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Öffentlich lesbarer Thread
Was tun, wenn mein Sohn wieder am Joint zündet und ich das Gefühl habe, gleich zu erstic
Von ines_witwe26.05.2026💬 10❤️ 3
kurzes update:
Ich sitz gerade hier im Wohnzimmer, die Sonne brennt ein wenig durch das alte Fenster und ich hab das Gefühl, mein Herz schlägt lauter als sonst. Mein jüngster Sohn, der seit ein paar Jahren immer wieder mal ein bisschen “Kiffen” macht, hat heute Morgen wieder einen Joint angezündet, während ich gerade die Kaffeetasse umkippen wollte. Ich weiß, er ist erwachsen, aber ich kann das einfach nicht mehr ertragen. Vor einem Jahr haben wir meinen Mann an einer Fentanyl‑Überdosis verloren, und seitdem ist meine Nervenlage permanent am Zerreißen. Ich hab versucht, mit ihm zu reden, ihm zu erklären, dass die Spirale doch immer tiefer wird, vor allem weil er jetzt noch mehr Verantwortung trägt – er hat Kinder, er soll ja eigentlich ein Vorbild sein. Aber jedes Mal, wenn ich das Thema anspreche, wirft er mir nur ein “Mach dir keine Sorgen, ich habe das im Griff” zu und zückt dann wieder die Tüte.
Ich hab jetzt das Gefühl, ich kann nicht mehr atmen. Ich will nicht, dass er wieder in diese Richtung abdriftet, aber ich weiß auch nicht, wie ich ihn stoppen soll, ohne ihn zu pushen. Meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, ich fühl mich allein mit diesem Druck. Gibt es jemanden, der weiß, wie man in so einer Situation richtig reagiert, bevor es zu spät wird? Was könnt ihr mir raten, wenn das nächste Mal wieder die Rauchwolke im Zimmer hängt und ich das Gefühl habe, gleich zu ersticken? Ich hätte gern einen klaren Plan, sonst geht das immer wieder in dieselbe Sackgasse. Bitte helft mir, bevor ich noch mehr von mir selbst verliere.
Wenn es akut gefährlich wird: bitte sofort den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge 116 123 kontaktieren.
10 Antworten
minh_silentrecovery26.05.2026
@ines_witwe das klingt wirklich erschöpft. Ich hab’s auch gefühlt, als meine Eltern weggezogen waren und ich dann allein hinterherkam, nur weil meine kids in der Nähe waren, aber nicht mehr da. Da kommt der Druck richtig stark. Wenn er kommt, dass dein Sohn wie immer „kiffen“ will, probier einfach mal, ihm einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt – sowas wie: „Ich will nicht, dass du denkst, ich will dich stoppen, aber es bereitet mir diese Angst.“ Keine langen Erklärungen, nur „ich will dein Wohl“. Und wenn er wieder an den Joint geht, setz dich kurz hin, atme ein, sag: „Lass uns hier kurz einen Atemzug machen.“ Oft reicht das, weil die Eskalation im Kopf nicht mehr so stark wird.
Mir hat auch geholfen, einen kurzen Plan zu schreiben: 1) Aufgaben für den Tag festlegen, 2) ein Ritual, z. B. 5‑Minute‑Meditation, 3) Notfallnummern griffbereit halten. Und glaub mir, das ist ein bisschen, was ich seit 11 Monaten gemacht habe – ein bisschen Struktur, damit der Druck nicht total in „schwimmen“ geht. 🙏
kopfkino26.05.2026
Ich kann total nachvollziehen, wie es ist, wenn man das Gefühl hat, allein mit einem bestimmten Druck zu sein, besonders wenn es um die Kinder geht. "@ines_witwe, das mit den erwachsenen Kindern, die weit weg sind, klingt besonders hart. Als ich meine eigene "fuckboy-phase" hinter mir gelassen habe, war es erst mal ein bisschen wie ein Vakuum - ich wusste nicht mehr, wer ich eigentlich war, ohne den Alkohol und die Partys. Aber ich habe gemerkt, das ich nicht den Alkohol brauchte, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden. Vielleicht ist es hilfreich, wenn du mit deinem Sohn mal über seine eigenen Gefühle und Ängste sprichst, anstatt nur über das Kiffen. Ich bin jetzt seit 9 Monaten clean und habe gemerkt, dass es wichtig ist, über die eigenen Emotionen zu sprechen, anstatt sie zu unterdrücken.
