Öffentlich lesbarer Thread
Freitagabend und das ständige Auf und Ab – bin ich die Schuldige
Ich sitz hier am alten Küchentisch, das Licht ist schon etwas gedimmt und draußen hör ich das leise Rauschen vom Hafen. Meine Enkel, Leni (12) und Max (8), haben gerade das Abendessen fertig gemampft, und ich hab noch ein bisschen Zeit, bevor das Wochenende losgeht. Meine Tochter Lisa hat wieder einmal erst nach Mitternacht die Tür aufgemacht, die Augen rot, das Lächeln fehlt. Sie sagt, sie wolle „nur noch einen Schluck“, aber ich sehe das gleiche Bild wie seit Jahren – das Auf und Ab, das Hoffen, das Fallen.
Gestern war ich noch am Telefon mit der Nachbarin, die meinte, ich solle Lisa einfach mehr Grenzen setzen, aber ich fühl mich so zerrissen. zum einen will ich sie nicht noch mehr in die Ecke drängen, zum anderen sehe ich meine Enkel jeden Tag in die Augen und frage mich, ob ich ihnen das richtige Vorbild gebe. Manchmal weiß ich nicht, ob ich…
Wie geht ihr mit dem ständigen Wechsel zwischen Liebe und Ohnmacht um? Habt ihr Tipps, wie man am Freitagabend, wenn das Haus wieder einmal im Chaos versinkt, einen Moment für sich selbst finden kann, ohne dass die Schuldgefühle sofort zurückkommen? Ich habe das Gefühl, dass ich vielleicht zu viel von mir selbst aufgegeben habe, um Lisa zu retten, und frage mich jetzt, ob ich dabei meine Enkel vernachlässige.
Einfach nur ein bisschen Rat oder ein offenes Ohr wäre jetzt ein kleiner Lichtblick. ❤️
