Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
Viele Funktionen sind schon ohne Login nutzbar, Premium ist optional.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
📊 Transparenz vor dem Login: Das ist kostenlos, das ist optional.
🆓Kostenlos ohne Login
Soforthilfe und Basis-Werkzeuge direkt nutzbar
Community vor dem Login anschauen
Kein Klarname noetig, anonym starten
🔓Mit Login (weiterhin kostenlos)
Eintraege und Plaene sicher speichern
Verlaeufe und Fortschritt ueber Zeit sehen
Passende Community-Bereiche und Kontakte nutzen
Optional ⭐
⭐Premium optional
Unbegrenzte KI-Token-Nutzung fuer KI-Coaches und KI-Tools
Mehr Tiefe bei Analysen, Coaching und Begleitung
Erweiterte Auswertungen, Exporte und Premium-Module
Optional: 9,99 EUR monatlich oder 79 EUR jaehrlich
Alternativ via Aktivitaetspunkte in der Community freischaltbar
Öffentlich lesbarer Thread
Woher nimmt man nach Jahren eigentlich noch Kraft
Von sabine8516.05.2026💬 8❤️ 7
Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll, ehrlich gesagt. Wir haben heute Morgen wieder so ein Gespräch gehabt, die Kinder und ich. Die Kleine hat gefragt, ob wir heute Nachmittag vielleicht Eis essen gehen können. Und ich hab nur gedacht: Wer soll das denn jetzt schaffen? Die Vorstellung, mich fertig zu machen, sie anzuziehen, rauszugehen... puh. Normalerweise würde ich einfach ja sagen, klar, machen wir. Aber im Moment fühlt sich jede kleine Entscheidung an wie ein Marathon.
Seit 12 Jahren läuft dieser Kampf jetzt schon, und ich hab das Gefühl, mir fehlt einfach die Puste. Ich geh zur Angehörigengruppe, versuch alles, was wir da lernen, irgendwie umzusetzen, aber diese ständige Anspannung, diese Angst... die zerrt. Und dann diese Schuldgefühle, wenn ich merke, dass ich die Kinder manchmal nur so nebenbei abfertige, weil mein Kopf einfach woanders ist. Oder wenn ich denke, dass ich mal wieder allein sein müsste, einfach mal eine Stunde Ruhe. Ist das egoistisch?
Ich seh die anderen hier, die schreiben, wie sie Sport machen oder sich was Gutes tun. Und ich denk mir, ja, super, das wär ja auch was für mich. Aber dann sitzt du da, und dein Mann ist wieder mal nicht da, weil er in der dritten Therapie ist, und du weißt nicht, ob das diesmal was bringt, und die Kinder brauchen dich, und du bist einfach nur leer. Woher nimmt man da noch die Energie, sich um sich selbst zu kümmern? Ich meine, ich will ja. Ich weiß, dass es wichtig ist. Aber manchmal bin ich einfach zu erschöpft, um überhaupt ans "Ich" zu denken. Hat das noch jemand von euch? Dieses Gefühl, nur noch zu funktionieren und die eigene Batterie ist komplett leer? Ich fühl mich da echt allein manchmal.
8 Antworten
zzz_4216.05.2026
@sabine85 diese Anspannung, die du beschreibst - ich kenn das nur leider von der anderen Seite. Mein Ex hat auch immer diese Anspannung gehabt, und ich hab erst viel zu spät kapiert, wie sehr mich das mit runtergezogen hat, auch wenn ich die war, die "eigentlich" gesund war. Du schreibst, du gehst zur Angehörigengruppe und probierst alles umzusetzen - aber wer kümmert sich um DICH? Diese Frage stell ich mir grade selbst, seitdem ich zurück bin auf null. Es ist kein Egoismus, dass du mal ne Stunde Ruhe willst. Gar nicht. Ich finds halt einfach nur krass, dass du nach 12 Jahren noch kämpfst und die Welt dir trotzdem nicht einfacher macht. Das ist so viel.
