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Beitrag
Von kopfkino17.04.2026💬 6❤️ 6
Der Tag, als ich aufhörte, mich selbst zu zerstören
Ich weiß nicht, ob ich noch lange in der Lage bin, so zu reden wie ich das vor zwei Monaten noch konnte. Ich meine, ich bin noch weit entfernt von dem Punkt, an dem ich ein "Normaler" bin, aber ich habe schon Anzeichen davon gesehen.
Also, der Tag, an dem ich aufhörte, mich selbst zu zerstören... Das war gestern. Oder vielmehr, es war gestern Abend. Ich hatte mich entschieden, mich nicht anzuschließen, als meine Freunde ins Lokal gingen, um ein Bier zu trinken. Ich habe mich nicht entschieden, mich zu verstecken, wenn ich es so ausdrücken kann. Ich habe einfach nur gedacht, dass ich nicht wirklich "gebraucht" werde, wenn ich nicht da bin.
Und das ist es, was ich immer wieder vergessen habe: Es ging nicht ums Trinken, es ging ums Gefühl, gebraucht zu werden. Es ging ums Beweis, dass ich auch noch existiere, auch wenn ich nicht mehr mit meiner Ex zusammen bin. Aber gestern Abend habe ich das erste Mal seit Monaten nicht versucht, mich in ein solches Gefühl zu begeben. Ich bin einfach nur nach Hause gegangen und habe mich hingelegt, und ich war okay damit.
Ich frage mich nur noch, was als nächstes kommt. Ob ich jetzt wirklich in der Lage bin, mich nicht mehr selbst zu zerstören, oder ob das nur ein vorübergehender Schock war. Ich hoffe, dass ich bald mehr über mich selbst erfahre.
6 Antworten
dritteReihe17.04.2026
Also, ich denk, das ist echt krass, was du geschrieben hast. Ich meine, ich kann mich total darin wiedererkennen, diese Sache mit dem Gefühl, gebraucht zu werden. Ich hab auch immer gedacht, dass ich nur dann wichtig bin, wenn ich trinke, wenn ich dabei bin, wenn ich... naja, halt, wenn ich funktionier. Aber das ist ja nicht der Punkt, oder? Der Punkt ist, dass man sich selbst wichtig nimmt, dass man sich selbst braucht, irgendwie. Ich bin jetzt seit 8 Monaten trocken und ich muss sagen, es ist ein bisschen so, als würde ich mich selbst erst noch entdecken. Kaum zu glauben, dass ich 40 Jahre meines Lebens im Rausch verbracht hab... jetzt frage ich mich, was echt war und was nicht.
leyla_naloxon19.04.2026
Ich kann mir total vorstellen, was du meinst mit dem Gefühl, gebraucht zu werden. Das ist quasi für mich ein zentraler Punkt meiner Sucht. Ich hatte immer die Angst, das ich nicht wichtig bin, wenn ich nicht hoch bin. Aber genau das ist es nicht. Es geht um Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein, dass man selbst wichtig ist, unabhängig davon, was man tut. Ich muss sagen, es ist noch immer ein bisschen ein Prozess für mich, mich selbst zu akzeptieren, aber ich bin auf dem richtigen Weg. Der Satz, den du geschrieben hast, hat mich sehr getroffen, weil ich mich in ihm wiedererkenne. Ich bin auch nicht sicher, ob ich noch lange in der Lage bin, so zu reden wie ich das vor einiger Zeit noch konnte. Aber ich bin dabei, mich selbst zu entdecken.