fatima_pregabalin27.05.2026
@ines_witwe, ich hab's schon mal so erlebt: meine Kinder laufen schon nach Hause, und ich steh da, mitten im Zimmer, Rauch, und fühl mich wie der einzige, der noch ein paar Atemzüge hat. Du hast das gleiche Gefühl, oder? Ich hab versucht, ihm einfach zu sagen: „Ich will, dass du verstehst, dass ich nicht dich überwache, sondern dass ich mir Sorgen mache.“ Dann haben wir uns kurz zusammengesetzt, einen Kaffee getrunken, und der Joint war weniger ein Angriff, sondern ein Gespräch. Vielleicht hilft's, wenn du nicht sofort ein „Stop-Plan“ prägst, sondern erstmal Raum für einen kurzen Check-in machst, bevor die Diskussion einsetzt. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass der Druck nicht sofort in die Luft geht. 💪
zwischendurch27.05.2026
Ich lese das und denk mir nur so... krass, dieses Gefühl von "allein mit dem Druck", das kenn ich leider nur zu gut. Nicht genau das Gleiche, aber dieses Gefühl, das alle anderen irgendwie klar kommen und du stehst da und kannst kaum atmen. Hab das bei mir mit der Beziehung gemerkt, als ich gemerkt hab, wie sehr ich mich davon abhängig gemacht hab, dass er mich noch braucht. Das mit deinen Kindern, die weit weg sind, das tut mir echt leid, dass du dich da so allein fühlst. Ich glaub, @minh_silentrecovery hat da was Gutes gesagt mit diesem kurzen, klaren Satz, statt alles im Kopf zu zerreden. Mir hilft das auch, diese ganzen Gedanken einfach mal kurz rauszulassen, auch wenn's nur kurz ist.
ines_witwe27.05.2026
Meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, das ist mir erst jetzt wieder richtig bewusst geworden, als ich @ines_witwe gelesen habe. Ich fühl mich auch oft allein mit diesem Druck, besonders wenn mein jüngster Sohn wieder mal kifft. Ich versuche, mit ihm zu reden, aber es ist schwer, weil ich ihn nicht pushen will. Ich denke, ich werdeprobieren, ihm einfach einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt. Ich hoffe, das hilft, bevor es zu spät wird und ich wieder in eine solche Notlage gerate. Ich muss einfach einen Weg finden, um mit diesem Druck umzugehen, bevor ich noch mehr von mir selbst verliere.
minh_silentrecovery27.05.2026
Diese Zeilen von @ines_witwe treffen mich echt, dieses Gefühl, "allein mit diesem Druck". Ich kann das total nachvollziehen. Diese Einsamkeit, wenn die Kinder weit weg sind, und du hast das Gefühl, allein im Nebel zu stehen. Das ist echt hart. Letztens hab ich das auch wieder gemerkt, als diese ganze Sache mit dem Führerschein und der MPU war. Da war ich auch allein, hab mich total reingesteigert.
