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Fri… und plötzlich riecht alles nach Korn
Von nicht_alleinevor 5 Std.💬 7❤️ 1
Freitag, das Kennzeichen von Spaß – aber auch von einem hinterhältigen Hauch. Heute Morgen ging ich mit Buster auf den Deich, der Wind hat die Haare völlig in ein wildes Knacken gebrochen. Ich hab mein Handy gemaccht, weil ich ein paar E-Mails checken wollte, und plötzlich hat ein Foto von mir im alten Fischerhaus aufgerauscht. Da stand ich, mit der Augenbraue hoch, und ein kleines Lächeln, als hätte ich gerade einen alten Kumpel im Hafen getroffen.
Der Kaffee war noch nicht voll, die Gedanken geheime. Der alte Braitmann, der immer einen Scherz muss, hat nie den Ton abgesetzt. Ich hab das Bild geschickt, weil ich dachte, "Ehrlich, wer will nicht wissen, wie lange das Ding jetzt schon aufhält, was es noch mal kann?"
Dann kam die Nachricht von jemandem, der sagt: „Nicht ganz "nur" ein Foto – das erinnert mich an den alten Rum, den wir im Schuppen versteckten.“ Da kam mein Herz einen Schlag. Die Schuppenzeit war… ein bisschen zu viel, oder?
Also frage ich euch: Habt ihr das gleiche Gefühl, wenn ein Bild oder ein Geruch euch zurück in die Zeiten bringen, in denen ihr das Glas nicht zur Hand nehmen konntet? Oder ist das nur ich, der noch immer Schuppenkälte im Bauch hat?
Ich habe nun 10 Monate trocken, aber die Erinnerung an das kleine Fläschchen im Keller hat es immer noch. Ich will nicht, dass mein Hund Buster den Deich passiert, ohne den Staub der alten Zeiten noch einmal abzuwerfen. 🙏
7 Antworten
jonasfreundvor 4 Std.
Das mit dem "kleinen Fläschchen im Keller"… ja, das kenne ich. Nicht direkt Keller, aber so ein alter Schrank bei meinen Eltern. Auch wenn ich jetzt den Kontakt abgebrochen hab, diese Bilder tauchen halt immer wieder auf. Hab letztens auch so ein altes Foto gefunden, da war er noch so ganz anders. Echt krass, wie das nachhängt, oder?
eberhard_oxyvor 3 Std.
@nicht_alleine, das mit dem kleinen Fläschchen im Keller – das hat mich echt getroffen. Auch wenn ich seit einer Woche clean bin, schleicht sich manchmal das Bild vom alten Schrank in meine Gedanken, besonders wenn ich im Keller nach Werkzeug suche. Ich nehm dann nur ’nen kurzen Blick drauf und merk, wie schnell das Verlangen zurückkommen kann, obwohl ich weiß, dass die Pumpe nicht das eigentliche Problem war. Vielleicht hilft es, solche Erinnerungen bewusst zu benennen, statt sie zu verdrängen. 🙏
(noch ein bisschen Licht heute, vielleicht nutzt du das für ’nen Spaziergang, damit du nicht zu sehr im Keller hängst.)
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
ines_witwevor 2 Std.
Ich hab den letzten Post nicht mitlesen können, aber das „kleine Fläschchen im Keller“ hat mich sofort an die Ablagen neben dem alten Heizungsrohr in meinem Zimmer erinnert, wo mein Vater immer etwas versteckte, nur damit er es später wüsste, das er es überhaupt eingenommen hatte. Jede Woche, wenn ich das Blatt umblättere, spür ich ein bisschen das gleiche Gefühl, als würdest du ein verbotenes Buch öffnen und dann wieder husten. Und das bleibt nicht wegen des täglichen Trocken-Seins, sondern kommt einfach, wenn man die Tür ins Schloss hält. Ich hab gelernt, die Erinnerung zu akzeptieren, kein Geheimnis mehr zu verstecken. Das hilft mir, nicht in die gleiche Schleife zurückzufallen, wenn die Sonne jetzt kommt und der Grill raucht.
michael_subfreivor 1 Std.
@nicht_alleine, das mit dem kleinen Fläschchen im Keller kenne ich voll. Ich hab das gleiche für ein altes Schweißfläschchen in der Werkstatt. Jeder Spiegel, jedes Foto, das ein bisschen aussieht wie dein Deich‑moment, schleudert das Bild sofort zurück. Ich hab erst angefangen, die Räume zu nummerieren, damit nichts mehr "vor dem Auge" liegt. Und ein kurzer Spaziergang an den Kanten der Stadt hilft, die Erinnerung in einen Kontext zu setzen, statt sie einfach zu spüren. Wie viel Zeit brauchst du, bis das Bild weniger holprig wirkt?
nicht_alleinevor 35 Min.
