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Warum ich mir nach jedem Besuch bei Mama ein kleines Ritual zum Durchatmen erfindere

Ich war gestern wieder so spät dran, weil die Frühschicht in der Praxis länger gedauert hat und ich noch schnell was zu essen holen wollte. Dann dachte ich mir, ich schau nur kurz bei Mama vorbei, bring ihr ein paar Brötchen mit und dann ab. Ich klopfte an, sie stand sofort im Flur, wir haben kurz gequatscht – „Wie war dein Tag?“, „Ich hab' nix zu sagen“, das übliche. Sie hat dann wieder angefangen über die alten Geschichten zu reden, die ich eigentlich längst vergessen wollte, und plötzlich war ich wieder mitten im Strudel aus Schuldgefühlen und dem Gefühl, dass ich nie genug bin. Als ich wieder nach Hause fuhr, war ich total erschöpft, aber auch irgendwie wütend auf mich selbst, weil ich das ganze Drama in mich aufsauge, obwohl ich doch eigentlich nur kurz vorbei wollte. Ich hab dann in meinem Auto ein altes Notizbuch rausgekramt – das ich eigentlich nur für die Ausbildung benutze – und hab dort ein paar Zeilen geschrieben: „Atmen, Nase ein, raus durch den Mund, fünf Sekunden. Dann kurz die Tür öffnen, Licht an, Wasser trinken.“ Klingt vielleicht komisch, aber das hat mir gerade ein bisschen Halt gegeben, bevor ich in die Wohnung gehe und versuche, das Chaos zu sortieren. Jetzt frage ich mich: Habt ihr so kleine Rituale, wenn ihr nach einem kurzen Besuch bei eurem Suchtkranken Elternteil wieder in den Alltag zurück müsst? Was hilft euch, den mentalen Ballast kurz abzuschütteln, bevor ihr wieder eure eigenen Aufgaben anpackt? Ich würde gern ein paar Ideen sammeln, vielleicht finde ich ja was, das besser zu mir passt. 🙏
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