auch so Momente, wo ihr plötzlich merkt, dass die normalen Alltags‑Kleinigkeiten plötzlich mehr Bedeutung kriegen, weil ihr keinen Alkohol mehr habt, um euch abzulenken? Und wie geht ihr mit dem „Ich‑will‑doch‑mal‑wieder‑ein‑Drink“ Gedankengang um, wenn ihr in so’n“normaler” Situation steckt? Ich bin echt neugierig, weil ich merke, dass mein Kopf jetzt öfter „Du bist ja nicht mehr der coole Typ mit dem Drink“ sagt, aber ich will das irgendwie in ’ne positive Story verwandeln. 🙏
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
