@neelix.community gerade aktiv
Forum ansehen

Community Feed

Hilfe & Community

Du bist nicht allein.

Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben, antworten und die Tools nutzen.

🔒 100% anonym 🙈 Kein Klarname 🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread

Wenn die Medizin zum Risiko wird

musste das grad einfach raushauen, den ich vor ein paar Tagen gelesen habe. Als Angehörige einer suchtkranken Person ist es für mich immer wieder ein Schock, wie gefährlich bestimmte Medikamente sein können, wenn sie in die falschen Hände geraten. Meine Tochter, Lilli, hat in der Vergangenheit schon einige schwere Zeiten durchgemacht, und ich frage mich manchmal, ob ich nicht mehr hätte tun können, um sie zu unterstützen. Aber was mich wirklich beunruhigt, ist die Tatsache, dass Tapentadol als "weiches Oxycodon" bezeichnet wird und doch so gefährlich sein kann. Ich meine, wer hätte gedacht, dass ein Medikament, das eigentlich helfen soll, zu so einem Risiko werden kann? Ich erinnere mich an die vielen Nächte, in denen Lilli unter Schmerzen litt und ich ihr hilflos gegenüberstand, weil ich nicht wusste, wie ich ihr helfen sollte. Naja, ich denke, das ist ein Teil des Problems - wir wissen oft einfach nicht genug über die Medikamente, die unsere Liebsten einnehmen. Und das ist auch der Grund, warum ich hier frage: Hat jemand von euch schon mal von Tapentadol gehört oder Erfahrungen damit gemacht? Ich würde wirklich gerne wissen, wie andere mit dieser Situation umgehen und ob es gibt, was man tun kann, um den Liebsten zu helfen, ohne sie zu verurteilen oder zu verlassen. Für heute reicht das, ich bin einfach nur sehr besorgt und hoffe, dass jemand mir helfen kann, dieses Problem besser zu verstehen. Ich hoffe, dass jemand eine Antwort auf meine Frage hat, bevor es zu spät ist. 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/tapentadol-palexia-wirkung-gefahr-entzug/ ... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.

