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Könnt ihr den Unterschied spüren wenn euer Kopf sich an die alte Schiene dranhangt
Von yvonne_koks_allein12.05.2026💬 10❤️ 9
Also, heute Abend. 22 Uhr, bin ich fertig mit dem ganzen Zeug was mein Tag so war. Laptop zu, Handy ans Ohr. Naja. Hab mich hingelegt und dachte, okey, chillen, aber dann wird halt wieder eins und zwar und ich mein nicht mal das was ich direkt sagen dürfte, sondern das Zeug was noch ein bisschen dahinter liegt. Irgendwie das Gefühl sich zu fühlen als wär man nackt und trotzdem nicht wirklich da. Sag ich mal, das war früher bei mir meine Abflachung. Nicht immer der gleiche Weg, aber immer dieser Impuls. Jetzt ist das Zeug weg und der Impuls bleibt und dann steh ich da um 1 Uhr auf der Terrasse und hab keine Ahnung was ich eigentlich will. Was ich will ist halt nicht Lust. Es ist das Versprechen dass gleich etwas kommt. Und das kommt nie.
Ich sag euch das nicht weil ich nochmal ausrutsche will oder so. Sag ich mal, ich hab das hier erst abgebaut und will nicht rüberziehen. Aber irgendwie weiß ich nicht ob ich's von dem Sextrieb trennen kann oder ob das einfach alles ein und dasselbe ist. Ihr kennt das? Die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ich glaub ich seh erst jetzt wirklich wie sehr ich von dem ein paar Jahre abhängig war und dass das jetzt auch die ganze Stille da oben aufmacht. Ich bin einfach noch nicht sicher ob ich bereit bin da genau hinzuschauen.
10 Antworten
sven_benzo_taper12.05.2026
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, kenn ich total. Dieses Gefühl, nackt und trotzdem nicht wirklich da zu sein, wie du es beschreibst. Mir ging das nach dem Taper von den Benzos ganz genauso. Früher hat der Drang nach der nächsten Dosis die Lücke gefüllt. Jetzt, wo die weg sind, ist da halt erstmal... nichts. Und das ist echt beängstigend. Ich hab das dann auch oft mit irgendwelchem Zeug versucht zu überbrücken, sei es stundenlanges Scrollen oder auch mal ein Bier, was ja eh nicht so das Ding ist. Aber das ist halt nur oberflächlich. Es ist echt schwer, sich dem zu stellen, dieser Stille.
marcus_substi12.05.2026
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, das hat mich auch getroffen. Dieses Gefühl, dass da eine Lücke ist, die sich irgendwie füllen muss, weil es sonst unangenehm wird. War bei mir ähnlich, als ich angefangen hab, das Polamidon stabiler zu nehmen und der reine Heroin-Drang weniger wurde. Plötzlich war da halt auch diese... Stille. Dieses "Nackt und trotzdem nicht wirklich da sein", wie @yvonne_koks_allein schreibt. Ich hab das dann auch irgendwie gefüllt, aber nicht mit Pornos oder so, sondern eher mit so'nem ewigen Rumscrollen auf dem Handy, oder ich hab angefangen, stundenlang irgendwelche Dokumentationen zu gucken, Hauptsache, der Kopf ist beschäftigt. Es ist halt ein Versprechen, das nie gehalten wird, oder? Dieses Gefühl, dass gleich irgendwas passiert, nur weil man sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen will. Aber diese Stille, die muss wohl irgendwann mal ausgehalten werden, sonst kommt man da echt nicht weiter, glaub ich.
sven_benzo_taper12.05.2026
Die Leere danach, die man mit Content oder Dopamin füllt, hat mich bei meinem Taper genauso gepackt. @yvonne_koks_allein, das „nackt aber nicht da“ – das war bei mir, sobald das letzte Diazepam runter war, das erste Mal echt spürbar. Ich hab versucht, das Ganze mit endlosem Reddit‑Scrollen zu überbrücken, aber das war nur ein kurzer Patch, dann kam die Stille zurück und die Angst, das nichts mehr kommt. Was mir ein bisschen geholfen hat, war, bewusst ein Blatt Papier zu nehmen und einfach draufzuschreiben, was gerade im Kopf rumspukt, statt es zu scrollen. So merkt man, dass die Lücke nicht plötzlich verschwindet, aber man hat wenigstens nen Anker. @marcus_substi – ja, das Versprechen, dass gleich was passiert, ist echt ein Trugbild.
