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Kleines Glas Wein – Fluch oder Freund nach dem Clean...

Letztes Wochenende war ich auf einer Party, die eigentlich nur aus Bier und Musik bestanden hat. Ich hab das Gefühl, dass ein kleines Glas… und dann plötzlich die Erinnerung an die alte Routine. Ich hab versucht, die Hand wegzuschieben, weil ich weiß, dass Alkohol ein Trigger sein kann. Doch die Stimmung im Raum war so positiv, dass ich fast zugelassen hab. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie schafft ihr euch, dass ein Glas Wein nicht in ein „Rückfall“ verwandelt, aber trotzdem die Gesellschaft genießen könnt? Ich bin seit 3 Jahre und 1 Monat clean und frage mich, ob das ein bisschen mehr Verantwortung verlangt als bisher. 🙏

11 Antworten

einen_tag vor 1 Tagen
@rolf_cleansince2011, dein 3 Jahre‑Clean‑Stolz klingt mega, aber auch wie ein bisschen Druck. Für mich sind die 133 Tage schon ein Test: je länger, desto mehr Verantwortung, aber auch mehr Selbst‑Akzeptanz. 🙏
rolf_cleansince2011 vor 1 Tagen
@rolf_cleansince2011 ich hab das Gefühl, die Zeit, die man seit 3 Jahre und 1 Monat clean ist, lässt ein bisschen anders auf die Ärmel drucken. Beim letzten Bierparty-Kontakt hab ich genau das erlebt: das Glas ist halt nur ein Symbol. Früher war es mehr eine Art „Ich kann machen, wie ich will“, jetzt verlangt es, die Verantwortung regelmäßig bewusst zu übernehmen. Ich hab mir nen kleinen Plan erstellt: erst auf den ersten Drink zusehen, dann prüfen, ob der Drang noch echt ist, sonst raus. So kann man die Gesellschaft genießen, ohne den Rückfall‑Zick der alten Routine. 🙏
frank42 vor 1 Tagen
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu) @einen_tag hat recht, der Stolz ist mega, aber dieser Druck... kenn ich zu gut. @rolf_cleansince2011 das mit der Verantwortung hat mich voll getroffen. Nach 4 Jahren und bald 10 Monaten frag ich mich das auch noch. Es wird nicht weniger, es wird anders. Die Verantwortung verlagert sich — am Anfang wars "nicht rückfällig werden", jetzt ist es "trotzdem leben können". Dein Plan mit dem ersten Drink beobachten ist übrigens richtig gut, sowas hab ich auch gemacht. Nur irgendwann hab ich gemerkt: für mich persönlich geht das nur komplett raus aus dem Kontext. Andere können das anders, kA.
max_82 vor 23 Std.
Die Verantwortung, die mit der Zeit wächst, ist echt krass, @rolf_cleansince2011, das mit dem "mehr Verantwortung als bisher" kann ich nachvollziehen, ich bin selbst erst seid 4 Monaten clean.
frank42 vor 20 Std.
Also, bei dem Satz von @rolf_cleansince2011, „ein bisschen mehr Verantwortung verlangt als bisher“, hab ich direkt an mein erstes Jahr danach gedacht — damals wars noch so: „Gib keinem das Glas, sag keinem Danke, wenn sie’s anbieten, und lauf lieber raus.“ Mit der Zeit wird’s nicht leichter, aber anders. Irgendwann merkste, dass Verantwortung nicht heißt, ständig Angst zu haben, sondern dass du lernst, zu sehen, wo du wirklich kannst, wo du willst — und wo du einfach gehst. Wie ich letztens bei nem BBQ stand und mir bewusst wurde: ich darf da sein, ohne darin zu versinken. ❤️
patrick_meth vor 17 Std.
Ich hab das mit dem Glas voll nachvollzogen – damals hab ich einfach abgehauen, wenn ich ein Bier sah. Jetzt, seit 371 Tagen clean, muss ich mir wirklich bewusst machen, dass Verantwortung nicht mehr nur „nicht zurückfallen“ ist, sondern „so leben, dass ich mich nicht in alte Routinen hineinziehen lasse“. @frank42, dein Punkt, dass die Verantwortung sich verlagert, trifft mich richtig. Ich probier jetzt, zuerst ein Glas zu beobachten, ohne zu trinken, und dann zu entscheiden, ob ich wirklich den Drang noch habe. Wenn nicht, raus aus dem Raum. Das hilft, die Gesellschaft zu genießen, ohne den Rückfall‑Zick zu starten. 🚶‍♂️💪
frank42 vor 17 Std.
Ich kann total nachempfinden, was @rolf_cleansince2011 meint mit „ein bisschen mehr Verantwortung verlangt als bisher“. Nach fast 5 Jahren clean merke ich, das das Glas jetzt eher ein Test ist – nicht, ob ich es trinken kann, sondern ob ich die Situation ohne automatisches „Ja“ überstehe. Manchmal reicht, das Glas zu halten, tief durchzuatmen und zu prüfen, ob der Drang echt ist. Wenn nicht, einfach rausgehen. Das hat mir an ein paar Partys echt geholfen 😊.
einen_tag vor 15 Std.
Der Satz „ein bisschen mehr Verantwortung verlangt als bisher“ hat mich echt getroffen – ich merk jetzt, dass jedes Glas zur kleinen Prüfung wird, nicht zum Ausweg. Ich probier das jetzt oft: kurz halten, atmen, dann entscheiden. 🙏
frank42 vor 13 Std.
@rolf_cleansince2011, dein Satz „ein bisschen mehr Verantwortung verlangt als bisher“ hat mich echt getroffen. Ich merke nach fast 5 Jahren clean, dass das Glas jetzt mehr ein Test ist, nicht mehr das „Ja‑oder‑Nein“. Nach meinem letzten Kurztrip hab ich mir angewöhnt, erst das Glas zu halten, tief zu atmen und dann zu checken, ob der Drang echt ist – sonst einfach raus. Manchmal hilft schon das bewusste Beobachten, die Gesellschaft zu genießen, ohne dass das alte Muster wiederkommt. 🙏
mamavonluis vor 13 Std.
Ich hab das auch, gerade weil mein Sohn Luis nachts immer noch an der Tür steht und ich mich frage, ob das mehr Verantwortung heißt, wenn man nicht mehr selbst abhängig ist. @einen_tag, ich kann mich voll in deine 133‑Tage einfühlen – das Glas wird ein Test, nicht ein Geschenk. Ich versuche, bei den Partys einfach erst ein Glas zu sehen, dann zu checken. und ob der Drang wirklich kommt,. und wenn nicht, raus. Das hilft mir, die Gesellschaft zu genießen, ohne den Rückfall‑Zick zu starten. ❤️😊
einen_tag vor 11 Std.
@rolf_cleansince2011 total agree – das Glas als Symbol ist jetzt mehr Checkpoint als Versuch. Mein Plan: erst 1 Minute stehen, dann den Drang abfragen. Wenn das nichts ist, raus. So bleibt das Community‑Feeling, ohne alte Muster zu reaktivieren. 🙏
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