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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Frühstück ohne Papa startet – was soll ich tun
Von sabine8530.05.2026💬 6❤️ 6
Heute morgen war wieder so ein Tag, an dem ich mir fast die Haare raufen wollte, weil ich das leere Stuhlchen am Küchentisch gesehen hab. Der Kleine hat schon sein Müsli angerührt, die Kleine will ihr Marmeladenbrot, und ich steh da mit ‘nem leeren Herzen und ‘nem vollen Kopf voller Sorgen. Ich hab ihm gesagt, dass Papa heute früher kommt, weil er ‘ne Sitzung hat, aber das war nur ‘ne Lüge, um das Chaos kurz zu überdecken. Und dann kam die Frage: „Mama, warum kommt Papa nicht nach Hause?“ Ich hab gestottert, hab irgendwie gesagt, dass er noch arbeiten muss, obwohl er das ja gar nicht tut. Ich fühl mich so zerrissen – zum einen will ich die Kids schützen, zum anderen will ich nicht ständig lügen, weil das die ganze Familie noch mehr zerreißt.
Wie geht ihr mit diesen Momenten um, wenn die Kinder nach Papa fragen und ihr keine klare Antwort habt? Ich hab neulich in der Gruppe gehört, dass manche Eltern ein kleines „Papa ist heute im Urlaub“ sagen und dann ein Bild von einem Strand zeigen, damit die Kids ‘ne positive Vorstellung haben. Klingt irgendwie kitschig, aber vielleicht hilft das ja. Oder soll ich einfach ehrlich sein und sagen, dass Papa gerade krank ist und wir das zusammen durchstehen? Ich hab das Gefühl, egal was ich mache, ich werd immer wieder in die Falle der Co‑Abhängigkeit getrieben, weil ich nie richtig „Nein“ sagen kann.
Habt ihr Tipps, wie man den Kids gleichzeitig Sicherheit gibt und nicht ständig das Gefühl hat, zu lügen? Ich bin echt gespannt auf eure Erfahrungen. 🙏
6 Antworten
monika_sohn3630.05.2026
Ich kenne das leere Stuhlchen total – ich hab früher keine Angst gehabt, es zu bemerken, bis es plötzlich laut und erzwingend klanger. Mein Sohn hat auch immer gesagt: „Mama, wo ist Mama?“ und ich hab mich fast in die gleichen Lügen gestürzt. Ich hab jetzt versucht, einfach zu sagen: „Papa arbeitet gerade bei einer ganzen Menge, ich hab heute leider nicht die Zeit.“ Die Kids verstehen es nicht immer, aber sie spüren wenigstens, das ich keine bösen Tricks mache. Und wenn die Frage drängt, setze ich mich hin, schneide den Kuchen (oder mache einen Snack) und erzähle, dass Papa vielleicht ein bisschen länger bleibt, weil er noch einen Termin hat. Am Ende hilft es mir, das Gespräch offen zu halten – ich will nicht, dass sie denken, ich habe etwas zu verbergen. Da kommt das Thema Co‑Abhängigkeit immer wieder rein: Man muss lernen, kleine Lügen zu akzeptieren, wenn sie den Familiensystemen passen, bis man wirklich klarer werden kann. Und zum Schluss: Ich probiere heute, einfach ein bisschen länger zu bleiben, damit die Kids nicht so schnell in die “Papa fehlt“-Laune rutschen.
stefan_rivotril30.05.2026
schreib vom handy, sry für tippfehler
Das leere Stuhlchen fühlt sich an, als sei das ganze Haus abgeschnitten – total verunsichernd. Ich hab früher genau dieselbe Wut gespürt, als ich den Tisch sah und niemand da war. Da habe ich versucht, ein bisschen übertrieben zu sein: „Papa macht im Moment 'ne wichtige Besprechung im Büro“ und ich hab das mit einer kleinen Karte von einem imaginären Geschäft verschlüsselt. So bleibt der Rätselspaß, aber die Kids brauchen nicht zu tief in der Ritze sitzen. Kurz gesagt, ein bisschen kreative Lüge, solange sie nicht zu einer dauerhaften Fassade wird. 👍
ohnenamen30.05.2026
Das leere Stuhlchen am Küchentisch, das kenne ich auch, es ist echt krass, wenn man das sieht und gleichzeitig versucht, die Kinder zu schützen. Ich hab selbst erlebt, wie ich mich in solchen Situationen total zerrissen gefühlt hab, zwischen Lügen und Ehrlichkeit. Ich denke, es ist wichtig, dass man offen mit den Kindern spricht, aber ohne zu viel zu sagen, ich meine, sie sollen nicht zu viel mitbekommen, was sie nicht verstehen können. Ich hab gehört, dass manche Eltern einfach sagen, Papa ist im Moment beschäftigt, und dann ein bisschen ablenken, mit einem Spiel oder so, das klingt irgendwie nach einer Lösung, aber ich weiß nicht, ob das bei mir funktionieren würde. Ich denke, ich muss einfach noch mehr darüber nachdenken, wie ich mit solchen Situationen umgehe.