sabine8516.05.2026
Diese ständige Anspannung und Angst, das kenne ich leider auch. @sabine85, deine Worte haben mich wirklich getroffen, weil ich mich in der gleichen Situation wiederfinde. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns um uns selbst kümmern, aber es ist so schwer, wenn man immer nur auf die Bedürfnisse der anderen Rücksicht nehmen muss. Ich habe auch das Gefühl, nur noch zu funktionieren, ohne wirklich zu leben. Es ist, als ob ich auf Autopilot schalte und nur noch durch den Tag komme, ohne wirklich etwas zu fühlen. Es ist erschöpfend und ich wünsche mir manchmal, einfach mal eine Pause zu haben, um mich selbst wiederzufinden. Ich denke, das ist okay, sich um sich selbst zu kümmern und ich werde versuchen, mich daran zu erinnern, dass ich nicht alleine bin.
fatima_pregabalin16.05.2026
Diese Anspannung, die du beschreibst... ich sitz hier auf der anderen Seite und muss dir was sagen, auch wenn es vielleicht komisch klingt. Mein Freund hat auch immer diese Angst in den Augen gehabt, wenn ich high war. Und ich hab’s nicht gerafft, wie sehr mich meine eigene Sucht ihn hat leiden lassen. Du schreibst, du probierst alles umzusetzen von der Gruppe – aber wer gibt dir eigentlich die Erlaubnis, mal nicht zu funktionieren? Ich wünschte, mein Freund hätte sich öfter erlaubt, einfach mal nur dazusitzen, ohne Schuld. Das mit der leeren Batterie kenn ich, nur andersrum. 💙
zzz_4216.05.2026
@sabine85, das mit der ständigen Anspannung und den Schuldgefühlen, wenn du das Kind abfertigst, hat bei mir echt die Wurzel geschlagen. Ich hab das gleiche Gefühl: meine ganze Energie geht in das „Was muss ich jetzt machen?“, und die kleine Pause bleibt: "Nein, ich muss erstmal atmen, sonst bröckle ich aus." Ich hab versucht, mir bewusst 5 Minuten zu gönnen, nur um die Hände von den Notizen zu befreien. Es ist zwar klein, aber es hilft ein wenig, das Nervosität zu reduzieren. Und dann passiert oft, dass ich wieder mit voller Kraft zurück in den Alltag springe. Immer noch der Griff, aber immrhin ein bisschen weniger erdrückend.
fatima_pregabalin16.05.2026
Diese ständige Anspannung, die du erwähnst, trifft mich voll – ich fühl das fast jeden Tag, wenn ich versuche, mein altes Lyrica‑Verlangen zu ignorieren. @sabine85 hast du recht, die Angst ist wie ein ständiger Begleiter, und ich merke, wie schnell ich mich dann in “nur funktionieren” verkrieche. Bei mir hilft es manchmal, wenn ich mir erst 5 Minuten setz und einfach tief durchatme, ohne an das nächste Medikament zu denken. Klar, das ist nicht immer leicht, aber es gibt mir zumindest einen kleinen Anker, um nicht komplett zu zerbrechen. ❤️
cedric_neuestart16.05.2026
@sabine85, die ganze Anspannung – das kenne ich. Ein kurzer Moment, wo ich nicht sofort lebe, sondern atme, hat mir früher die Tür zu meiner eigenen Batterie geöffnet. Ich hab versucht, beim Abendessen einfach nur zuzuhören, statt zu prüfen, ob alles passt. Das hat Wunder gewirkt.
