Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Verlangen nach Süßem plötzlich wie ein Kick wirkt
Ich sitz hier auf meinem kleinen Balkon, es ist schon dunkel und das Rauschen von der Straße beruhigt mich irgendwie. Heute war wieder so ein Tag, an dem ich nach der Schicht im Club einfach nur noch in die Küche wollte. Nicht nur ein bisschen was, sondern ein ganzer Tisch voller Kuchen, Torten und so viel Zucker, das ich das Gefühl hatte, ich könnte gleich fliegen.
Ich hab ja neulich in meinem Post über die Funktionsdroge geschrieben, wie schwer es ist, das Bild von Kokain als „normalen“ Stress‑Boost“ zu zerbrechen. Aber mir ist klar geworden, dass das gleiche Muster bei meinem Essen spielt. Wenn ich das Gefühl habe, ich muss „runterkommen“ nach dem ganzen Adrenalin, greife ich zu Zucker. Das gibt mir kurzfristig den Kick, das leichte Hoch, das ich von der Arbeit gewohnt war. Und dann... dann folgt das gleiche Auf und Ab, das ich von den Benzos kannte – ein kurzer Moment der Ruhe, dann das Schuldgefühl, das mich wieder runterzieht.
Ich frage mich, ob das für andere hier auch so ist: Nutzt ihr Essen irgendwie als Ersatz für das, was ihr früher mit Koks oder Benzos gemacht habt? Wie schafft ihr es, diese „süßen“ Funktionsmomente zu erkennen und vielleicht zu verändern, ohne gleich in das alte Muster zurückzufallen?
Ich habe jetzt seit ein paar Monaten clean und versuche, meine Routinen zu ändern, aber die Versuchung ist stark, besonders wenn ich abends allein bin. Irgendwelche Tipps oder Erfahrungen, wie man den Zucker‑Kick durch etwas anderes ersetzen kann, das nicht so schnell in die Falle führt? Ich bin echt neugierig und würde mich freuen, von euch zu hören. ❤️