@nicht_alleine und @jonasfreund, plötzlich ein Foto und der Duft von Korn – das ist wie ein Zeitknoten. Ich hab auch einen Schrank, den ich seit 10 Monaten leer gelassen hab, und jedes Mal wenn ich den Türgriff berühre, kommt die Erinnerung an das kleine Fläschchen wie ein Stützklammer. @eberhard_oxy, dein Tipp mit bewusstem Benennen klingt gut, aber ich hab das oft im Kopf verbarrikadiert, bevor ich überhaupt an das Bild denke. Die Erinnerung rutscht in meine Gedanken, wenn ich auf dem Deich mit Buster stehe, die Sonne glitzert – ich denke an das alte Glas, an den Duft von Korn im Hafenwind. Ich hab mein Handy jetzt ausgeschaltet, nehme nur den Weg zu den Altteilen. Vielleicht hilft’s, die Erinnerung in einer Tasse Kaffee zu stopfen, und dann wieder zu gehen. 😊
eberhard_oxyvor 25 Min.
Das mit dem „kleinen Fläschchen im Keller“ hat mich echt getroffen – das Bild bleibt einfach hängen, selbst wenn ich seit ein paar Tagen clean bin. Wie @jonasfreund schon sagte, taucht das Bild immer wieder auf, egal ob Schrank oder Keller, und plötzlich sitzt man wieder im Kopf an deisem Moment. Ich merke, dass das Bewusstsein dafür hilft, aber oft wird’s von einem Spaziergang oder ’nem starken Kaffee überlagert. Vielleicht sollten wir uns öfter bewusst machen, dass das Fläschchen nur ein Symbol ist, nicht die Realität. 😊
michael_subfreivor 17 Min.
@ines_witwe, deine Story passt voll in die Bude. Ich hab das auch nach vier Jahren Clean gesehen, wenn ich in den Keller gehe, fühl ich noch das gleiche „Kopfnicken“ und gleich die alte Routine. Manchmal is’s nur ein kurzer Blick und die Erinnerung zieht. Ich hab versucht, den Keller gerade zu verschließen, aber die Tür bleibt immer offen, als wäre es ein offenes Buch. Vielleicht hilft’s, die Tür ein bisschen zu blockieren und den Raum „offen“ zu halten, damit der Fläschchen-Trigger nicht so knapp wirkt. 💪
Fri… und plötzlich riecht alles nach Korn
Von nicht_alleine · · 7 Antworten · 1 Reaktionen
Freitag, das Kennzeichen von Spaß – aber auch von einem hinterhältigen Hauch. Heute Morgen ging ich mit Buster auf den Deich, der Wind hat die Haare völlig in ein wildes Knacken gebrochen. Ich hab mein Handy gemaccht, weil ich ein paar E-Mails checken wollte, und plötzlich hat ein Foto von mir im alten Fischerhaus aufgerauscht. Da stand ich, mit der Augenbraue hoch, und ein kleines Lächeln, als hätte ich gerade einen alten Kumpel im Hafen getroffen.
Der Kaffee war noch nicht voll, die Gedanken geheime. Der alte Braitmann, der immer einen Scherz muss, hat nie den Ton abgesetzt. Ich hab das Bild geschickt, weil ich dachte, "Ehrlich, wer will nicht wissen, wie lange das Ding jetzt schon aufhält, was es noch mal kann?"
Dann kam die Nachricht von jemandem, der sagt: „Nicht ganz "nur" ein Foto – das erinnert mich an den alten Rum, den wir im Schuppen versteckten.“ Da kam mein Herz einen Schlag. Die Schuppenzeit war… ein bisschen zu viel, oder?
Also frage ich euch: Habt ihr das gleiche Gefühl, wenn ein Bild oder ein Geruch euch zurück in die Zeiten bringen, in denen ihr das Glas nicht zur Hand nehmen konntet? Oder ist das nur ich, der noch immer Schuppenkälte im Bauch hat?
Ich habe nun 10 Monate trocken, aber die Erinnerung an das kleine Fläschchen im Keller hat es immer noch. Ich will nicht, dass mein Hund Buster den Deich passiert, ohne den Staub der alten Zeiten noch einmal abzuwerfen. 🙏
7 Antworten
jonasfreund ·
Das mit dem "kleinen Fläschchen im Keller"… ja, das kenne ich. Nicht direkt Keller, aber so ein alter Schrank bei meinen Eltern. Auch wenn ich jetzt den Kontakt abgebrochen hab, diese Bilder tauchen halt immer wieder auf. Hab letztens auch so ein altes Foto gefunden, da war er noch so ganz anders. Echt krass, wie das nachhängt, oder?
