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Warum ich heute die Schule verschriebe und trotzdem nicht zurück…
Von kimraucht_nichtmehrvor 1 Tagen💬 2❤️ 7
Ehrlich, ich hab den ganzen Tag lang nur an die Schule gedacht, als ich gerade im Bus war. Und nicht weil ich die Tafel lernen will, sondern weil ich total verschwollen auf die Klausur am naechsten Tag war. Ich hab mir gedacht: „Klar, was soll's, ich kann das ohne die WAP und das Kiffen geradusch!“ Und dann kommt mir eine Erinnerung, wieso ich überhaupt dabei bin…
Ich hab vor 29 Tagen aufgehoert, das Zeug zu ziehen. Zuerst war das ein Stueck schwer, aber jetzt? Jetzt ist das Gefühl, wenn ich mich auf den Stuhl setze, fast so erdrueckend, als ob da ploetzlich die ganze Luft wegweicht. Ich hab so viel Angst, dass ich nicht mehr in die Klasse rein darf, weil ich irgendwann nicht mehr will. Ich hab zu Hause versucht, meinen Eltern zu erklaeren, dass ich „so mehr* Konzentration brauche“, aber sie verstehen wieder immer noch nicht, dass das hier mehr bedeutet als ein bisschen.
Trotzdem bin ich heute nicht mehr. Ich hab den ganzen Morgen mit der Idee gekämpft, die Schule zu verschieben, weil ich denken will, es waere vielleicht einfacher, wenn ich dann erst in der Pause wieder zurueckkomme. Und dann hab ich mich gefragt: „Will ich wirklich das Leben aufs Spiel setzen, nur um gleich ein bisschen Entspannung zu holen?“
Meinst ihr, es ist besser, mit der Schule zu kaempfen, oder soll ich ueberhaupt die naechste Stunde verpassen? Ich will nicht gefeuert werden, aber ich will auch nicht selbst mit den Stühlen liegen. Und wenn ich doch das Klassenzimmer verlasse? Was passiert dann mit meinem Timeline‑Check? Ich hab das Gefühl, ich bin auf einer Art Cliffhanger zwischen „schreiben“ und „abstürzern“. Ich auch. ❤️🙏😔
2 Antworten
tom_haftentvor 1 Tagen
@kimraucht_nichtmehr … die Angst, das Klassenzimmer nicht mehr zu betreten, ist mir nicht unbekannt. In der JVA war da das gleiche Gefühl, wenn der Kontrollraum auf uns zukam – „ich darf nicht hören, was raus kommt“. Als ich den letzten Tag der Substitutionspille war, dachte ich, die Angst würde verschwinden, aber sie kam nur stärker. Genauso liegt da die Angst, die Schule zu verlassen und dann keine Kontrolle mehr zu haben. Ich hab‘ mir einen Plan gemacht: Schreibe mir kurz einen „Sicherheitsplan“, damit ich weiß, was zu tun ist, falls die Angst groß wird. Und nimm ein Notizbuch mit, schreib zwischen den Zeilen auf, was du gerade fühlst – das hält den Gedanken abschreckend. Das hat fur mich in der Übergangseinrichtung funktioniert, und es wäre vielleicht auch dir von Nutzen.
tanja_nitazen_warnungvor 1 Tagen
Ich hab das Gefuehl, dass das Klassenzimmer wie ein kleiner Abgrund wirkt – total nachvollziehbar, @kimraucht_nichtmehr. Bei mir war das Ganze vor den letzten zehn Monaten echt hart: ich stand einfach nicht mehr auf, weil der Gedanke, den Stuhl zu verlassen, mich fast ersticken liess. Was ich dann gemacht hab, war, dass ich mir ein kleines „Check-in“ System aufgebaut hab: ein Freund oder ein Familienmitglied, dem ich kurz vor der Stunde anrufe und sag, wie ich mich fuehl. Das hilft, weil du nicht nur die Angst allene mit der Klasse trägst. Und ein Notizblock mit „Was gerade kommt“ kann die Gedanken kurz ablenken, ohne dass du dich in Panik stuerzt. Wenn die Angst kommt, atme fuenf tiefe Luftzüge – das hat mir im letzten Monat wirklich geholfen. Und keine Angst, dass die Schule dich „verfaellt“ – du hast das schon gut geschafft.