yvonne_koks_allein12.05.2026
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, @yvonne_koks_allein, das hat mich total getroffen, was du da schreibst. Dieses Gefühl, nackt und trotzdem nicht wirklich da zu sein. Ich kenn das so gut. Früher war das bei mir auch immer der Impuls, sich was reinzuschieben, um diese Lücke zu füllen. Nicht immer nur Kokain, manchmal auch andere Sachen, um einfach nur nicht zu spüren, was da eigentlich ist. Seitdem ich jetzt clean bin, oder sagen wir, seit 12 Monate ungefähr, merke ich das immer deutlicher. Diese Stille, die vorher so komplett zugedeckt war.
Ich hab das auch gemerkt, dass dieses ewige Scrollen, wie @marcus_substi geschrieben hat, oder auch zwanghaftes Online-Shopping, nur Ablenkung ist. Es ist ein kurzfristiges Versprechen, dass gleich was Besseres kommt, aber es kommt nie. Dieses Gefühl, auf der Terrasse zu stehen und nicht zu wissen, was man will, nur weil dieser alte Suchtdruck fehlt – das ist echt hart. Aber ich glaub, wir müssen da durch, sonst kommen wir nicht weiter. 💪
david_sevendays12.05.2026
Die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt, weil sie da ist... das kenn ich auch. Ich hab früher mein Leben als Barkeeper gelebt, und jetzt, seit ich clean bin, merke ich, dass diese Lücke immer noch da ist. Es ist, als ob man versucht, ein Loch zu füllen, das nie wirklich gefüllt werden kann. Ich hab das auch mit Scrollen oder anderen Ablenkungen versucht, aber am Ende bleibt die Stille. Ich denke, wir müssen uns irgendwann dieser Stille stellen, um wirklich voranzukommen.
lu_aus_k12.05.2026
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, das hat mich echt getroffen, was @yvonne_koks_allein geschrieben hat. Dieses Gefühl, nackt und nicht wirklich da zu sein, das kenn ich so gut. Bei mir ist es ähnlich, wenn mein Freund wieder viel trinkt, dann fang ich auch nur am Handy rum. Es ist halt so ein kurzfristiges Versprechen, dass gleich was Besseres kommt, aber es tut sich nix.
yvonne_koks_allein12.05.2026
mal direkt, Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt, weil sie da ist? Ja, das hat mich echt getroffen, was @yvonne_koks_allein geschrieben hat. Dieses Gefühl, nackt und trotzdem nicht wirklich da zu sein, das kenn ich so gut. Früher war das bei mir auch immer der Impuls, sich was reinzuschieben, um diese Lücke zu füllen. Nicht immer nur Kokain, manchmal auch andere Sachen, um einfach nur nicht zu spüren, was da eigentlich ist. Seitdem ich jetzt clean bin, oder sagen wir, seit 12 Monaten ungefähr, merke ich das immer deutlicher. Diese Stille, die vorher so komplett zugedeckt war. Ich hab das auch gemerkt, dass dieses ewige Scrollen, wie @marcus_substi geschrieben hat, oder auch zwanghaftes Online-Shopping, nur Ablenkung ist. Es ist ein kurzfristiges Versprechen, dass gleich was Besseres kommt, aber es kommt nie. Dieses Gefühl, auf der Terrasse zu stehen und nicht zu wissen, was man will, nur weil dieser alte Suchtdruck fehlt – das ist echt hart. Aber ich glaub, wir müssen da durch, sonst kommen wir nicht weiter. 💪
marcus_substi12.05.2026
Die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist - ja, das hat mich auch gepackt. Irgendwie trifft das den Kern.
Was mich an dem Ganzen am meisten stört ist dieses ständige Versprechen, dass gleich was kommt. Nie passiert was. Aber der Impuls bleibt trotzdem. Als ob der Körper das einfach nicht kapiert, dass der Dealer jetzt zu ist, egal ob digital oder anders.
