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Sonntagsfrühstück und der Moment, in dem das Handy wieder vibrierte
Es war ein ganz normaler Sonntagmorgen, die Sonne lugte schon durch das Küchenfenster und ich habe endlich mal die Ruhe gefunden, die wir seit Monaten kaum noch hatten. Der Tisch war gedeckt, die Kinder saßen mit Mümmelchen und Müsli, und ich dachte, das wäre jetzt ein schöner Start in den Tag – bis mein Handy auf dem Tresen vibrierte.
Kurz davor kam mein Mann in die Küche, völlig verkatert, die Haare noch wirr und mit einem Blick, der mir jedes Mal das Herz in die Hose rutscht. Er fragte nach einem Glas Wasser und ob er kurz noch die Zeitung lesen dürfe – ich hab ihm das Wasser schon gegeben und dann fast automatisch die Zeitung aufgeschlagen, obwohl ich wusste, dass das bei ihm fast immer ein Auslöser ist.
In dem Moment hab ich mich gefragt, wie oft ich schon das „kleine“ Aufschieben von Grenzen gehe, nur weil ich nicht den Kampf noch größer machen will. Ich hab fast aufgegeben, so oft war ich am Rand des Durchdrehens, aber ich hab dann immer wieder zurück an die Kinder gedacht. Sie brauchen Stabilität, und das bedeutet manchmal ein klares „Nein, das geht nicht“, auch wenn es mir das Herz zerreißt.
Habt ihr so einen Moment, wo ihr fast „nachgiebig“ wart, aber dann doch einen kleinen Schritt zurück gemacht habt? Wie schafft ihr es, sofort zu reagieren, wenn das Handy vibriert, bevor ihr in alte Muster verfallt? Ich bin echt dankbar für eure Tipps, weil das bei uns immer noch ein täglicher Drahtseilakt ist. 🙏❤️
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
