Öffentlich lesbarer Thread
Warum ich jetzt plötzlich das Gefühl habe, dass das Handy ein Feind ist
Also, heute war einer dieser typischen Donnerabende, an denen man eigentlich nur noch ein Buch rausholen und die Mathe-Hausaufgaben fertig machen will, aber das Handy macht halt immer wieder „ne Einladung“ – ich meine, ich lieg im Bett, das Licht ist gedimmt, und plötzlich vibriert das Ding, weil mir jemand ein Meme geschickt hat. Und ich weiß ja, dass das das ganze DBT‑Skill‑Sheet vom Tag ist, das ich eigentlich noch durchgehen wollte, aber ich sag mir immer „nur kurz“, und dann ist es plötzlich 2 Stunden später und ich scroll weiter, bis ich im „Doom‑Scrolling“ lande und das ganze Bild von mir selbst im Spiegel wiederkommt, das ich so gern nicht sehen will.
Gestern habe ich dann fast wieder einen Stift in die Hand genommen, weil die Angst vor dem nächsten Ritzen so stark war, aber dann kam das Auflegen des Handys und ich hab mich irgendwie daran erinnert, dass das hier jetzt schon 9 Monate sind – fast ein halbes Jahr, in dem ich keinen Alkohol mehr zum Einschlafen genommen habe. Und das war irgendwie ein kurzer Lichtblick, dass ich das Handy sogar als Trigger sehen kann und nicht nur als Ablenkung.
Habt ihr auch so Momente, wo ihr euch plötzlich bewusst werdet, dass das Handy mehr Schaden anrichtet als das eigentliche Problem? Wie schafft ihr es, das Ding wirklich wegzulegen, wenn das Herz schon voll am Rasen ist? Ich bin noch dabei, das „STOP‑Skill“ zu üben, aber manchmal fühlt es sich an, als würde mein Verstand einfach nur nach dem nächsten kleinen Kick suchen.
Ich würd gern wissen, ob jemand Tipps hat, wie man das Handy wirklich aus der Hand bekommt, ohne dass gleich das ganze Haus auf einmal zu groß und laut wird. 🙏❤️