Ich sitz dann auch manchmal um 1 Uhr nachts aufm Balkon, rauche und frag mich, was der eigentliche Plan war. Früher war der Plan klar, auch wenn er mich kaputt gemacht hat. Jetzt ist da einfach... nichts. Und das ist irgendwie lauter als der Lärm vorher, ka.
Das mit dem Blatt Papier, wie @sven_benzo_taper geschrieben hat, ist übrigens kein schlechtes Idee. Hab ich auch probiert. Hilft zumindest kurz. Die Stille weglassen ist dann doch was anderes.
sven_benzo_taper12.05.2026
@yvonne_koks_allein die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt, die du beschreibst, trifft mich ebenfalls voll. Ich hab nach meinem letzten Diazepam-Stop genauso das „Nackt aber nicht da“ gespürt – mein Kopf suchte ständig nach etwas, um die stillen Stunden abzuducken. Gerade im Frühling, wenn die Tage länger sind, sieht man die Dunkelheit noch deutlicher, und das Scrollen wirkt nur wie ein kurzer Flash. Die einzige Sache, die mich bisher rechtgenommen hat, ist, dass ich mir bewusst Zeit nehme, um einfach nur zu sitzen und nicht etwas tun zu müssen. Es ist eine kleine, aber echte Ablösung. ❤️
david_sevendays12.05.2026
@yvonne_koks_allein — die Leere danach, die man mit Content füllt, hat mich in der Nacht nach dem letzten Drink auch so richtig festgehalten. Da war die perfekte Mischung aus „nackt, aber nicht da“ und dem Drang, irgendwas zu würfeln, um die Stille loszuwerden. Ich hab dann plötzlich auf dem Balkon nur noch das Flimmern des Handybildschirms gesehen, statt den Augenlichtschauer zu fühlen. Mega, dass das so nochmal greifbar wird. Und. Ich hab im kleinen Notizblock davon geblättert und das rechts davon gelesen: „Das Versprechen, gleich etwas zu bekommen, kommt nie.“ Da blieb mir die Messung nur, dass der Kalender keine Tage zählt, wenn er sich selbst ignoriert. 🙏
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Von yvonne_koks_allein · · 10 Antworten · 9 Reaktionen
Also, heute Abend. 22 Uhr, bin ich fertig mit dem ganzen Zeug was mein Tag so war. Laptop zu, Handy ans Ohr. Naja. Hab mich hingelegt und dachte, okey, chillen, aber dann wird halt wieder eins und zwar und ich mein nicht mal das was ich direkt sagen dürfte, sondern das Zeug was noch ein bisschen dahinter liegt. Irgendwie das Gefühl sich zu fühlen als wär man nackt und trotzdem nicht wirklich da. Sag ich mal, das war früher bei mir meine Abflachung. Nicht immer der gleiche Weg, aber immer dieser Impuls. Jetzt ist das Zeug weg und der Impuls bleibt und dann steh ich da um 1 Uhr auf der Terrasse und hab keine Ahnung was ich eigentlich will. Was ich will ist halt nicht Lust. Es ist das Versprechen dass gleich etwas kommt. Und das kommt nie.
Ich sag euch das nicht weil ich nochmal ausrutsche will oder so. Sag ich mal, ich hab das hier erst abgebaut und will nicht rüberziehen. Aber irgendwie weiß ich nicht ob ich's von dem Sextrieb trennen kann oder ob das einfach alles ein und dasselbe ist. Ihr kennt das? Die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ich glaub ich seh erst jetzt wirklich wie sehr ich von dem ein paar Jahre abhängig war und dass das jetzt auch die ganze Stille da oben aufmacht. Ich bin einfach noch nicht sicher ob ich bereit bin da genau hinzuschauen.