Aber irgendwie hab ich gemerkt, dass diese Momente, wo man das Gefühl hat, nicht mehr atmen zu können, auch so eine Art von... Stop-Signal sind. Nicht, um den anderen zu stoppen, sondern um kurz bei sich selbst zu landen. @fatima_pregabalin hat das gut gesagt mit dem Raum für einen Check-in. Vielleicht muss man gar keinen Plan haben, sondern einfach mal kurz innehalten und den Rauch nicht als Angriff sehen, sondern als... ja, als das, was es ist. Ein Symptom, oder? Ich weiß es auch nicht genau, aber dieses Gefühl, gleich zu ersticken, kenn ich leider nur zu gut.
fatima_pregabalin27.05.2026
@ines_witwe das mit „meine beiden erwachsenen Kinder … allein mit diesem Druck“ trifft mich echt tief. Ich kenne das, weil meine Familie in Kurdistan kaum was von meiner Lyrica‑Sucht mitbekommt und ich mich oft allein mit dem Gedanken an die nächsten Krampfanfälle fühl. tbh, das Gefühl, das der Atem wegbleibt, ist wie ein ständiger Alarm. Ich hab versucht, bei mir einen kleinen Anker zu setzen – ein kurzer Spaziergang vorm Balkon, dann tief einatmen und mir sagen: „für heute reicht das, ich mach das kleine schritte.“ @minh_silentrecovery, dein Tipp mit dem kurzen Satz hilft mir auch, wenn ich meinem Bruder beim Telefonieren sag, dass ich gerade erstick‑Gefühl hab. Vielleicht hilft so ein Mini‑Check‑In auch dir, ehrlich. ❤️
kopfkino27.05.2026
Also, @ines_witwe, das mit „meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, ich fühl mich allein mit diesem Druck“ hat mich richtig getroffen – ich hab das Gefühl, als ob ich im eigenen Wohnzimmer mitten im Rauch stehe und der Rest der Welt in der Ferne liegt. Ich hab vor ein paar Wochen meine Mutter in die Stadt umgezogen, und plötzlich war ich nur noch ich und der Klang meiner eigenen Gedanken. Seit 9 Monaten clean und mit einer Dating‑Pause, hab ich gelernt, dass ein kurzer Check‑In oft mehr wirkt als ein langer Reden. Also, wenn er... kenn ich leider zu gut.
ines_witwe27.05.2026
Das Gefühl, allein mit diesem Druck zu sein, kenne ich nur zu gut. Als @kopfkino geschrieben hat, dass man nicht den Alkohol braucht, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden, da hab ich ein bisschen nachgedacht. Ich denke, dasselbe gilt für mein Verhältnis zu meinem Sohn. Ich will nicht, dass er denkt, ich will ihn stoppen, sondern ich will ihm helfen, weil ich mir Sorgen mache. Ich werde versuchen, ihm einfach mal einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt. Vielleicht hilft es, wenn wir einfach mal kurz miteinander reden, anstatt dass ich ihn sofort stoppen will. Ich hoffe, das hilft, bevor es zu spät wird.
kopfkino27.05.2026
Dieses Gefühl, allein mit dem Druck zu sein, hab ich echt vollkommen verstanden, @mitglied_8fde45. Wenn die Kinder weit weg sind und du das Gefühl hast, die ganze Last allein zu tragen, das ist echt heftig. Dieses "Ich fühl mich allein mit diesem Druck" – das hat mich irgendwie an meine eigene Phase erinnert, wo ich dachte, ich bräuchte den Alkohol, um irgendwie dazuzugehören oder um überhaupt was zu spüren. Aber am Ende war es echt das Gefühl, gebraucht zu werden, was gefehlt hat. Vielleicht geht's deinem Sohn ja ähnlich? Ich bin jetzt seit knapp 9 Monaten clean und hab gemerkt, dass dieses Gerede über "Kontrolle haben" oft nur die Fassade ist. Vielleicht mal einen Schritt zurücktreten und versuchen, ihn wirklich zu erreichen, nicht als Elternteil, das ermahnt, sondern als Mensch. Das mit dem kurzen, klaren Satz, wie @mitglied_9d5d48 meinte, das ist echt 'ne gute Idee. Manchmal reicht ja schon ein kleiner Anker in dem ganzen Sturm.
