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Warum die Warten im Übergang so schwer ist – und was ich daraus gelernt hab

Es war ein Nachmittag, fast ein bisschen zu ruhig für mich. Ich hatte eben die Substitution neu begonnen – jetzt in der Ü‑Einrichtung nach JVA – und die Dose war da, auf dem Schreibtisch, wie im Film immer. Doch schon bei dem Aufschließen der Verpackung kam die Frage: “Was macht das ohne die Droge?” Ich dachte an die Nächte in der Zelle, an den Klo-Drang, an die Momente, wo der Kopf fast explodierte. Und plötzlich fühlte ich mich wie ein Fisch im Wasser, der nach Atem sucht, aber nicht weiß, wo der Taucher ist. Irgendwo zwischen „ohne“ und „mit“ war ein Flüstern im Bewusstsein: „Du kannst das schaffen.“ Aber das war nicht das, was ich gerade fühlte. Ich meine, ich wusste schon vor den 18 Tagen sauber, dass die Übergangseinrichtung ein Spielplatz für die alten Trigger ist. Der Korriidor riecht nach Deparfüm, die Tür zur Küche im Flur hat ein wenig Schimmel, und meine Mitbewohner, die immer bereit sind, kurz abzusehen. Die Frage, die mir jetzt kommt: Wie kann ich den inneren Alarm in diesen Momenten managen, ohne ihn erstangeln zu lassen? In der JVA haben wir einen festen Zeitplan, klare Regeln. Hier gibt’s mehr Zeit, aber auch unstrukturierte Freiheit – und ich wünschte, ich hätte einen Plan, wie ich die Leere füllen kann, ohne zurückzugreifen. Was tut bei euch? Habt ihr ein Tool oder ein Ritual, das euch in diesen „Wo ist der nächste Schritt?“ Momenten hilft, durchzuhalten? Ich bin noch ganz neu in dem ganzen System und will gern von jemandem hören, der das schon durchgemacht hat. Wenn ihr eine Idee habt, teilt sie, bitte. Danke.
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