Öffentlich lesbarer Thread
Wie funktioniert die “Funktionsdroge” in meinem Job eigentlich?
Also, ich sitz hier nach einer langen Nacht in der Bar, die Leuchtreklame blinkt, und denke an den ganzen Koks, den ich vor 111 Tagen nicht mehr genommen habe. Ich meine, früher war das meine „Wirkstoff“, damit ich die Gäste bedienen konnte, ohne die Kontrolle zu verlieren. Jetzt, nach ein paar Monaten Clean und nach der stationären Therapie, frage ich mich, ob das immer noch funktioniert oder ob die Funktionsdroge nur ein Mythos ist, der uns die Arbeit erleichtert.
In der Gastro-Szene, besonders als Barkeeperin, muss man ständig im Flow sein. Die Reaktionszeit, das Jonglieren von Drinks, die Stimmung im Team – das klingt nach einer echten Herausforderung. Und wenn das Herzschlag ein bisschen unregelmäßig wird, ist das wie ein zusätzliches Problem, das man nicht einfach ausschalten kann. Ich hab das Gefühl, dass der Koks mir damals die Energie gab, die ich sonst nicht hatte. Aber jetzt, nach 111 Tagen ohne, frage ich mich: Was passiert, wenn die Droge nicht da ist? Gibt es andere Wege, den Flow zu finden, die weniger schädlich sind?
Vielleicht gibt es doch Strategien, die nicht auf Substanzen beruhen. Zum Beispiel Pausen machen, Atemübungen oder sogar kurze Meditationen. Oder vielleicht ist es nur das Mindset – wenn man sich bewusst macht, warum man die Droge nimmt, kann man den Druck reduzieren.
Also, meine Frage an euch: Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie findet ihr euren Flow, wenn ihr nicht auf Koks oder Benzos zurückgreifen könnt? Gibt es alternative „Funktionsdrogen“, die ihr nutzt, ohne euch selbst zu zerstören? Ich bin gespannt auf eure Geschichten und Tipps. ❤️