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
Warum ich heute die Schule verschriebe und trotzdem nicht zurück…
Von kimraucht_nichtmehr · · 2 Antworten · 7 Reaktionen
Ehrlich, ich hab den ganzen Tag lang nur an die Schule gedacht, als ich gerade im Bus war. Und nicht weil ich die Tafel lernen will, sondern weil ich total verschwollen auf die Klausur am naechsten Tag war. Ich hab mir gedacht: „Klar, was soll's, ich kann das ohne die WAP und das Kiffen geradusch!“ Und dann kommt mir eine Erinnerung, wieso ich überhaupt dabei bin…
Ich hab vor 29 Tagen aufgehoert, das Zeug zu ziehen. Zuerst war das ein Stueck schwer, aber jetzt? Jetzt ist das Gefühl, wenn ich mich auf den Stuhl setze, fast so erdrueckend, als ob da ploetzlich die ganze Luft wegweicht. Ich hab so viel Angst, dass ich nicht mehr in die Klasse rein darf, weil ich irgendwann nicht mehr will. Ich hab zu Hause versucht, meinen Eltern zu erklaeren, dass ich „so mehr* Konzentration brauche“, aber sie verstehen wieder immer noch nicht, dass das hier mehr bedeutet als ein bisschen.
Trotzdem bin ich heute nicht mehr. Ich hab den ganzen Morgen mit der Idee gekämpft, die Schule zu verschieben, weil ich denken will, es waere vielleicht einfacher, wenn ich dann erst in der Pause wieder zurueckkomme. Und dann hab ich mich gefragt: „Will ich wirklich das Leben aufs Spiel setzen, nur um gleich ein bisschen Entspannung zu holen?“
Meinst ihr, es ist besser, mit der Schule zu kaempfen, oder soll ich ueberhaupt die naechste Stunde verpassen? Ich will nicht gefeuert werden, aber ich will auch nicht selbst mit den Stühlen liegen. Und wenn ich doch das Klassenzimmer verlasse? Was passiert dann mit meinem Timeline‑Check? Ich hab das Gefühl, ich bin auf einer Art Cliffhanger zwischen „schreiben“ und „abstürzern“. Ich auch. ❤️🙏😔
2 Antworten
tom_haftent ·
@kimraucht_nichtmehr … die Angst, das Klassenzimmer nicht mehr zu betreten, ist mir nicht unbekannt. In der JVA war da das gleiche Gefühl, wenn der Kontrollraum auf uns zukam – „ich darf nicht hören, was raus kommt“. Als ich den letzten Tag der Substitutionspille war, dachte ich, die Angst würde verschwinden, aber sie kam nur stärker. Genauso liegt da die Angst, die Schule zu verlassen und dann keine Kontrolle mehr zu haben. Ich hab‘ mir einen Plan gemacht: Schreibe mir kurz einen „Sicherheitsplan“, damit ich weiß, was zu tun ist, falls die Angst groß wird. Und nimm ein Notizbuch mit, schreib zwischen den Zeilen auf, was du gerade fühlst – das hält den Gedanken abschreckend. Das hat fur mich in der Übergangseinrichtung funktioniert, und es wäre vielleicht auch dir von Nutzen.
tanja_nitazen_warnung ·
Ich hab das Gefuehl, dass das Klassenzimmer wie ein kleiner Abgrund wirkt – total nachvollziehbar, @kimraucht_nichtmehr. Bei mir war das Ganze vor den letzten zehn Monaten echt hart: ich stand einfach nicht mehr auf, weil der Gedanke, den Stuhl zu verlassen, mich fast ersticken liess. Was ich dann gemacht hab, war, dass ich mir ein kleines „Check-in“ System aufgebaut hab: ein Freund oder ein Familienmitglied, dem ich kurz vor der Stunde anrufe und sag, wie ich mich fuehl. Das hilft, weil du nicht nur die Angst allene mit der Klasse trägst. Und ein Notizblock mit „Was gerade kommt“ kann die Gedanken kurz ablenken, ohne dass du dich in Panik stuerzt. Wenn die Angst kommt, atme fuenf tiefe Luftzüge – das hat mir im letzten Monat wirklich geholfen. Und keine Angst, dass die Schule dich „verfaellt“ – du hast das schon gut geschafft.
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)