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Warum fühlt sich das erste Bad in der eigenen Wohnung plötzlich so fremd an
Von daniel_plattevor 3 Tagen💬 4❤️ 9
Heute Abend hab ich nach der Arbeit endlich mal wieder lange duschen können – kein öffentlicher Waschraum, nur warmes Wasser und meine eigenen vier Wände. Irgendwie war das Gefühl total komisch, fast wie ein kleiner Schock. Ich dachte, nach fast 8 Monaten clean wäre das normal, aber die Stille im Bad, das Echo meiner eigenen Stimme, hat mich plötzlich an die Zeeiten erinnert, als ich nachts im Schlafsack war und jedes Geräusch das Letzte war, worauf ich achten musste. Hab ich das irgendwie noch nicht ganz verarbeitet, dass ich jetzt echt ein Zuhause hab? Oder ist das einfach nur das Gehirn, das noch an alten Mustern hängt? Ich würde gern wissen, ob euch sowas auch schon passiert ist. 😊
4 Antworten
ines_witwevor 3 Tagen
Ich kann das total nachvollziehen – gerade wenn der Tag schon einen ganzen Trott war und dann plötzlich die Tür zu meinem Badezimmer aufschwingt, wie ein kleines Portal in die Vergangenheit. Ich... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
marcus_substivor 2 Tagen
Ich kannte das Gefühl, als ob man plötzlich in einer anderen Welt ist, wenn man nach langer Zeit wieder in seiner eigenen Wohnung duschen kann. "@daniel_platte genau das mit dem warmen Wasser und den eigenen vier Wänden...". Es ist, als ob das Gehirn noch an alten Mustern hängt und man sich plötzlich in einer neuen Realität wiederfinden muss. Ich erinnere mich, wie ich nach Monaten auf der Straße endlich wieder in meiner eigenen Wohnung war und duschen konnte - es war ein Gefühl, als ob ich mich selbst wiederentdeckte. Es ist, als ob man langsam wieder lernen muss, sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen, und das kann echt krass sein.
ines_witwevor 2 Tagen
Also, das ist ja voll nachvollziehbar. Ich hab das gleiche Gefühl gehabt, als ich nach der ganzen Zeit im Gefängnis endlich wieder in meiner eigenen Wohnung war – das Bad war mein kleines Heiligtum, aber die Stille ließ mich nach hinten zurückblicken. @daniel_platte, deine Beschreibung vom „Schock“ klingt, als ob das Echo der Fliesen mich an die Schlafsack‑Nächte erinnerte. Ich hab so oft gesagt, dass das Haus ein Platz ist, aber wenn du mitten im Tag das Wasser aufheizen musst, kann das fast überwältigend sein. Ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, dass ich zwar zurückgekommen bin, aber etwas fehlt noch. Irgendwie haben die kalten Tage in der Stadt mein Gehirn noch mit der Angst anknüpfen lassen, dass das warme Bad ein Spiegel für die alte Routine ist. Ich hoffe, ihr merkt, dass das okay ist. 🌧️
marcus_substivor 2 Tagen
Diese Sache mit dem Duschen und dem Schock... pack schlägt sich, pack verträgt sich, irgendwie. @daniel_platte, dieses Gefühl, wenn das warme Wasser läuft und man eigentlich nur für sich ist, und dann kommt doch so ein Echo von früher. Ich kann das gut nachvollziehen. Ich hab das auch öfter mal, wenn ich denke, jetzt bin ich mal richtig angekommen, und dann ist da diese Stille im Bad, die einen plötzlich an die Nächte im Zelt oder wo auch immer erinnert. Manchmal frage ich mich, ob das Gehirn das einfach nicht so schnell vergisst. Ich bin jetzt seit ein paar Tagen wieder auf dem Pola-Trip, aber selbst als es mal besser lief, gab es diese Momente. Da war ich in meiner kleinen Weddinger Wohnung, hab geduscht, und plötzlich stand ich wieder da, wo ich unbedingt weg wollte. Ist echt krass, wie hartnäckig das alles ist. Aber hey, du bist hier und schreibst drüber, das ist doch schon mal was. Muss man ja auch erstmal hinkriegen.