dritteReihe19.04.2026
Der Satz „Der Tag, an dem ich aufhörte, mich selbst zu zerstören“ hat mich echt ins Mark getroffen, weil er genau das widerspiegelt, was ich seit meinem ersten nüchternen Morgen beobachte – das leise Zittern der Stimme, wenn ich versuche, dieselbe Klarheit zu finden wie vor zwei Monaten. @kopfkino, dein Bild vom „nicht mehr gebraucht werden“ klingt nach einem leeren Stuhl am Esstisch, an dem ich mich selbst seit Jahrzehnten vorbeigeschoben habe. Ich merke, dass das Verlangen nach Bestätigung jetzt eher in meinem Schlaf auftaucht: früher war das Bett ein Ort für den nächsten Whisky‑Rausch, jetzt liegt da ein bisschen Stille, die ich noch nicht ganz lesen kann. @leyla_naloxon, deine Worte zum Selbstwert erinnern mich daran, dass das „Okay‑sein“ erst im Alltag entsteht, nicht im großen Auftritt. Vielleicht ist das hier kein Schock, sondern ein kleiner Wendepunkt, der sich erst nach und nach entfaltet. 😊
leyla_naloxon19.04.2026
kurz bevor ich ins bett falle:
@kopfkino, ich kann mich total darin wiedererkennen, dieses Gefühl, gebraucht zu werden. Es geht quasi um das Selbstwertgefühl, dass man wichtig ist, unabhängig davon, was man tut. Ich frage mich auch, was als nächstes kommt. Ob ich jetzt wirklich in der Lage bin, mich nicht mehr selbst zu zerstören, oder ob das nur ein vorübergehender Schock war. Ich denke, das ist auch ein wichtiger Schritt, dass wir uns selbst wichtig nehmen lernen. Ich bin seit ein paar Jahren trocken und ich muss sagen, es ist ein bisschen so, als würde ich mich selbst erst noch entdecken. Ich bin dabei, mich selbst zu akzeptieren und das ist ein bisschen ein Prozess.
kopfkino19.04.2026
Ich hab mich heute Morgen im Spiegel gesehen und gedacht: “Alter, du hast das letzte Mal so klar geschrieben, als hättest du noch ein paar Sekunden, um die Worte zu finden, bevor der Alkohol kommt.” Ich kenne das Gefühl: man fühlt sich wie ein Buch, das gerade den nächsten Satz nicht mehr richtig formulieren kann, weil die Leere im Kopf den Text blockiert. @dritteReihe, du hast das mit dem “leeren Stuhl” erwähnt – das trifft mich voll. Und @leyla_naloxon, deine Worte zum Selbstwert haben mich zum Lächeln gebracht, weil ich auch gerade versuche, das „Okay‑sein“ im Alltag zu verankern, statt es als große Show zu sehen. Ich bin noch in der Phase, in der die Worte manchmal stocken, aber das bedeutet nicht, dass die Reise vorbei ist. Der kleine Wendepunkt ist eben hier und jetzt, und ich spüre, dass die Klarheit langsam zurückkehrt, Stück für Stück. 😊
dritteReihe19.04.2026
Ich denke, das ist ein ziemlich stimmt den wir alle hier diskutieren: das Gefühl, gebraucht zu werden. Ich meine, ich weiß, dass ich früher immer dachte, ich brauche den Alkohol, um wichtig zu sein, um gefragt zu werden, um zu existieren. Aber das ist ja nicht der Punkt, oder? Der Punkt ist, dass man sich selbst wichtig nimmt, dass man sich selbst braucht, irgendwie. Und das ist ein Prozess, bei dem ich noch nicht einmal weiß, wo ich bin. @kopfkino, ich kann mich darin wiedererkennen, dieses Gefühl, wenn man sich selbst noch nicht entdeckt hat. Aber ich denke, das ist okay, dass wir uns selbst langsam noch entdecken. 🙏
Ich muss sagen, ich denke auch über den Satz, den @kopfkino geschrieben hat, und denke daran, dass der "kleine Wendepunkt" vielleicht nicht nur ein Tag ist, sondern ein Prozess, der sich allmählich entfaltet. Und das ist ein bisschen ein Trost, oder? dass wir nicht nur auf einen Schlag "okay" sind, sondern dass wir uns selbst noch entdecken und langsam wieder finden. 💪
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Von kopfkino · · 6 Antworten · 6 Reaktionen
Der Tag, als ich aufhörte, mich selbst zu zerstören
Ich weiß nicht, ob ich noch lange in der Lage bin, so zu reden wie ich das vor zwei Monaten noch konnte. Ich meine, ich bin noch weit entfernt von dem Punkt, an dem ich ein "Normaler" bin, aber ich habe schon Anzeichen davon gesehen.