stefan_rivotril30.05.2026
@sabine85 das leere Stuhlchen hat mich neulich in der Küche wieder an den Kloß in meinem Bauch erinnert – die Kinder da, der Bauch plötzlich knurrt. Ich hab halt mal kurz gesagt: „Papa hat heute einen wichtigen Termin, er kommt später.“ Und dann laufe ich raus, holn uns ein Frühstücks-Snack und bring die Kids zum Spielen. So bleib ich nicht in der Lüge-Polterburg fest, aber gib ihnen, was sie brauchen: sicheres Frühstück, ein bisschen Ablenkung und den Hinweis, dass Vater kommt, wenn er wirklich kommt. Vorgehensweise: klein, ehrlich, aber nicht zu detailliert. Hält den Alltag lebendig.👍
monika_sohn3630.05.2026
Das leere Stuhlchen am Küchentisch hat mich damals genauso umgehauen – ich hab fast die Haare gerissen, weil ich wusste, das das „Papa kommt später“ jetzt wieder nur ein Luftschlag war. @sabine85, ich hab versucht, einfach ehrlich zu bleiben, aber dann fühl ich mich wieder in dieser Co‑Abhängigkeitsfalle. srsly, manchmal hilft es, den Kids zu sagen: „Papa ist gerade krank, wir schaffen das zusammen“, und dann sofort etwas Handfestes zu machen – ein kleines Bastelprojekt oder das Lieblingsfrühstück. So gesehen gibt’s wenigstens einen Anker, auch wenn das Herz schwer bleibt. 🙏
stefan_rivotril30.05.2026
Das leere Stuhlchen am Küchentisch, das kenne ich auch, es ist echt krass. @ohnenamen, ich kann voll nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich hab selbst ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn ich mich zwischen Lügen und Ehrlichkeit zerrissen fühlte. Irgendwie muss man einen Weg finden, die Kinder zu schützen, ohne zu viel zu sagen. Ich denke, es ist wichtig, offen zu sein, aber ohne zu viel preiszugeben.
Wenn das Frühstück ohne Papa startet – was soll ich tun
Von sabine85 · · 6 Antworten · 6 Reaktionen
Heute morgen war wieder so ein Tag, an dem ich mir fast die Haare raufen wollte, weil ich das leere Stuhlchen am Küchentisch gesehen hab. Der Kleine hat schon sein Müsli angerührt, die Kleine will ihr Marmeladenbrot, und ich steh da mit ‘nem leeren Herzen und ‘nem vollen Kopf voller Sorgen. Ich hab ihm gesagt, dass Papa heute früher kommt, weil er ‘ne Sitzung hat, aber das war nur ‘ne Lüge, um das Chaos kurz zu überdecken. Und dann kam die Frage: „Mama, warum kommt Papa nicht nach Hause?“ Ich hab gestottert, hab irgendwie gesagt, dass er noch arbeiten muss, obwohl er das ja gar nicht tut. Ich fühl mich so zerrissen – zum einen will ich die Kids schützen, zum anderen will ich nicht ständig lügen, weil das die ganze Familie noch mehr zerreißt.
Wie geht ihr mit diesen Momenten um, wenn die Kinder nach Papa fragen und ihr keine klare Antwort habt? Ich hab neulich in der Gruppe gehört, dass manche Eltern ein kleines „Papa ist heute im Urlaub“ sagen und dann ein Bild von einem Strand zeigen, damit die Kids ‘ne positive Vorstellung haben. Klingt irgendwie kitschig, aber vielleicht hilft das ja. Oder soll ich einfach ehrlich sein und sagen, dass Papa gerade krank ist und wir das zusammen durchstehen? Ich hab das Gefühl, egal was ich mache, ich werd immer wieder in die Falle der Co‑Abhängigkeit getrieben, weil ich nie richtig „Nein“ sagen kann.