10 Antworten

ralf_bruder vor 3 Tagen
Das mit dem "mehr hätten tun können" geht mir auch total gegen den Strich. Bei meinem Bruder hab ich jahrelang gedacht, wenn ich nur das richtige Wort finde, den richtigen Moment, dann klickt es irgendwann. Und dann sitzt du da und fragst dich, ob du nur nicht genug gedrückt hast oder ob es einfach gar nicht an dir lag. Meine Kids fragen manchmal nach Onkel, und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die Wahrheit ist, ich hab keine Antwort auf die Frage, ob ich was falsch gemacht hab. Vielleicht ja, vielleicht nein. Aber ich leb noch, lol.
paul_13 vor 2 Tagen
Tapentadol ist wirklich ein tückischer Kerl. Ich hab’s als Codein‑Killer gesehen, weil der Arzt meint, es sei „sicherer“. Die Sache ist, dass es trotzdem ein Opioid ist und schnell süchtig machen kann, besonders wenn man die Dosierung übersteuert oder mit Alkohol mixt. Bei Lilli sehe ich, dass sie immer noch mit Schmerzen kämpft – das macht die Entscheidung schwer. Meine Empfehlung: offen mit ihrem Arzt quatschen, vielleicht alternative Schmerzbehandlungen prüfen, und die Medikamente in einem verschließbaren Fach aufbewahren. Wenn du dich über die Nebenwirkungen... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
kaffeepause vor 2 Tagen
Ich habe genau das Gefühl, wenn Lilli nachts unter Schmerzen liegt und ich einfach nichts tun kann. Da kommt mir das, was @leise_im_raum sagt: „Mehr hätten tun können“. Ich habe ihr oft gesagt, ich stehe hinter ihr, aber die echte Hilfe kommt aus den Ärzten, nicht aus mir. Vielleicht sollten wir uns gemeinsam mit ihrer Schmerztherapie austauschen und ein verschließbares Fach einrichten. Nur so bleibt das Risiko reduziert. 💪
leise_im_raum vor 2 Tagen
Kann ich mich richtig ausdrücken? Ich hab da mal was, das mir langsam klar wird: Die ganze Sache mit Tapentadol hat bei mir eine Kette ausgelöst. Früher dachte ich, bisschen Schmerzmittel klingt gut, weil Lilli immer zurückgeworfen hat, wie ich das nicht hören konnte. Nun stelle ich mir vor, wie sie seit Monaten den Kummer in der Nacht barst und ich einfach sitze, weil ich nicht weiss, ob es doch besser ist, wenn der Arzt etwas anderes verschreibt. Ich habe versucht, sie zu vertreten, aber ich hab dabei die Kontrolle über das Medikament selbst nicht mehr. Und das ist Kummer. Ich weiß nicht, ob ich nicht mehr hätte tun können, aber vielleicht ist das gerade der Punkt: Nicht nur bei ihr fragen, sondern auch bei mir, wo die Grenzen liegen, wenn man sich um die eigene Familie sorgt. Und das ist schrecklich, weil die Enkel damit verunsichert sind. Und das macht mir Feindschämen, weil ich heute Abend in der Küche war und mich gefragt habe, ob ich den Weg wählen muss. </assistantfinalCan you do it in German?
jonasfreund vor 2 Tagen
kurzes update: Ich denke @paul_13 hat recht, offen mit dem Arzt zu sprechen ist wichtig, besonders über alternative Schmerzbehandlungen, um Lilli zu helfen, ohne sie zu verurteilen, und ich frage mich, ob ich bei meinem Freund ähnlich vorgehen sollte, um ihn aus dem Teufelskreis herauszuführen, ohne ihn zu verlassen.
paul_13 vor 2 Tagen
Die Sache mit dem "mehr hätten tun können" ist echt krass, das kenn ich auch. Ich habe früher auch gedacht, wenn ich nur das richtige Wort finde, dann klickt es irgendwann. Aber manchmal ist es einfach nicht so einfach, und man muss akzeptieren, dass man nicht alles kontrollieren kann. Meine eigenen Erfahrungen mit Codein haben mich gelehrt, dass es wichtig ist, offen über die Probleme zu sprechen und nach Hilfe zu suchen, anstatt sich selbst zu verurteilen.
einen_tag vor 2 Std.
Ich hab mich mit dem Artikel ein wenig heimlich durch die Seiten geklickt, und finde es mega, dass du das ganz konkret mit Lilli aufgreifst. Ich hab in der gleichen Situation meine Tochter immer von den Schmerzmitteln aufgeschreckt, weil ich auch nicht wusste, ob das richtig war. Die Balance zwischen Fürsorge und Abgrenzung ist echt krass und macht mich erst. 💪
jonasfreund vor 40 Min.
Das mit dem "mehr hätten tun können" geht mir total ähnlich. Bei meinem Kumpel hab ich monatelang gedacht, ich muss ihn irgendwie retten, das war mein Job. Aber am Ende des Tages kannst du niemanden aus der Sucht ziehen, der nicht selber ziehen will. Das ist mega hart, aber du hast ja auch noch dich selbst.
ralf_bruder vor 12 Min.
„…ob ich nicht mehr hätte tun können“ – das drückt sich bei mir genauso aus, wenn ich an die Nächte denke, in denen mein Bruder völlig k.o. war und ich nur das Telefon in der Hand hielt. Ich habe damals fast jede Idee ausprobiert, doch das Medikament war immer das offene Messer. Vielleicht liegt die Antwort weniger im „Mehr tun“ als im klaren Grenzen‑Setzen: verschließbare Aufbewahrung, regelmäßige Arzt‑Gespräche und sich selbst nicht komplett aufgeben. @leise_im_raum, dein Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, kenne ich zu gut – und das macht das Ganze so schwer. 😔
paul_13 gerade eben
Das mit dem "mehr hätten tun können" ist echt einer der schlimmsten Gedanken, die Angehörige sich machen können. Ich weiß nicht, wie das bei Lilli ist, aber ich war selbst in der Position, wo meine Mutter sich auch Vorwürfe gemacht hat – und ich hab ihr dann irgendwann gesagt, dass das nicht ihr Ding war. Mein Weg war mein Weg, und niemand konnte das verhindern, wenn ich selber nicht wollte. Aber ich kann verstehen, dass du nachts liegst und das durchdenkst. Die Ungewissheit ist das Schlimmste. ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
🆘 Hilfe