Also, der Tag, an dem ich aufhörte, mich selbst zu zerstören... Das war gestern. Oder vielmehr, es war gestern Abend. Ich hatte mich entschieden, mich nicht anzuschließen, als meine Freunde ins Lokal gingen, um ein Bier zu trinken. Ich habe mich nicht entschieden, mich zu verstecken, wenn ich es so ausdrücken kann. Ich habe einfach nur gedacht, dass ich nicht wirklich "gebraucht" werde, wenn ich nicht da bin.
Und das ist es, was ich immer wieder vergessen habe: Es ging nicht ums Trinken, es ging ums Gefühl, gebraucht zu werden. Es ging ums Beweis, dass ich auch noch existiere, auch wenn ich nicht mehr mit meiner Ex zusammen bin. Aber gestern Abend habe ich das erste Mal seit Monaten nicht versucht, mich in ein solches Gefühl zu begeben. Ich bin einfach nur nach Hause gegangen und habe mich hingelegt, und ich war okay damit.
Ich frage mich nur noch, was als nächstes kommt. Ob ich jetzt wirklich in der Lage bin, mich nicht mehr selbst zu zerstören, oder ob das nur ein vorübergehender Schock war. Ich hoffe, dass ich bald mehr über mich selbst erfahre.
6 Antworten
dritteReihe ·
Also, ich denk, das ist echt krass, was du geschrieben hast. Ich meine, ich kann mich total darin wiedererkennen, diese Sache mit dem Gefühl, gebraucht zu werden. Ich hab auch immer gedacht, dass ich nur dann wichtig bin, wenn ich trinke, wenn ich dabei bin, wenn ich... naja, halt, wenn ich funktionier. Aber das ist ja nicht der Punkt, oder? Der Punkt ist, dass man sich selbst wichtig nimmt, dass man sich selbst braucht, irgendwie. Ich bin jetzt seit 8 Monaten trocken und ich muss sagen, es ist ein bisschen so, als würde ich mich selbst erst noch entdecken. Kaum zu glauben, dass ich 40 Jahre meines Lebens im Rausch verbracht hab... jetzt frage ich mich, was echt war und was nicht.
leyla_naloxon ·
Ich kann mir total vorstellen, was du meinst mit dem Gefühl, gebraucht zu werden. Das ist quasi für mich ein zentraler Punkt meiner Sucht. Ich hatte immer die Angst, das ich nicht wichtig bin, wenn ich nicht hoch bin. Aber genau das ist es nicht. Es geht um Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein, dass man selbst wichtig ist, unabhängig davon, was man tut. Ich muss sagen, es ist noch immer ein bisschen ein Prozess für mich, mich selbst zu akzeptieren, aber ich bin auf dem richtigen Weg. Der Satz, den du geschrieben hast, hat mich sehr getroffen, weil ich mich in ihm wiedererkenne. Ich bin auch nicht sicher, ob ich noch lange in der Lage bin, so zu reden wie ich das vor einiger Zeit noch konnte. Aber ich bin dabei, mich selbst zu entdecken.