eberhard_oxy ·
@nicht_alleine, das mit dem kleinen Fläschchen im Keller – das hat mich echt getroffen. Auch wenn ich seit einer Woche clean bin, schleicht sich manchmal das Bild vom alten Schrank in meine Gedanken, besonders wenn ich im Keller nach Werkzeug suche. Ich nehm dann nur ’nen kurzen Blick drauf und merk, wie schnell das Verlangen zurückkommen kann, obwohl ich weiß, dass die Pumpe nicht das eigentliche Problem war. Vielleicht hilft es, solche Erinnerungen bewusst zu benennen, statt sie zu verdrängen. 🙏
(noch ein bisschen Licht heute, vielleicht nutzt du das für ’nen Spaziergang, damit du nicht zu sehr im Keller hängst.)
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
ines_witwe ·
Ich hab den letzten Post nicht mitlesen können, aber das „kleine Fläschchen im Keller“ hat mich sofort an die Ablagen neben dem alten Heizungsrohr in meinem Zimmer erinnert, wo mein Vater immer etwas versteckte, nur damit er es später wüsste, das er es überhaupt eingenommen hatte. Jede Woche, wenn ich das Blatt umblättere, spür ich ein bisschen das gleiche Gefühl, als würdest du ein verbotenes Buch öffnen und dann wieder husten. Und das bleibt nicht wegen des täglichen Trocken-Seins, sondern kommt einfach, wenn man die Tür ins Schloss hält. Ich hab gelernt, die Erinnerung zu akzeptieren, kein Geheimnis mehr zu verstecken. Das hilft mir, nicht in die gleiche Schleife zurückzufallen, wenn die Sonne jetzt kommt und der Grill raucht.
michael_subfrei ·
@nicht_alleine, das mit dem kleinen Fläschchen im Keller kenne ich voll. Ich hab das gleiche für ein altes Schweißfläschchen in der Werkstatt. Jeder Spiegel, jedes Foto, das ein bisschen aussieht wie dein Deich‑moment, schleudert das Bild sofort zurück. Ich hab erst angefangen, die Räume zu nummerieren, damit nichts mehr "vor dem Auge" liegt. Und ein kurzer Spaziergang an den Kanten der Stadt hilft, die Erinnerung in einen Kontext zu setzen, statt sie einfach zu spüren. Wie viel Zeit brauchst du, bis das Bild weniger holprig wirkt?
nicht_alleine ·
@nicht_alleine und @jonasfreund, plötzlich ein Foto und der Duft von Korn – das ist wie ein Zeitknoten. Ich hab auch einen Schrank, den ich seit 10 Monaten leer gelassen hab, und jedes Mal wenn ich den Türgriff berühre, kommt die Erinnerung an das kleine Fläschchen wie ein Stützklammer. @eberhard_oxy, dein Tipp mit bewusstem Benennen klingt gut, aber ich hab das oft im Kopf verbarrikadiert, bevor ich überhaupt an das Bild denke. Die Erinnerung rutscht in meine Gedanken, wenn ich auf dem Deich mit Buster stehe, die Sonne glitzert – ich denke an das alte Glas, an den Duft von Korn im Hafenwind. Ich hab mein Handy jetzt ausgeschaltet, nehme nur den Weg zu den Altteilen. Vielleicht hilft’s, die Erinnerung in einer Tasse Kaffee zu stopfen, und dann wieder zu gehen. 😊
eberhard_oxy ·
Das mit dem „kleinen Fläschchen im Keller“ hat mich echt getroffen – das Bild bleibt einfach hängen, selbst wenn ich seit ein paar Tagen clean bin. Wie @jonasfreund schon sagte, taucht das Bild immer wieder auf, egal ob Schrank oder Keller, und plötzlich sitzt man wieder im Kopf an deisem Moment. Ich merke, dass das Bewusstsein dafür hilft, aber oft wird’s von einem Spaziergang oder ’nem starken Kaffee überlagert. Vielleicht sollten wir uns öfter bewusst machen, dass das Fläschchen nur ein Symbol ist, nicht die Realität. 😊
michael_subfrei ·
@ines_witwe, deine Story passt voll in die Bude. Ich hab das auch nach vier Jahren Clean gesehen, wenn ich in den Keller gehe, fühl ich noch das gleiche „Kopfnicken“ und gleich die alte Routine. Manchmal is’s nur ein kurzer Blick und die Erinnerung zieht. Ich hab versucht, den Keller gerade zu verschließen, aber die Tür bleibt immer offen, als wäre es ein offenes Buch. Vielleicht hilft’s, die Tür ein bisschen zu blockieren und den Raum „offen“ zu halten, damit der Fläschchen-Trigger nicht so knapp wirkt. 💪