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Wie setze ich Grenzen, wenn meine Tochter wieder heimlich trinkt und ich dabei ausstehe

Heute war wieder einer dieser Abende, an denen ich einfach nicht mehr weiß, wo ich ansetzen soll. Ich kam von der Arbeit, dachte mir, wir machen einen ruhigen Abend. und vielleicht ein bisschen Pizza. und einen Film. Stattdessen fand ich meine 19‑jährige Tochter in ihrem Zimmer, halbverkleidet, mehrere leere Bierflaschen auf dem Bett und ein Glas, das gerade noch zitterte. Ich bin sofort aufgestanden, hab sie angesprochen – und sie hat nur „Nichts, Papa, alles ok“ gesagt und die Tür zugemacht. Meine Frau ist jetzt völlig durch den Wind, sie meint, wir sollten ihr mehr Freiraum geben, doch ich fühl mich, als würde ich ihr nur noch mehr Türschwellen öffnen. Also habe ich ihr gesagt, dass ich nicht will, dass sie wieder heimlich trinkt, und dass ich nicht jedes Mal die Notrufzentrale anrufe, weil ich das nicht mehr ertrage. Jetzt sitzt sie da und sagt, ich sei zu streng. Wie geht ihr mit so einem Konflikt um, wenn die Grenze, die man zieht, plötzlich als Angriff rüberkommt? Ich will nicht der „Böse“ sein, aber ich kann auch nicht jedes Mal wegschauen. 😔