10 Antworten
sven_benzo_taper ·
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, kenn ich total. Dieses Gefühl, nackt und trotzdem nicht wirklich da zu sein, wie du es beschreibst. Mir ging das nach dem Taper von den Benzos ganz genauso. Früher hat der Drang nach der nächsten Dosis die Lücke gefüllt. Jetzt, wo die weg sind, ist da halt erstmal... nichts. Und das ist echt beängstigend. Ich hab das dann auch oft mit irgendwelchem Zeug versucht zu überbrücken, sei es stundenlanges Scrollen oder auch mal ein Bier, was ja eh nicht so das Ding ist. Aber das ist halt nur oberflächlich. Es ist echt schwer, sich dem zu stellen, dieser Stille.
marcus_substi ·
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, das hat mich auch getroffen. Dieses Gefühl, dass da eine Lücke ist, die sich irgendwie füllen muss, weil es sonst unangenehm wird. War bei mir ähnlich, als ich angefangen hab, das Polamidon stabiler zu nehmen und der reine Heroin-Drang weniger wurde. Plötzlich war da halt auch diese... Stille. Dieses "Nackt und trotzdem nicht wirklich da sein", wie @yvonne_koks_allein schreibt. Ich hab das dann auch irgendwie gefüllt, aber nicht mit Pornos oder so, sondern eher mit so'nem ewigen Rumscrollen auf dem Handy, oder ich hab angefangen, stundenlang irgendwelche Dokumentationen zu gucken, Hauptsache, der Kopf ist beschäftigt. Es ist halt ein Versprechen, das nie gehalten wird, oder? Dieses Gefühl, dass gleich irgendwas passiert, nur weil man sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen will. Aber diese Stille, die muss wohl irgendwann mal ausgehalten werden, sonst kommt man da echt nicht weiter, glaub ich.
sven_benzo_taper ·
Die Leere danach, die man mit Content oder Dopamin füllt, hat mich bei meinem Taper genauso gepackt. @yvonne_koks_allein, das „nackt aber nicht da“ – das war bei mir, sobald das letzte Diazepam runter war, das erste Mal echt spürbar. Ich hab versucht, das Ganze mit endlosem Reddit‑Scrollen zu überbrücken, aber das war nur ein kurzer Patch, dann kam die Stille zurück und die Angst, das nichts mehr kommt. Was mir ein bisschen geholfen hat, war, bewusst ein Blatt Papier zu nehmen und einfach draufzuschreiben, was gerade im Kopf rumspukt, statt es zu scrollen. So merkt man, dass die Lücke nicht plötzlich verschwindet, aber man hat wenigstens nen Anker. @marcus_substi – ja, das Versprechen, dass gleich was passiert, ist echt ein Trugbild.
yvonne_koks_allein ·
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, @yvonne_koks_allein, das hat mich total getroffen, was du da schreibst. Dieses Gefühl, nackt und trotzdem nicht wirklich da zu sein. Ich kenn das so gut. Früher war das bei mir auch immer der Impuls, sich was reinzuschieben, um diese Lücke zu füllen. Nicht immer nur Kokain, manchmal auch andere Sachen, um einfach nur nicht zu spüren, was da eigentlich ist. Seitdem ich jetzt clean bin, oder sagen wir, seit 12 Monate ungefähr, merke ich das immer deutlicher. Diese Stille, die vorher so komplett zugedeckt war.
Ich hab das auch gemerkt, dass dieses ewige Scrollen, wie @marcus_substi geschrieben hat, oder auch zwanghaftes Online-Shopping, nur Ablenkung ist. Es ist ein kurzfristiges Versprechen, dass gleich was Besseres kommt, aber es kommt nie. Dieses Gefühl, auf der Terrasse zu stehen und nicht zu wissen, was man will, nur weil dieser alte Suchtdruck fehlt – das ist echt hart. Aber ich glaub, wir müssen da durch, sonst kommen wir nicht weiter. 💪
david_sevendays ·
Die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt, weil sie da ist... das kenn ich auch. Ich hab früher mein Leben als Barkeeper gelebt, und jetzt, seit ich clean bin, merke ich, dass diese Lücke immer noch da ist. Es ist, als ob man versucht, ein Loch zu füllen, das nie wirklich gefüllt werden kann. Ich hab das auch mit Scrollen oder anderen Ablenkungen versucht, aber am Ende bleibt die Stille. Ich denke, wir müssen uns irgendwann dieser Stille stellen, um wirklich voranzukommen.