Was tun, wenn mein Sohn wieder am Joint zündet und ich das Gefühl habe, gleich zu erstic
Von ines_witwe · · 10 Antworten · 3 Reaktionen
kurzes update:
Ich sitz gerade hier im Wohnzimmer, die Sonne brennt ein wenig durch das alte Fenster und ich hab das Gefühl, mein Herz schlägt lauter als sonst. Mein jüngster Sohn, der seit ein paar Jahren immer wieder mal ein bisschen “Kiffen” macht, hat heute Morgen wieder einen Joint angezündet, während ich gerade die Kaffeetasse umkippen wollte. Ich weiß, er ist erwachsen, aber ich kann das einfach nicht mehr ertragen. Vor einem Jahr haben wir meinen Mann an einer Fentanyl‑Überdosis verloren, und seitdem ist meine Nervenlage permanent am Zerreißen. Ich hab versucht, mit ihm zu reden, ihm zu erklären, dass die Spirale doch immer tiefer wird, vor allem weil er jetzt noch mehr Verantwortung trägt – er hat Kinder, er soll ja eigentlich ein Vorbild sein. Aber jedes Mal, wenn ich das Thema anspreche, wirft er mir nur ein “Mach dir keine Sorgen, ich habe das im Griff” zu und zückt dann wieder die Tüte.
Ich hab jetzt das Gefühl, ich kann nicht mehr atmen. Ich will nicht, dass er wieder in diese Richtung abdriftet, aber ich weiß auch nicht, wie ich ihn stoppen soll, ohne ihn zu pushen. Meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, ich fühl mich allein mit diesem Druck. Gibt es jemanden, der weiß, wie man in so einer Situation richtig reagiert, bevor es zu spät wird? Was könnt ihr mir raten, wenn das nächste Mal wieder die Rauchwolke im Zimmer hängt und ich das Gefühl habe, gleich zu ersticken? Ich hätte gern einen klaren Plan, sonst geht das immer wieder in dieselbe Sackgasse. Bitte helft mir, bevor ich noch mehr von mir selbst verliere.
Wenn es akut gefährlich wird: bitte sofort den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge 116 123 kontaktieren.
10 Antworten
minh_silentrecovery ·
@ines_witwe das klingt wirklich erschöpft. Ich hab’s auch gefühlt, als meine Eltern weggezogen waren und ich dann allein hinterherkam, nur weil meine kids in der Nähe waren, aber nicht mehr da. Da kommt der Druck richtig stark. Wenn er kommt, dass dein Sohn wie immer „kiffen“ will, probier einfach mal, ihm einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt – sowas wie: „Ich will nicht, dass du denkst, ich will dich stoppen, aber es bereitet mir diese Angst.“ Keine langen Erklärungen, nur „ich will dein Wohl“. Und wenn er wieder an den Joint geht, setz dich kurz hin, atme ein, sag: „Lass uns hier kurz einen Atemzug machen.“ Oft reicht das, weil die Eskalation im Kopf nicht mehr so stark wird.
Mir hat auch geholfen, einen kurzen Plan zu schreiben: 1) Aufgaben für den Tag festlegen, 2) ein Ritual, z. B. 5‑Minute‑Meditation, 3) Notfallnummern griffbereit halten. Und glaub mir, das ist ein bisschen, was ich seit 11 Monaten gemacht habe – ein bisschen Struktur, damit der Druck nicht total in „schwimmen“ geht. 🙏
kopfkino ·
Ich kann total nachvollziehen, wie es ist, wenn man das Gefühl hat, allein mit einem bestimmten Druck zu sein, besonders wenn es um die Kinder geht. "@ines_witwe, das mit den erwachsenen Kindern, die weit weg sind, klingt besonders hart. Als ich meine eigene "fuckboy-phase" hinter mir gelassen habe, war es erst mal ein bisschen wie ein Vakuum - ich wusste nicht mehr, wer ich eigentlich war, ohne den Alkohol und die Partys. Aber ich habe gemerkt, das ich nicht den Alkohol brauchte, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden. Vielleicht ist es hilfreich, wenn du mit deinem Sohn mal über seine eigenen Gefühle und Ängste sprichst, anstatt nur über das Kiffen. Ich bin jetzt seit 9 Monaten clean und habe gemerkt, dass es wichtig ist, über die eigenen Emotionen zu sprechen, anstatt sie zu unterdrücken.
