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Psilo‑Trip nach 241 Tagen clean – war das ein Fehltritt oder ein neuer Weg
Ich häng hier in der Kantine, das Licht ist schon leicht gedimmt und die Schicht geht langsam zu Ende. Seit 241 Tagen bin ich clean, und das fühlt sich manchmal an wie ein Marathon, bei dem ich ständig die Startlinie suche. Letzte Woche hat mir ein Kollege aus der Nachbarschaftsküche von einem Pilz‑Trip erzählt – so ein kleines, witziges Experiment, das angeblich die Perspektive shiftet. Ich war erstmal skeptisch, weil ich ja schon so lange ohne Koks und Alkohol lebe, aber gleichzeitig war da dieser Gedanke: Vielleicht kann das ja helfen, den inneren Kritiker zu beruhigen, der immer wieder fragt, ob ich genug stark bin.
Also hab ich mir ein bisschen “Magi‑Shroom” besorgt, nciht viel, nur ein Stück, und hab’s an einem Freitagabend ausprobiert, als die Küche fast leer war. Anfangs war ich voll im Chill‑Modus, dachte mir, das ist ja nur ein bisschen „Wolkenkram“. Dann kam das Gefühl, dass die Geräusche der Kühlschränke plötzlich eine eigene Melodie hatten, und ich sah das ganze Restaurant als ein riesiges, pulsierendes Lebewesen. Ein kurzer Moment war ich total tief im Hier‑und‑Jetzt, und das hat mich irgendwie beruhigt, weil ich sonst so oft über die Zukunft nachgrüble.
Aber dann kam das Aufwachen, und ich fragte mich, ob... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.
