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Woher nimmt man nach Jahren eigentlich noch Kraft

Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll, ehrlich gesagt. Wir haben heute Morgen wieder so ein Gespräch gehabt, die Kinder und ich. Die Kleine hat gefragt, ob wir heute Nachmittag vielleicht Eis essen gehen können. Und ich hab nur gedacht: Wer soll das denn jetzt schaffen? Die Vorstellung, mich fertig zu machen, sie anzuziehen, rauszugehen... puh. Normalerweise würde ich einfach ja sagen, klar, machen wir. Aber im Moment fühlt sich jede kleine Entscheidung an wie ein Marathon. Seit 12 Jahren läuft dieser Kampf jetzt schon, und ich hab das Gefühl, mir fehlt einfach die Puste. Ich geh zur Angehörigengruppe, versuch alles, was wir da lernen, irgendwie umzusetzen, aber diese ständige Anspannung, diese Angst... die zerrt. Und dann diese Schuldgefühle, wenn ich merke, dass ich die Kinder manchmal nur so nebenbei abfertige, weil mein Kopf einfach woanders ist. Oder wenn ich denke, dass ich mal wieder allein sein müsste, einfach mal eine Stunde Ruhe. Ist das egoistisch? Ich seh die anderen hier, die schreiben, wie sie Sport machen oder sich was Gutes tun. Und ich denk mir, ja, super, das wär ja auch was für mich. Aber dann sitzt du da, und dein Mann ist wieder mal nicht da, weil er in der dritten Therapie ist, und du weißt nicht, ob das diesmal was bringt, und die Kinder brauchen dich, und du bist einfach nur leer. Woher nimmt man da noch die Energie, sich um sich selbst zu kümmern? Ich meine, ich will ja. Ich weiß, dass es wichtig ist. Aber manchmal bin ich einfach zu erschöpft, um überhaupt ans "Ich" zu denken. Hat das noch jemand von euch? Dieses Gefühl, nur noch zu funktionieren und die eigene Batterie ist komplett leer? Ich fühl mich da echt allein manchmal.

1 Antworten

zzz_42 gerade eben
@sabine85 diese Anspannung, die du beschreibst - ich kenn das nur leider von der anderen Seite. Mein Ex hat auch immer diese Anspannung gehabt, und ich hab erst viel zu spät kapiert, wie sehr mich das mit runtergezogen hat, auch wenn ich die war, die "eigentlich" gesund war. Du schreibst, du gehst zur Angehörigengruppe und probierst alles umzusetzen - aber wer kümmert sich um DICH? Diese Frage stell ich mir grade selbst, seitdem ich zurück bin auf null. Es ist kein Egoismus, dass du mal ne Stunde Ruhe willst. Gar nicht. Ich finds halt einfach nur krass, dass du nach 12 Jahren noch kämpfst und die Welt dir trotzdem nicht einfacher macht. Das ist so viel.
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