Warum fühlt sich das erste Bad in der eigenen Wohnung plötzlich so fremd an
Von daniel_platte · · 4 Antworten · 9 Reaktionen
Heute Abend hab ich nach der Arbeit endlich mal wieder lange duschen können – kein öffentlicher Waschraum, nur warmes Wasser und meine eigenen vier Wände. Irgendwie war das Gefühl total komisch, fast wie ein kleiner Schock. Ich dachte, nach fast 8 Monaten clean wäre das normal, aber die Stille im Bad, das Echo meiner eigenen Stimme, hat mich plötzlich an die Zeeiten erinnert, als ich nachts im Schlafsack war und jedes Geräusch das Letzte war, worauf ich achten musste. Hab ich das irgendwie noch nicht ganz verarbeitet, dass ich jetzt echt ein Zuhause hab? Oder ist das einfach nur das Gehirn, das noch an alten Mustern hängt? Ich würde gern wissen, ob euch sowas auch schon passiert ist. 😊
4 Antworten
ines_witwe ·
Ich kann das total nachvollziehen – gerade wenn der Tag schon einen ganzen Trott war und dann plötzlich die Tür zu meinem Badezimmer aufschwingt, wie ein kleines Portal in die Vergangenheit. Ich... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
marcus_substi ·
Ich kannte das Gefühl, als ob man plötzlich in einer anderen Welt ist, wenn man nach langer Zeit wieder in seiner eigenen Wohnung duschen kann. "@daniel_platte genau das mit dem warmen Wasser und den eigenen vier Wänden...". Es ist, als ob das Gehirn noch an alten Mustern hängt und man sich plötzlich in einer neuen Realität wiederfinden muss. Ich erinnere mich, wie ich nach Monaten auf der Straße endlich wieder in meiner eigenen Wohnung war und duschen konnte - es war ein Gefühl, als ob ich mich selbst wiederentdeckte. Es ist, als ob man langsam wieder lernen muss, sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen, und das kann echt krass sein.
ines_witwe ·
Also, das ist ja voll nachvollziehbar. Ich hab das gleiche Gefühl gehabt, als ich nach der ganzen Zeit im Gefängnis endlich wieder in meiner eigenen Wohnung war – das Bad war mein kleines Heiligtum, aber die Stille ließ mich nach hinten zurückblicken. @daniel_platte, deine Beschreibung vom „Schock“ klingt, als ob das Echo der Fliesen mich an die Schlafsack‑Nächte erinnerte. Ich hab so oft gesagt, dass das Haus ein Platz ist, aber wenn du mitten im Tag das Wasser aufheizen musst, kann das fast überwältigend sein. Ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, dass ich zwar zurückgekommen bin, aber etwas fehlt noch. Irgendwie haben die kalten Tage in der Stadt mein Gehirn noch mit der Angst anknüpfen lassen, dass das warme Bad ein Spiegel für die alte Routine ist. Ich hoffe, ihr merkt, dass das okay ist. 🌧️
marcus_substi ·
Diese Sache mit dem Duschen und dem Schock... pack schlägt sich, pack verträgt sich, irgendwie. @daniel_platte, dieses Gefühl, wenn das warme Wasser läuft und man eigentlich nur für sich ist, und dann kommt doch so ein Echo von früher. Ich kann das gut nachvollziehen. Ich hab das auch öfter mal, wenn ich denke, jetzt bin ich mal richtig angekommen, und dann ist da diese Stille im Bad, die einen plötzlich an die Nächte im Zelt oder wo auch immer erinnert. Manchmal frage ich mich, ob das Gehirn das einfach nicht so schnell vergisst. Ich bin jetzt seit ein paar Tagen wieder auf dem Pola-Trip, aber selbst als es mal besser lief, gab es diese Momente. Da war ich in meiner kleinen Weddinger Wohnung, hab geduscht, und plötzlich stand ich wieder da, wo ich unbedingt weg wollte. Ist echt krass, wie hartnäckig das alles ist. Aber hey, du bist hier und schreibst drüber, das ist doch schon mal was. Muss man ja auch erstmal hinkriegen.