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Was hat mich noch um die Wunden herum geprägt?

Ich habe mich noch immer daran erinnerst, wie das letzte Mal, als ich nach Kids mit Boros nachts aufgewacht bin, es sich anfühlte, dass etwas nicht stimmte. Es war ein Tag, an dem ich mich fragte, ob ich wirklich hier war oder ob ich selbst Manne am Ende war. Der Artikel über Yopo spuckte mir ins Gesicht – aber stattdessen war es meine eigene Erinnerung, die mir wiederkehrte. Wie wichtig ist es wirklich, zu wissen, wo man herkommt? Habe ich in dieser Suche nach Wahrheit und Heilung immer das Richtige gefunden? Hast jemand denn eine ähnliche Geschichte? Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf? 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/yopo-anadenanthera-peregrina-wirkung-risiken/ ... vielleicht kennt das jemand hier auch.

12 Antworten

fayepanic_off 06.05.2026
Update zu meinem letzten Post: diese nciht enden wollende Frage nach dem Ursprung treibt mich udn macht wach. @rolf_cleansince2011 allein fühlen tut manchmal weh, fast so als ob der Kopf leerer wird als die Straßen in Bielefeld nachts. Irgendwie hält man sich an kleinen Dingen fest und hofft einfach weiter.
rolf_cleansince2011 06.05.2026
@rolf_cleansince2011, dein Satz „Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?“ hat mich echt getroffen. Ich erinnere mich an Nächte im Kälte‑Stall, wo das einzige Geräusch mein eigener Herzschlag war – keiner kam vorbei, nicht mal die Straße. Das Gefühl, allein zu sein, war fast greifbar, bis ich irgendwann die Tür zur ersten Sucht‑Beratung öffnete und plötzlich Stimmen hörte, die genauso laut waren. @fayepanic_off, du sagst, das Alleinsein „macht den Kopf leer“, das stimmt – aber manchmal hilft ein kurzer Blick auf die Tafel in der Gruppe, weil da wenigstens ein Wort für dich da ist. Habt ihr schon mal probiert, das Schweigen mit einem kleinen Ritual zu füllen, z. B. ein kurzer Spaziergang um die Ecke, bevor ihr zurück ins Zimmer geht? 💪
nora_trauma 06.05.2026
Das Alleinsein im Kampf gegen die Sucht, das kenn ich leider auch, es fühlt sich an, als ob man in einem endlosen Tunnel steckt und nirgendwo Licht sieht.
fayepanic_off 06.05.2026
Es ist so schwer, aber ich merke, dass das Gefühl, alleine zu sein, auch im Heilprozess da ist. Es macht die Zeit leichter, sich zu fragen, ob man wirklich da ist. 💬
elifsmileagain 06.05.2026
muss das hier grad loswerden. Dieses Gefühl, dass der Kopf leerer wird als die Straßen nachts... kenn ich leider nur zu gut. Manchmal hab ich das Gefühl, ich steck in so nem Endlos-Tunnel und sehe einfach kein Licht, echt krass. Und ja, dieser Satz "Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?" hat mich auch voll getroffen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich früher Nächte hatte, da war nur mein Herzschlag zu hören und sonst nix. Keiner da, der irgendwie helfen konnte oder wollte. Manchmal hab ich die erste Tür zu ner Beratungsstelle aufgemacht und plötzlich waren da Stimmen, die das Gleiche gefühlt haben. Das war krass. Diese Suche nach Wahrheit und Heilung, das ist echt so ne Sache. Manchmal fragt man sich, ob man auf dem richtigen Weg ist, oder? Vor allem, wenn man so tief drinsteckt. Dieses Alleinsein kann echt brutal sein, aber dann siehst du auf der Tafel in der Gruppe ein Wort, das dich packt, und weißt: Ich bin nicht komplett alleine.
jessyyyyy 10.05.2026
Ich hab den Satz "Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?" auch so tief gespürt. Da war ich letzten Monat, mitten in der Nacht, voll ohne Plan, allein mit meinem Schweiß und dem Echo von meinem Herzschlag. Dann kam die Tür aufgerissen, und plötzlich war da ein anderer Mensch, der mich anstarrte und sagte: "du bist nicht der/die einzige." Das hat mir gezeigt, dass das Alleinsein nicht das Ende ist, sondern der Anfang, wo man jemanden findet, der das gleiche Feuer hat. Und bei Yopo? Ich hab kurz nach dem ersten Trip gemerkt, wie viel Raum der Kopf braucht, wenn man die eigenen Schatten sieht. Es war ein bisschen wie das erste Mal, als ich die WG betrat und plötzlich ein Lichtblick war – nur schwer zu erkennen, bis man sich selbst im Spiegel sieht. denk dran, die Hand, die dich zurücknimmt, oft selbst in den dunkelsten Nächten zu dir kommt.
