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LSD‑Trip nach 246 Tagen clean – hat das meine Sicht verändert?
Also, ich hab mich jetzt seit 246 Tagen clean rumgetrieben, also so knapp 8 Monate, und dachte mir, warum nicht mal was Neues probieren, wenn ich schon mal in der Kantine rumhänge und die Stimmung hier eher „nein danke“ ist? Um ehrlich zu sein, ich war erstmal skeptisch – ja, ich bin ja kein 20‑Jähriger, der immer nur nach dem nächsten Rausch sucht, aber das Leben in Kreuzberg hat mich ja schon genug abgelenkt von den alten Mustern.
Gestern Abend hab ich mir dann doch einen kleinen LSD‑Strip besorgt, nur so als Experiment, weil der Chef heute die Lichter etwas gedimmt hat und die Küche fast wie ’ne kleine Bühne wirkt. Der Trip startete dann ungefähr nach 45 Minuten – die Farben an den Pfannen wurden plötzlich total knallig, und ich hab das Gefühl gehabt, jede Zwiebel hätte 'ne eigene Persönlichkeit. Die Gerüche von gebratenen Kartoffeln und frischem Brot waren plötzlich nicht mehr nur Essen, sondern irgendwie spirituell.
Die Farben waren so…
Ich hab mich dann ein bisschen gefragt, ob das hier vielleicht ein Hinweis ist, dass ich meine alten Gewohnheiten anders sehen kann, ohne wieder in die alte Spirale zu fallen. Ich hab versucht, die ganze Erfahrung zu “sacken” zu lassen, statt gleich wieder zu den üblichen Ablenkungen zu greifen. Aber dann kam das Telefon vom Chef, der meinte, die Pommes sind zu lange, und ich musste wieder in den realen Modus schalten.
Habt ihr schonmal so einen Trip gehabt, wenn ihr schon länger clean seid? Wie geht ihr mit den mentalen Bildern und dem Wunsch nach „Mehr“ um, ohne wieder zu alten Drogen zu greifen? Ich bin gespannt, ob jemand ne Idee hat, wie man das Ganze gut verarbeiten kann. ❤️