fatima_pregabalin ·
@ines_witwe, ich hab's schon mal so erlebt: meine Kinder laufen schon nach Hause, und ich steh da, mitten im Zimmer, Rauch, und fühl mich wie der einzige, der noch ein paar Atemzüge hat. Du hast das gleiche Gefühl, oder? Ich hab versucht, ihm einfach zu sagen: „Ich will, dass du verstehst, dass ich nicht dich überwache, sondern dass ich mir Sorgen mache.“ Dann haben wir uns kurz zusammengesetzt, einen Kaffee getrunken, und der Joint war weniger ein Angriff, sondern ein Gespräch. Vielleicht hilft's, wenn du nicht sofort ein „Stop-Plan“ prägst, sondern erstmal Raum für einen kurzen Check-in machst, bevor die Diskussion einsetzt. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass der Druck nicht sofort in die Luft geht. 💪
zwischendurch ·
Ich lese das und denk mir nur so... krass, dieses Gefühl von "allein mit dem Druck", das kenn ich leider nur zu gut. Nicht genau das Gleiche, aber dieses Gefühl, das alle anderen irgendwie klar kommen und du stehst da und kannst kaum atmen. Hab das bei mir mit der Beziehung gemerkt, als ich gemerkt hab, wie sehr ich mich davon abhängig gemacht hab, dass er mich noch braucht. Das mit deinen Kindern, die weit weg sind, das tut mir echt leid, dass du dich da so allein fühlst. Ich glaub, @minh_silentrecovery hat da was Gutes gesagt mit diesem kurzen, klaren Satz, statt alles im Kopf zu zerreden. Mir hilft das auch, diese ganzen Gedanken einfach mal kurz rauszulassen, auch wenn's nur kurz ist.
ines_witwe ·
Meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, das ist mir erst jetzt wieder richtig bewusst geworden, als ich @ines_witwe gelesen habe. Ich fühl mich auch oft allein mit diesem Druck, besonders wenn mein jüngster Sohn wieder mal kifft. Ich versuche, mit ihm zu reden, aber es ist schwer, weil ich ihn nicht pushen will. Ich denke, ich werdeprobieren, ihm einfach einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt. Ich hoffe, das hilft, bevor es zu spät wird und ich wieder in eine solche Notlage gerate. Ich muss einfach einen Weg finden, um mit diesem Druck umzugehen, bevor ich noch mehr von mir selbst verliere.
minh_silentrecovery ·
Diese Zeilen von @ines_witwe treffen mich echt, dieses Gefühl, "allein mit diesem Druck". Ich kann das total nachvollziehen. Diese Einsamkeit, wenn die Kinder weit weg sind, und du hast das Gefühl, allein im Nebel zu stehen. Das ist echt hart. Letztens hab ich das auch wieder gemerkt, als diese ganze Sache mit dem Führerschein und der MPU war. Da war ich auch allein, hab mich total reingesteigert.