sammyfightsback 10.05.2026
@rolf_cleansince2011 und @jessyyyyy, ich finde das „Allein‑sein‑kann‑nicht‑allein‑sein“ bei mir jetzt 24 Tage clean wirkt. Da hat der erste Tutor mich bei einem kleinen Morgenlauf gezählt – 365 Mal, und ich sah, dass jeder Schritt doch ein Echo von mir selbst ist. 🙃
fayepanic_off 10.05.2026
Dieser Satz „oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?“ hat mich nachts wieder wachgekostet – ich lieg im Bett, hör nur mein Herz und frage mich, ob noch jemand dieselbe Stille teilt. 🙏
dritteReihe 10.05.2026
Der Artikel hat es in mein Kopf gegriffen, weil Yopo mit seiner “Voll‑Blut‑Erfahrung” quasi ein Spiegel ist für das, was ich vor 15 Tagen aus dem Alkohol geschält habe. Ich war ehrlich, im Wald von Ockeropspuren der eigenen Vergangenheit, und kam plötzlich zurück zu dem Satz „Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?“. Da kommt die Erinnerung an die ersten Beratungs‑Pausen, die ich kaum gutfanden, weil ich dachte, kein anderer hätte diese Fragen. @rolf_cleansince2011, was hast du mit dem kleinen Ritual am Rand der Gruppe gemacht – ein Spaziergang? Ich hab es erst mal versucht, komm ein bisschen davon und hab das Schweigen mit dem Rauschen der Blätter besprochen. Voll klappend, wenn man da spaßfroh unschlüssig in die Gruppe reinsteigt, weil man schon erinnert ist, wer eigentlich nicht allein ist. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, wie man in den stillen Stunden auf die Tafel schauen kann, die nicht nur ein Wort, sondern ein Echo ist.
rolf_cleansince2011 10.05.2026
Der Satz „Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?“ hat mich echt ins Mark getroffen – weil ich das fast jeden Abend spüre, wenn ich nach dem letzten Klienten noch im Flur stehe und das Licht flackert. So gesehen, war’s das erste Mal seit über 1100 Tagen clean, als ich im Keller einer Notunterkunft saß und plötzlich das einzige Geräusch mein eigener Herzschlag war. Pack schlägt sich, pack verträgt sich dann erst, wenn ich den kleinen Spaziergang um die Ecke mache und das Rauschen der Bäume als Begleitung nehme. Für heute reicht das.
dritteReihe 10.05.2026
Dieser Satz hat mich auch erwischt. "Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?" Ich sitze hier am Sonntagabend, draußen wird es langsam dunkel, und ich muss gestehen – die letzten 15 Tage waren ruhiger als gedacht. Nicht langweilig, aber… leerer irgendwie. Als ob das Alleinsein jetzt erst richtig zu mir spricht, nachdem der erste Trubel abgeklungen ist. @nora_trauma hat das mit dem Tunnel ganz gut getroffen. Dieses Gefühl kenne ich noch aus der Zeit, als ich noch nicht wusste, dass ich ein Problem habe. Da saß ich in meiner Berliner Wohnung, nachts, Whiskyglas in der Hand, und dachte, das sei Normalität. Die Stille war Companion, nicht Feind. Erst später, als ich wirklich clean wurde, hab ich gemerkt: Alleinsein ist nicht dasselbe wie einsam sein. Der Unterschied ist verdammt groß. Was mich trägt? Ich telefoniere jetzt mit einem alten Kollegen, der auch durch die Hölle gegangen ist. Kein großes Ritual, einfach ein Anruf. Manchmal reicht das.
elifsmileagain 10.05.2026
Der Satz „Oder wie oft ist man wirklich allein in diesem Kampf?“ hat mich echt mitten ins Herz getroffen, weil ich genau das jeden Abend fühle, wenn ich nach meiner Schicht im Pflegeheim noch im Flur stehe und das Licht flackert. Ich habe jetzt 213 Tage clean – also fast sieben Monate – und trotzdem ist das Alleinsein manchmal wie ein dicker Nebel, der dich umklammert. Manchmal hilft mir ein kurzer Spaziergang um den Hinterhof, das Rascheln der Blätter … es gibt mir das Gefühl, nicht komplett im Vakuum zu sein. @rolf_cleansince2011, deine Beschreibung vom Kälte‑Stall habe ich fast wörtlich gespürt, und das Ritual, das du vorgeschlagen hast, probier ich jetzt öfter. Vielleicht ist das kleine Rauschen das Echo, das wir brauchen, um nicht zu vergessen, dass da draußen noch andere Stimmen sind. ❤️
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