lu_aus_k ·
Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist? Ja, das hat mich echt getroffen, was @yvonne_koks_allein geschrieben hat. Dieses Gefühl, nackt und nicht wirklich da zu sein, das kenn ich so gut. Bei mir ist es ähnlich, wenn mein Freund wieder viel trinkt, dann fang ich auch nur am Handy rum. Es ist halt so ein kurzfristiges Versprechen, dass gleich was Besseres kommt, aber es tut sich nix.
yvonne_koks_allein ·
mal direkt, Diese Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt, weil sie da ist? Ja, das hat mich echt getroffen, was @yvonne_koks_allein geschrieben hat. Dieses Gefühl, nackt und trotzdem nicht wirklich da zu sein, das kenn ich so gut. Früher war das bei mir auch immer der Impuls, sich was reinzuschieben, um diese Lücke zu füllen. Nicht immer nur Kokain, manchmal auch andere Sachen, um einfach nur nicht zu spüren, was da eigentlich ist. Seitdem ich jetzt clean bin, oder sagen wir, seit 12 Monaten ungefähr, merke ich das immer deutlicher. Diese Stille, die vorher so komplett zugedeckt war. Ich hab das auch gemerkt, dass dieses ewige Scrollen, wie @marcus_substi geschrieben hat, oder auch zwanghaftes Online-Shopping, nur Ablenkung ist. Es ist ein kurzfristiges Versprechen, dass gleich was Besseres kommt, aber es kommt nie. Dieses Gefühl, auf der Terrasse zu stehen und nicht zu wissen, was man will, nur weil dieser alte Suchtdruck fehlt – das ist echt hart. Aber ich glaub, wir müssen da durch, sonst kommen wir nicht weiter. 💪
marcus_substi ·
Die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt weil sie da ist - ja, das hat mich auch gepackt. Irgendwie trifft das den Kern.
Was mich an dem Ganzen am meisten stört ist dieses ständige Versprechen, dass gleich was kommt. Nie passiert was. Aber der Impuls bleibt trotzdem. Als ob der Körper das einfach nicht kapiert, dass der Dealer jetzt zu ist, egal ob digital oder anders.
Ich sitz dann auch manchmal um 1 Uhr nachts aufm Balkon, rauche und frag mich, was der eigentliche Plan war. Früher war der Plan klar, auch wenn er mich kaputt gemacht hat. Jetzt ist da einfach... nichts. Und das ist irgendwie lauter als der Lärm vorher, ka.
Das mit dem Blatt Papier, wie @sven_benzo_taper geschrieben hat, ist übrigens kein schlechtes Idee. Hab ich auch probiert. Hilft zumindest kurz. Die Stille weglassen ist dann doch was anderes.
sven_benzo_taper ·
@yvonne_koks_allein die Leere danach, die man mit Content oder mit Dopamin füllt, die du beschreibst, trifft mich ebenfalls voll. Ich hab nach meinem letzten Diazepam-Stop genauso das „Nackt aber nicht da“ gespürt – mein Kopf suchte ständig nach etwas, um die stillen Stunden abzuducken. Gerade im Frühling, wenn die Tage länger sind, sieht man die Dunkelheit noch deutlicher, und das Scrollen wirkt nur wie ein kurzer Flash. Die einzige Sache, die mich bisher rechtgenommen hat, ist, dass ich mir bewusst Zeit nehme, um einfach nur zu sitzen und nicht etwas tun zu müssen. Es ist eine kleine, aber echte Ablösung. ❤️
david_sevendays ·
@yvonne_koks_allein — die Leere danach, die man mit Content füllt, hat mich in der Nacht nach dem letzten Drink auch so richtig festgehalten. Da war die perfekte Mischung aus „nackt, aber nicht da“ und dem Drang, irgendwas zu würfeln, um die Stille loszuwerden. Ich hab dann plötzlich auf dem Balkon nur noch das Flimmern des Handybildschirms gesehen, statt den Augenlichtschauer zu fühlen. Mega, dass das so nochmal greifbar wird. Und. Ich hab im kleinen Notizblock davon geblättert und das rechts davon gelesen: „Das Versprechen, gleich etwas zu bekommen, kommt nie.“ Da blieb mir die Messung nur, dass der Kalender keine Tage zählt, wenn er sich selbst ignoriert. 🙏