Habt ihr Tipps, wie man den Kids gleichzeitig Sicherheit gibt und nicht ständig das Gefühl hat, zu lügen? Ich bin echt gespannt auf eure Erfahrungen. 🙏
6 Antworten
monika_sohn36 ·
Ich kenne das leere Stuhlchen total – ich hab früher keine Angst gehabt, es zu bemerken, bis es plötzlich laut und erzwingend klanger. Mein Sohn hat auch immer gesagt: „Mama, wo ist Mama?“ und ich hab mich fast in die gleichen Lügen gestürzt. Ich hab jetzt versucht, einfach zu sagen: „Papa arbeitet gerade bei einer ganzen Menge, ich hab heute leider nicht die Zeit.“ Die Kids verstehen es nicht immer, aber sie spüren wenigstens, das ich keine bösen Tricks mache. Und wenn die Frage drängt, setze ich mich hin, schneide den Kuchen (oder mache einen Snack) und erzähle, dass Papa vielleicht ein bisschen länger bleibt, weil er noch einen Termin hat. Am Ende hilft es mir, das Gespräch offen zu halten – ich will nicht, dass sie denken, ich habe etwas zu verbergen. Da kommt das Thema Co‑Abhängigkeit immer wieder rein: Man muss lernen, kleine Lügen zu akzeptieren, wenn sie den Familiensystemen passen, bis man wirklich klarer werden kann. Und zum Schluss: Ich probiere heute, einfach ein bisschen länger zu bleiben, damit die Kids nicht so schnell in die “Papa fehlt“-Laune rutschen.
stefan_rivotril ·
schreib vom handy, sry für tippfehler
Das leere Stuhlchen fühlt sich an, als sei das ganze Haus abgeschnitten – total verunsichernd. Ich hab früher genau dieselbe Wut gespürt, als ich den Tisch sah und niemand da war. Da habe ich versucht, ein bisschen übertrieben zu sein: „Papa macht im Moment 'ne wichtige Besprechung im Büro“ und ich hab das mit einer kleinen Karte von einem imaginären Geschäft verschlüsselt. So bleibt der Rätselspaß, aber die Kids brauchen nicht zu tief in der Ritze sitzen. Kurz gesagt, ein bisschen kreative Lüge, solange sie nicht zu einer dauerhaften Fassade wird. 👍
ohnenamen ·
Das leere Stuhlchen am Küchentisch, das kenne ich auch, es ist echt krass, wenn man das sieht und gleichzeitig versucht, die Kinder zu schützen. Ich hab selbst erlebt, wie ich mich in solchen Situationen total zerrissen gefühlt hab, zwischen Lügen und Ehrlichkeit. Ich denke, es ist wichtig, dass man offen mit den Kindern spricht, aber ohne zu viel zu sagen, ich meine, sie sollen nicht zu viel mitbekommen, was sie nicht verstehen können. Ich hab gehört, dass manche Eltern einfach sagen, Papa ist im Moment beschäftigt, und dann ein bisschen ablenken, mit einem Spiel oder so, das klingt irgendwie nach einer Lösung, aber ich weiß nicht, ob das bei mir funktionieren würde. Ich denke, ich muss einfach noch mehr darüber nachdenken, wie ich mit solchen Situationen umgehe.
stefan_rivotril ·
@sabine85 das leere Stuhlchen hat mich neulich in der Küche wieder an den Kloß in meinem Bauch erinnert – die Kinder da, der Bauch plötzlich knurrt. Ich hab halt mal kurz gesagt: „Papa hat heute einen wichtigen Termin, er kommt später.“ Und dann laufe ich raus, holn uns ein Frühstücks-Snack und bring die Kids zum Spielen. So bleib ich nicht in der Lüge-Polterburg fest, aber gib ihnen, was sie brauchen: sicheres Frühstück, ein bisschen Ablenkung und den Hinweis, dass Vater kommt, wenn er wirklich kommt. Vorgehensweise: klein, ehrlich, aber nicht zu detailliert. Hält den Alltag lebendig.👍
monika_sohn36 ·
Das leere Stuhlchen am Küchentisch hat mich damals genauso umgehauen – ich hab fast die Haare gerissen, weil ich wusste, das das „Papa kommt später“ jetzt wieder nur ein Luftschlag war. @sabine85, ich hab versucht, einfach ehrlich zu bleiben, aber dann fühl ich mich wieder in dieser Co‑Abhängigkeitsfalle. srsly, manchmal hilft es, den Kids zu sagen: „Papa ist gerade krank, wir schaffen das zusammen“, und dann sofort etwas Handfestes zu machen – ein kleines Bastelprojekt oder das Lieblingsfrühstück. So gesehen gibt’s wenigstens einen Anker, auch wenn das Herz schwer bleibt. 🙏
stefan_rivotril ·
Das leere Stuhlchen am Küchentisch, das kenne ich auch, es ist echt krass. @ohnenamen, ich kann voll nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich hab selbst ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn ich mich zwischen Lügen und Ehrlichkeit zerrissen fühlte. Irgendwie muss man einen Weg finden, die Kinder zu schützen, ohne zu viel zu sagen. Ich denke, es ist wichtig, offen zu sein, aber ohne zu viel preiszugeben.