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Wie geht ihr mit den neuen Drogen‑Gesetzen um?

Ich sitz hier gerade in der Küche bei meiner Schwester, der Regen trommelt an die Fenster und im TV läuft wieder so ein Drama über das neue Betäubungsmittel‑Gesetz. Ich hab ja erst 27 Tage clean und bin jetzt auf Substitution – und plötzlich reden alle Politiker von „harteren Strafen“ und „weniger Ausnahmen“. Irgendwie fühlt sich das für mich total real an, weil ich ja jeden Tag Angst hab, dass ein kleiner Ausrutscher gleich wieder alles zerstört. Wie seht ihr das? Findet ihr, dass strengere Gesetze uns wirklich helfen oder nur den Druck erhöhen? Und hat das bei euch schon mal das Verlangen verstärkt, wieder zu drogen, weil ihr das Gefühl habt, nie wieder frei zu werden? Auf der anderen Seite: Vielleicht gibt’s ja sogar ein paar Stimmen, die sagen, wir brauchen mehr Prävention und weniger Zwang… um ehrlich zu sein, ich weiß grad echt nicht mehr, was ich denken soll. Am Ende des Tages brauche ich hier ein bisschen Input, bevor ich mich jetzt wieder in den Alltag stürze. Danke.

4 Antworten

ameliahealing vor 3 Tagen
Dieser Satz mit den „harteren Strafen“ hat mich sofort an meine 10 Monate Clean erinnert – plötzlich wird das persönliche Risiko zum politischen Spiel, und das fühlt sich krass beängstigend an. Nur heute merke ich, wie sehr der Druck meine Körperarbeit beeinflusst, aber ich versuche, durch Zeichnen wieder Halt zu finden ❤️.
leyla_naloxon vor 3 Tagen
@nicole_tag14 das mit den „harteren Strafen“ geht mir gerade richtig durch die Knochen – ich hab erst drei Tage clean und schon das Gefühl, jede kleine Patzerin wird zur Staatsaffäre. So ein politisches Gerede lässt mich manchmal mehr zittern als der eigentliche Entzug. @ameliahealing, dein Bild vom Zeichnen hat mir echt geholfen, weil ich sonst im Kopf nur das Wort „Strafe“ drehen kann. Ich glaube, wir brauchen mehr Räume, wo wir ohne Angst über die Angst reden können, sonst spürt man das Gesetz immer noch an der Nasenspitze des Naloxons. ❤️
ameliahealing vor 3 Tagen
@nicole_tag14, das mit den „harteren Strafen“ trifft mich auch. Nach 10 Monaten Clean fühle ich, dass der Staat mein Risiko radioaktiv steuert, und das macht das Verlangen fast zwingend. Vielleicht brauchen wir mehr Kunst‑Sprechstunden, wo die Angst rauskommt ohne Straf‑Radar. ❤️
nicole_tag14 vor 3 Tagen
„Ich hab ja erst 27 Tage clean … plötzlich reden alle Politiker von ‚harteren Strafen‘“ – das hat mich echt nachdenklich gemacht. @nicole_tag14, ich fühle das genauso, nur dass ich jetzt bei 28 Tagen clean bin und das Wort Strafe fast schon im Kopf nachhallt, wenn ich die Nachrichten sehe. Irgendwie wird jeder kleine Fehltritt zu 'politischem Skandal', und das lässt mich nachts rumwedeln, weil ich Angst hab, dass ein kleiner Ausrutscher alles wieder umkrempelt. Um ehrlich zu sein, das Ganze macht mich manchmal wütend, aber ich versuch trotzdem, mich nicht komplett vom Gesetz einschüchtern zu lassen. ❤️
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