Öffentlich lesbarer Thread
Warum die neue Drogenpolitik mich an alte Hafenabende erinnert
Moin Leute, nicht_alleine hier. Ich hab gerade im Radio gehört, dass die Bundesregierung jetzt mal wieder über strengere Kontrollen für „synthetische Stimulanzien“ reden will. Klingt nach viel Papierkram, aber ich sitz hier mit Buster am Deich und frag mich, ob das wirklich was ändert.
Früher, wenn wir am Hafen nach Schicht Schluss machten, gab’s immer 'ne Kiste Korn im Hinterzimmer, und der Geruch war fast so präsent wie das Kreischen der Kränen. Das war unser kleiner Trost, unser Ventil. Seit etwa 10 Monaten habe ich das nicht mehr, und das Leben hat sich trotzdem irgendwie weitergedreht – dank meiner neuen Partnerin, die mir zeigt, dass man auch ohne Alkohol noch ein bisschen Spaß haben kann.
Jetzt will die Politik doch plötzlich die "neuen Drogen" jagen, die ja kaum jemand von uns kennt. Ich seh das mit einem leichten Schmunzeln, weil ich denke: Früher war das Problem ja eher das Korn, das wir nach Feierabend aus dem Fass gekippt haben. Heute reden wir von Chemie. und die im Labor entsteht. und dann in die Clubs fliegt.
Aber ehrlich gesagt, fragen mich manche Dinge: Was bleibt von unseren alten Versuchen, das Leben zu ertragen, wenn die Gesetze ständig neu geschrieben werden? Und was hilft einem alten Hafenarbeiter, der seit fast einem Jahr trocken ist, wenn plötzlich neue Verbote kommen, die er nie gekannt hat?
Vielleicht ist das ja nur mein alter Salzwind, der mir wieder ein bisschen Kopfzerbrechen macht. Wer von euch hat das Gefühl, dass die Politik da öfter was sagt, das wir im Alltag kaum spüren? Ich bin gespannt auf eure Meinungen – und ja, ich trink keinen Korn mehr, aber das heißt nicht, dass ich die Diskussion nicht mitverfolge. 🙏
