Öffentlich lesbarer Thread
krasse Studien zu ADHS & Sucht – hat das was mit mir zu tun
hey ihr, ich muss euch was loswerden, weil ich grad beim Lesen von ner neuen Studie fast wieder im Kopf gekeift hab – nur diesmal ohne das echte Zeug. also ich hab mir ne aktuelle Review über ADHS‑Komorbidität und Substanzkonsum reingezogen, und die sagen, das bei ADHS‑Betroffenen das Risiko für Cannabis‑Abhängigkeit fast doppelt so hoch sein soll wie bei Leuten ohne Diagnose. das klingt voll nach meinem Leben, weil ich ja seid der 9. Klasse fast täglich gekifft hab und das alles teilweise wegen meinem ADHS‑Crash‑Modus.
was mich jetzt beschäftigt: die Studie redet von „neurofeedback“ als mögliche Therapie, um die Dopamin‑Regulation zu stabilisieren, statt sofort auf Medikamente zu setzen. irgendeiner Typ aus Kalifornien hat da nen kleinen klinischen Versuch mit 30 jungen Erwachsenen gemacht, und die berichten von weniger Craving und besserer Konzentration nach 8 Wochen Training. das klingt irgendwie nach nix anderem als das, was ich in der Therapie gerade versuch – mehr Struktur, weniger Reiz‑Überflutung.
ich frage mich jetzt, ob sowas bei mir was bringen könnte, weil ich ja seit fast 10 Monaten clean bin, aber immer noch mega unruhig bin, besonders wenn ich abends alleine im Zimmer häng und an den alten Rausch denken muss. hat jemand von euch schon mal so ne Neurofeedback‑Sache ausprobiert oder kennt ner guten Ort in Deutschland, wo das angeboten wird? ich will ja nicht wieder in den alten Loop zurückfallen, aber meine Mom hat mich ja fast rausgeschmissen und ich will jetzt echt was Langfristiges.
und falls ihr eure eigenen Erfahrungen oder Quellen habt, droppt die bitte hier – ich brauch echt nen Plan, der mehr wirkt als nur “weiter durchhalten”. 🙏
PS: ich hab mir das Ganze noch neulich mit ner Freundin reingezogen, aber sie hat dann einfach Schluss gemacht, weil sie dachte ich wär “zu sehr im Entzug”. das war richtig hart, aber jetzt will ich wenigstens wissenschaftlich was anpacken.
Danke schonmal!