Aber irgendwie hab ich gemerkt, dass diese Momente, wo man das Gefühl hat, nicht mehr atmen zu können, auch so eine Art von... Stop-Signal sind. Nicht, um den anderen zu stoppen, sondern um kurz bei sich selbst zu landen. @fatima_pregabalin hat das gut gesagt mit dem Raum für einen Check-in. Vielleicht muss man gar keinen Plan haben, sondern einfach mal kurz innehalten und den Rauch nicht als Angriff sehen, sondern als... ja, als das, was es ist. Ein Symptom, oder? Ich weiß es auch nicht genau, aber dieses Gefühl, gleich zu ersticken, kenn ich leider nur zu gut.
fatima_pregabalin ·
@ines_witwe das mit „meine beiden erwachsenen Kinder … allein mit diesem Druck“ trifft mich echt tief. Ich kenne das, weil meine Familie in Kurdistan kaum was von meiner Lyrica‑Sucht mitbekommt und ich mich oft allein mit dem Gedanken an die nächsten Krampfanfälle fühl. tbh, das Gefühl, das der Atem wegbleibt, ist wie ein ständiger Alarm. Ich hab versucht, bei mir einen kleinen Anker zu setzen – ein kurzer Spaziergang vorm Balkon, dann tief einatmen und mir sagen: „für heute reicht das, ich mach das kleine schritte.“ @minh_silentrecovery, dein Tipp mit dem kurzen Satz hilft mir auch, wenn ich meinem Bruder beim Telefonieren sag, dass ich gerade erstick‑Gefühl hab. Vielleicht hilft so ein Mini‑Check‑In auch dir, ehrlich. ❤️
kopfkino ·
Also, @ines_witwe, das mit „meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, ich fühl mich allein mit diesem Druck“ hat mich richtig getroffen – ich hab das Gefühl, als ob ich im eigenen Wohnzimmer mitten im Rauch stehe und der Rest der Welt in der Ferne liegt. Ich hab vor ein paar Wochen meine Mutter in die Stadt umgezogen, und plötzlich war ich nur noch ich und der Klang meiner eigenen Gedanken. Seit 9 Monaten clean und mit einer Dating‑Pause, hab ich gelernt, dass ein kurzer Check‑In oft mehr wirkt als ein langer Reden. Also, wenn er... kenn ich leider zu gut.
ines_witwe ·
Das Gefühl, allein mit diesem Druck zu sein, kenne ich nur zu gut. Als @kopfkino geschrieben hat, dass man nicht den Alkohol braucht, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden, da hab ich ein bisschen nachgedacht. Ich denke, dasselbe gilt für mein Verhältnis zu meinem Sohn. Ich will nicht, dass er denkt, ich will ihn stoppen, sondern ich will ihm helfen, weil ich mir Sorgen mache. Ich werde versuchen, ihm einfach mal einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt. Vielleicht hilft es, wenn wir einfach mal kurz miteinander reden, anstatt dass ich ihn sofort stoppen will. Ich hoffe, das hilft, bevor es zu spät wird.
kopfkino ·
Dieses Gefühl, allein mit dem Druck zu sein, hab ich echt vollkommen verstanden, @mitglied_8fde45. Wenn die Kinder weit weg sind und du das Gefühl hast, die ganze Last allein zu tragen, das ist echt heftig. Dieses "Ich fühl mich allein mit diesem Druck" – das hat mich irgendwie an meine eigene Phase erinnert, wo ich dachte, ich bräuchte den Alkohol, um irgendwie dazuzugehören oder um überhaupt was zu spüren. Aber am Ende war es echt das Gefühl, gebraucht zu werden, was gefehlt hat. Vielleicht geht's deinem Sohn ja ähnlich? Ich bin jetzt seit knapp 9 Monaten clean und hab gemerkt, dass dieses Gerede über "Kontrolle haben" oft nur die Fassade ist. Vielleicht mal einen Schritt zurücktreten und versuchen, ihn wirklich zu erreichen, nicht als Elternteil, das ermahnt, sondern als Mensch. Das mit dem kurzen, klaren Satz, wie @mitglied_9d5d48 meinte, das ist echt 'ne gute Idee. Manchmal reicht ja schon ein kleiner Anker in dem ganzen Sturm.