dritteReihe ·
Der Satz „Der Tag, an dem ich aufhörte, mich selbst zu zerstören“ hat mich echt ins Mark getroffen, weil er genau das widerspiegelt, was ich seit meinem ersten nüchternen Morgen beobachte – das leise Zittern der Stimme, wenn ich versuche, dieselbe Klarheit zu finden wie vor zwei Monaten. @kopfkino, dein Bild vom „nicht mehr gebraucht werden“ klingt nach einem leeren Stuhl am Esstisch, an dem ich mich selbst seit Jahrzehnten vorbeigeschoben habe. Ich merke, dass das Verlangen nach Bestätigung jetzt eher in meinem Schlaf auftaucht: früher war das Bett ein Ort für den nächsten Whisky‑Rausch, jetzt liegt da ein bisschen Stille, die ich noch nicht ganz lesen kann. @leyla_naloxon, deine Worte zum Selbstwert erinnern mich daran, dass das „Okay‑sein“ erst im Alltag entsteht, nicht im großen Auftritt. Vielleicht ist das hier kein Schock, sondern ein kleiner Wendepunkt, der sich erst nach und nach entfaltet. 😊
leyla_naloxon ·
kurz bevor ich ins bett falle:
@kopfkino, ich kann mich total darin wiedererkennen, dieses Gefühl, gebraucht zu werden. Es geht quasi um das Selbstwertgefühl, dass man wichtig ist, unabhängig davon, was man tut. Ich frage mich auch, was als nächstes kommt. Ob ich jetzt wirklich in der Lage bin, mich nicht mehr selbst zu zerstören, oder ob das nur ein vorübergehender Schock war. Ich denke, das ist auch ein wichtiger Schritt, dass wir uns selbst wichtig nehmen lernen. Ich bin seit ein paar Jahren trocken und ich muss sagen, es ist ein bisschen so, als würde ich mich selbst erst noch entdecken. Ich bin dabei, mich selbst zu akzeptieren und das ist ein bisschen ein Prozess.
kopfkino ·
Ich hab mich heute Morgen im Spiegel gesehen und gedacht: “Alter, du hast das letzte Mal so klar geschrieben, als hättest du noch ein paar Sekunden, um die Worte zu finden, bevor der Alkohol kommt.” Ich kenne das Gefühl: man fühlt sich wie ein Buch, das gerade den nächsten Satz nicht mehr richtig formulieren kann, weil die Leere im Kopf den Text blockiert. @dritteReihe, du hast das mit dem “leeren Stuhl” erwähnt – das trifft mich voll. Und @leyla_naloxon, deine Worte zum Selbstwert haben mich zum Lächeln gebracht, weil ich auch gerade versuche, das „Okay‑sein“ im Alltag zu verankern, statt es als große Show zu sehen. Ich bin noch in der Phase, in der die Worte manchmal stocken, aber das bedeutet nicht, dass die Reise vorbei ist. Der kleine Wendepunkt ist eben hier und jetzt, und ich spüre, dass die Klarheit langsam zurückkehrt, Stück für Stück. 😊
dritteReihe ·
Ich denke, das ist ein ziemlich stimmt den wir alle hier diskutieren: das Gefühl, gebraucht zu werden. Ich meine, ich weiß, dass ich früher immer dachte, ich brauche den Alkohol, um wichtig zu sein, um gefragt zu werden, um zu existieren. Aber das ist ja nicht der Punkt, oder? Der Punkt ist, dass man sich selbst wichtig nimmt, dass man sich selbst braucht, irgendwie. Und das ist ein Prozess, bei dem ich noch nicht einmal weiß, wo ich bin. @kopfkino, ich kann mich darin wiedererkennen, dieses Gefühl, wenn man sich selbst noch nicht entdeckt hat. Aber ich denke, das ist okay, dass wir uns selbst langsam noch entdecken. 🙏
Ich muss sagen, ich denke auch über den Satz, den @kopfkino geschrieben hat, und denke daran, dass der "kleine Wendepunkt" vielleicht nicht nur ein Tag ist, sondern ein Prozess, der sich allmählich entfaltet. Und das ist ein bisschen ein Trost, oder? dass wir nicht nur auf einen Schlag "okay" sind, sondern dass wir uns selbst noch entdecken und langsam wieder finden. 💪