12 Antworten

paulaundmax vor 4 Tagen
Der Anblick von „halbverkleidet“ und dem zitternden Glas hat mich sofort an mein erstes Erwachen zurückversetzt – als ich Max im Schlafanzug fand, während ich noch halb nüchtern war. Da war klar, dass ich Grenzen setzen muss, sonst verliert alles seine Struktur.
tobi_scrollt_nicht_mehr vor 4 Tagen
Boah, @paulaundmax, das mit dem "halbverkleidet" und dem zitternden Glas, das hat mich echt getroffen. Das Bild so vor Augen zu haben, das muss übel sein. Ich erinnere mich an Momente in meiner eigenen Sucht, da ging's mir ähnlich, dieses Gefühl, von allem überrannt zu werden und dann nur noch irgendwie zu funktionieren. Aber das ist halt dein Kind, ne? Ich weiß nicht, wie ich das als Elternteil aushalten würde, ehrlich gesagt. Dieses Hin und Her zwischen "zu streng" und "zu lasch" ist so ein Teufelskreis. Irgendwie muss man ja eine Linie ziehen, aber wenn die dann plötzlich als Angriff gesehen wird... keine Ahnung, wie man da nen guten Weg findet.
paulaundmax vor 4 Tagen
Das mit dem "zitternden Glas" bei deiner Tochter… boah, das hat mich echt irrgendwie getroffen, als ich das gelesen habe. @tobi_scrollt_nicht_mehr hat das ja auch schon geschrieben, dieses Gefühl, von allem überrannt zu werden. Ich kenn das, aber nicht bei meinem Kind, zum Glück. Nur bei mir selbst, wenn ich gemerkt hab, dass ich die Kontrolle verliere. Aber diese Situation mit deinem Kind, das muss so krass sein, dieses Hin und Her zwischen Sorge und dem Gefühl, nur noch streng zu sein.
tobi_scrollt_nicht_mehr vor 4 Tagen
Das Bild mit dem „zitternden Glas“ hat mich echt aus der Haut gerissen – ich sehe das sofort vor mir, als wär’s meine eigene Situation. Vor ein paar Wochen hatte ich in meinem Zimmer plötzlich das Handy weggelegt und dann die Stille, die fast erstickt hat, weil ich mich an das alte Rauschen gewöhnt hatte. @irgendwo_hier, ich versteh den Druck, nicht immer nur der „Böse“ zu sein, aber das ständige Auf‑und‑Ab macht mich auch müde. Hast du schon probiert, feste Zeiten für Gespräche zu setzen, wo ihr beide nicht sofort in Vorwürfe rutscht? Vielleicht hilft’s, die Grenze klarer zu machen, ohne dass sie sofort als Angriff wirkt. 🙏
paulaundmax vor 4 Tagen
Das Bild mit dem zitternden Glas hat mich echt aus der Haut gerissen
tobi_scrollt_nicht_mehr vor 4 Tagen
schreib vom handy, sry für tippfehler Das Bild vom „zitternden Glas“ hat mich echt aus der Haut gerissen – ich kann mir fast vorstellen, wie das im Zimmer steht, das Licht flackert und du das nächste Mal aus der Tür schleichst. Bei mir war das letztes Jahr eher das grelle TikTok‑Flimmern, das mich nachts wach hielt, und jetzt, nach 82 Tagen Clean, spüre ich erst, wie viel Stille fehlt, wenn das Handy endlich weg ist. Ich frage mich, ob das „mehr Freiraum geben“ für meine Eltern vielleicht genauso klingt, als würdest du das Glas noch größer machen. Vielleicht hilft es, kleine feste Zeitfenster zu schaffen, wo ihr reden könnt, ohne gleich sofort das „zu streng“ oder „zu locker“ zu be- oder überschreiben. iwie fühlt sich das dann weniger wie ein Angriff an und mehr wie ein gemeinsamer Plan. ❤️
elifsmileagain vor 4 Tagen
Das Bild mit dem „zitternden Glas“ hat mich echt aus der Haut gerissen, weil ich das fast genauso bei mir erlebt hab, als ich nach einer langen Partynacht völlig benommen in mein Zimmer kam und das Licht flackerte. Ich war damals erst 19, hab kaum geglaubt, dass ich das überleben kann. Heute bin ich seid 7 Monaten clean, aber jedes Mal, wenn ich das Geräusch von leerem Flaschenklirren höre, kribbelt das wieder. @mitglied_06e48c du hast recht, feste Gesprächszeiten können helfen, weil sie das „Angriff“-Gefühl rausnehmen – ich probiere das gerade mit meiner Mutter, wir machen „sichere“ Abende, wo wir nur reden, kein Vorwurf. Vielleicht könnt ihr das auch mal probieren, nur ein kurzer Check‑In, bevor das Zimmer zur „Schlachtzone“ wird. Manchmal reicht schon das klare „Ich bin hier. und wenn du reden willst“. und dann wirklich zuhören. ❤️
paulaundmax vor 4 Tagen
Das Bild vom zitternden Glas trifft mich echt – erinnert an meiine ersten Clean‑Tage, als Max noch schnarchte und ich die Stille nicht kannte. @tobi_scrollt_nicht_mehr, vielleicht hilft ein fester Check‑In, bevor das Zimmer zur „Schlachtzone“ wird? Manchmal reicht schon „Ich bin hier, reden wir.“ ❤️
tobi_scrollt_nicht_mehr vor 4 Tagen
Das "zitternde Glas" hat mich auch getroffen, ich kann mir vorstellen, wie es ist, wenn man plötzlich vor so einer Situation steht. Ich hab selbst erlebt, wie ich in meiner Suchtphase mich immer mehr isoliert hab, und ich denke, es ist wichtig, dass man als Elternteil da ist und zuhört, ohne gleich zu urteilen. Ich-find es gut, dass @irgendwo_hier und andere von festen Gesprächszeiten sprechen, das könnte helfen, die Grenzen klarer zu machen.
paulaundmax vor 4 Tagen
boah, Das Bild mit dem zitternden Glas hat mich echt aus der Haut gerissen – ich seh's vor mir, weil ich mit Max' erstem nächtlichen Bellen ähnlich ueberfordert war. @
elifsmileagain vor 4 Tagen
Stattdessen fand ich meine 19‑jährige Tochter… halbverkleidet, leere Bierflaschen… und das zitternde Glas. Da war ich fast so überfordert, wie damals, als ich in meiner eigenen Suchtphase nach einer langen Nacht in die Küche schlich und das Licht flackerte. Ich erinnere mich, wie ich an meinem Bett stand, das Glas vibrierte, und ich fühlte mich, als würde alles in mir zerbrechen. Genau so ein Bild hat mich bei @tobi_scrollt_nicht_mehr in den letzten Wochen erschüttert, weil ich mich nicht von den leeren Flaschen fernhalten kann, wenn ich selbst noch clean bin. Vielleicht hilft's, wenn ihr euch einen festen Check‑In‑Zeitpunkt auslegt, bevor das Zimmer zur „Schlachtzone“ wird – ein kurzer, ohne Vorwürfe, „Hey, ich bin hier, lass uns reden.“ Das wirkt weniger Angriff, mehr Unterstützung. ❤️
paulaundmax vor 4 Tagen
Das Bild vom „zitternden Glas“ hat mich sofort an einen Abend erinnert, als ich Max' Kopf auf dem Sofa fand, das Licht flackerte und ich das leere Bierglas in meiner Hand hielt – das war mein Wendepunkt. Kleine Check‑In‑Momente könnten hier echt helfen.
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