sabine8516.05.2026
Ich weiß nicht mal, ob ich das richtig ausdrücken kann – ich sitze gerade zwischen den beiden Kindern, die nach Hause kommen, und der Fernseher klingelt wie immer, weil der Mann nicht da ist. Ich hab früher gesagt, ich geh zur Angehörigen‑Gruppe, versuch alles umzusetzen, aber die Anspannung fühlt sich wie ein ständiger Drücker an der Nabelschnur an. Und plötzlich merkt man, dass die Frau, die sich umkommt, die eigene Batterie leere macht. @fatima_pregabalin – das war mein Auslöser, als ich meinen Freund in seiner Sucht sah und schuldgefühlt, dass ich nicht nur stand, sondern auch dabei war. Ich hab jetzt versucht, mir selbst kleine "Nicht‑Fortschritts‑Zeit" zu geben: 10‑Minuten‑Pause, anstatt sofort zu reagieren. Manchmal hilft das, das Herz ein bisschen zu befreien. ❤️
fatima_pregabalin16.05.2026
Ich hab da gerade genau das im Hinterkopf, wenn ich deine Zeilen lese – die ständige Anspannung, die Angst, die Schuldgefühle. Ich fühl mich manchmal genauso, wenn ich versuch, den Kindern zu erklären, warum der Vater nicht da sein kann. Vielleicht hilft es, wenn man sich kleine, echte Pausen gönnt, nicht nur „to let the kids” Pause, sondern “just breathe.” Hab das schon mal ausprobiert, wenn ich mitten im Chaos a iin Musik setze, die mir kurz den Kopf freigibt. Der kleine Atem-Check wirkt echt. Und yeah, das ist kein Egoismus, das ist survival. ❤️
Woher nimmt man nach Jahren eigentlich noch Kraft
Von sabine85 · · 8 Antworten · 7 Reaktionen
Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll, ehrlich gesagt. Wir haben heute Morgen wieder so ein Gespräch gehabt, die Kinder und ich. Die Kleine hat gefragt, ob wir heute Nachmittag vielleicht Eis essen gehen können. Und ich hab nur gedacht: Wer soll das denn jetzt schaffen? Die Vorstellung, mich fertig zu machen, sie anzuziehen, rauszugehen... puh. Normalerweise würde ich einfach ja sagen, klar, machen wir. Aber im Moment fühlt sich jede kleine Entscheidung an wie ein Marathon.
Seit 12 Jahren läuft dieser Kampf jetzt schon, und ich hab das Gefühl, mir fehlt einfach die Puste. Ich geh zur Angehörigengruppe, versuch alles, was wir da lernen, irgendwie umzusetzen, aber diese ständige Anspannung, diese Angst... die zerrt. Und dann diese Schuldgefühle, wenn ich merke, dass ich die Kinder manchmal nur so nebenbei abfertige, weil mein Kopf einfach woanders ist. Oder wenn ich denke, dass ich mal wieder allein sein müsste, einfach mal eine Stunde Ruhe. Ist das egoistisch?
Ich seh die anderen hier, die schreiben, wie sie Sport machen oder sich was Gutes tun. Und ich denk mir, ja, super, das wär ja auch was für mich. Aber dann sitzt du da, und dein Mann ist wieder mal nicht da, weil er in der dritten Therapie ist, und du weißt nicht, ob das diesmal was bringt, und die Kinder brauchen dich, und du bist einfach nur leer. Woher nimmt man da noch die Energie, sich um sich selbst zu kümmern? Ich meine, ich will ja. Ich weiß, dass es wichtig ist. Aber manchmal bin ich einfach zu erschöpft, um überhaupt ans "Ich" zu denken. Hat das noch jemand von euch? Dieses Gefühl, nur noch zu funktionieren und die eigene Batterie ist komplett leer? Ich fühl mich da echt allein manchmal.
8 Antworten
zzz_42 ·
@sabine85 diese Anspannung, die du beschreibst - ich kenn das nur leider von der anderen Seite. Mein Ex hat auch immer diese Anspannung gehabt, und ich hab erst viel zu spät kapiert, wie sehr mich das mit runtergezogen hat, auch wenn ich die war, die "eigentlich" gesund war. Du schreibst, du gehst zur Angehörigengruppe und probierst alles umzusetzen - aber wer kümmert sich um DICH? Diese Frage stell ich mir grade selbst, seitdem ich zurück bin auf null. Es ist kein Egoismus, dass du mal ne Stunde Ruhe willst. Gar nicht. Ich finds halt einfach nur krass, dass du nach 12 Jahren noch kämpfst und die Welt dir trotzdem nicht einfacher macht. Das ist so viel.
sabine85 ·
Diese ständige Anspannung und Angst, das kenne ich leider auch. @sabine85, deine Worte haben mich wirklich getroffen, weil ich mich in der gleichen Situation wiederfinde. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns um uns selbst kümmern, aber es ist so schwer, wenn man immer nur auf die Bedürfnisse der anderen Rücksicht nehmen muss. Ich habe auch das Gefühl, nur noch zu funktionieren, ohne wirklich zu leben. Es ist, als ob ich auf Autopilot schalte und nur noch durch den Tag komme, ohne wirklich etwas zu fühlen. Es ist erschöpfend und ich wünsche mir manchmal, einfach mal eine Pause zu haben, um mich selbst wiederzufinden. Ich denke, das ist okay, sich um sich selbst zu kümmern und ich werde versuchen, mich daran zu erinnern, dass ich nicht alleine bin.
fatima_pregabalin ·
Diese Anspannung, die du beschreibst... ich sitz hier auf der anderen Seite und muss dir was sagen, auch wenn es vielleicht komisch klingt. Mein Freund hat auch immer diese Angst in den Augen gehabt, wenn ich high war. Und ich hab’s nicht gerafft, wie sehr mich meine eigene Sucht ihn hat leiden lassen. Du schreibst, du probierst alles umzusetzen von der Gruppe – aber wer gibt dir eigentlich die Erlaubnis, mal nicht zu funktionieren? Ich wünschte, mein Freund hätte sich öfter erlaubt, einfach mal nur dazusitzen, ohne Schuld. Das mit der leeren Batterie kenn ich, nur andersrum. 💙
zzz_42 ·
@sabine85, das mit der ständigen Anspannung und den Schuldgefühlen, wenn du das Kind abfertigst, hat bei mir echt die Wurzel geschlagen. Ich hab das gleiche Gefühl: meine ganze Energie geht in das „Was muss ich jetzt machen?“, und die kleine Pause bleibt: "Nein, ich muss erstmal atmen, sonst bröckle ich aus." Ich hab versucht, mir bewusst 5 Minuten zu gönnen, nur um die Hände von den Notizen zu befreien. Es ist zwar klein, aber es hilft ein wenig, das Nervosität zu reduzieren. Und dann passiert oft, dass ich wieder mit voller Kraft zurück in den Alltag springe. Immer noch der Griff, aber immrhin ein bisschen weniger erdrückend.
fatima_pregabalin ·
Diese ständige Anspannung, die du erwähnst, trifft mich voll – ich fühl das fast jeden Tag, wenn ich versuche, mein altes Lyrica‑Verlangen zu ignorieren. @sabine85 hast du recht, die Angst ist wie ein ständiger Begleiter, und ich merke, wie schnell ich mich dann in “nur funktionieren” verkrieche. Bei mir hilft es manchmal, wenn ich mir erst 5 Minuten setz und einfach tief durchatme, ohne an das nächste Medikament zu denken. Klar, das ist nicht immer leicht, aber es gibt mir zumindest einen kleinen Anker, um nicht komplett zu zerbrechen. ❤️
cedric_neuestart ·
@sabine85, die ganze Anspannung – das kenne ich. Ein kurzer Moment, wo ich nicht sofort lebe, sondern atme, hat mir früher die Tür zu meiner eigenen Batterie geöffnet. Ich hab versucht, beim Abendessen einfach nur zuzuhören, statt zu prüfen, ob alles passt. Das hat Wunder gewirkt.
sabine85 ·
Ich weiß nicht mal, ob ich das richtig ausdrücken kann – ich sitze gerade zwischen den beiden Kindern, die nach Hause kommen, und der Fernseher klingelt wie immer, weil der Mann nicht da ist. Ich hab früher gesagt, ich geh zur Angehörigen‑Gruppe, versuch alles umzusetzen, aber die Anspannung fühlt sich wie ein ständiger Drücker an der Nabelschnur an. Und plötzlich merkt man, dass die Frau, die sich umkommt, die eigene Batterie leere macht. @fatima_pregabalin – das war mein Auslöser, als ich meinen Freund in seiner Sucht sah und schuldgefühlt, dass ich nicht nur stand, sondern auch dabei war. Ich hab jetzt versucht, mir selbst kleine "Nicht‑Fortschritts‑Zeit" zu geben: 10‑Minuten‑Pause, anstatt sofort zu reagieren. Manchmal hilft das, das Herz ein bisschen zu befreien. ❤️
fatima_pregabalin ·
Ich hab da gerade genau das im Hinterkopf, wenn ich deine Zeilen lese – die ständige Anspannung, die Angst, die Schuldgefühle. Ich fühl mich manchmal genauso, wenn ich versuch, den Kindern zu erklären, warum der Vater nicht da sein kann. Vielleicht hilft es, wenn man sich kleine, echte Pausen gönnt, nicht nur „to let the kids” Pause, sondern “just breathe.” Hab das schon mal ausprobiert, wenn ich mitten im Chaos a iin Musik setze, die mir kurz den Kopf freigibt. Der kleine Atem-Check wirkt echt. Und yeah, das ist kein Egoismus, das ist survival. ❤️