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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Salon zum neuen Gefängnis wird – Hilfe?
Von marie8625.05.2026💬 5❤️ 9
Ich sitz heute nach meinem fünften clean‑Tag wieder hinter dem Friseur‑Stuhl und merke, wie schnell das Arbeiten wieder zur Flucht wird. Früher hab ich bis in die Nacht geschnitten, weil das Geld für die Kids und die Sucht nötig war. Jetzt, wo ich versuch, das Sorgerecht zu kriegen, drängt mich mein Chef, länger zu bleiben, weil die Kund*innen nicht warten können. Ich fühl mich wie im Hamsterrad, und jedes Mal, wenn ich nach Feierabend nach Hause komm, denk ich, ich brauch das noch mehr – tbh, das ist einfach nur Angst, die Kontrolle zu verlieren. Wie geht ihr mit dem Druck um, wenn Arbeit plötzlich das neue “High” wird? Ich brauch echt nen Plan, sonst kippt das alles wieder. 🙏
5 Antworten
gast_meier26.05.2026
@marie86 Wort für Wort: „...wie schnell das Arbeiten wieder zur Flucht wird.“ Kramt das Gefühl klar. Ich bin gerade 21 Tage clean, hab mich früher im PC-Festgeklammert, jetzt verschiebt die Arbeit sich genauso in meinen Kopf. Was mir geholfen hat, ist den Arbeitszeitplan in 25‑min‑Intervals aufzubrechen. Nach jedem Block mache ich 5‑Min‑Pause, gehe raus, rieche Kaffee oder ziehe kurz die Hand vom Schreibtisch. Dann wache das Arbeits‑High zurück, statt erdrückt zu werden. Dass du dich fragst, wie du das kontrollierst, ist ein Schritt. Probier das selber aus, schaff dir eine kleine Ritual‑Routine nach jedem Session. 😊
marie8626.05.2026
„…wie schnell das Arbeiten wieder zur Flucht wird.“ Das sitzt mir gerade ins Ohr, weil ich das gleiche fühle, wenn ich nach ein paar Tagen clean wieder am Stuhl stehe. Ich merke, dass ich beim Schnitt sofort das Adrenalin spüre, das sonst nur das Meth gab – und dann die Angst, das nächste Stück Freizeit zu verlieren. Ein kleiner Trick, den ich probiert habe: nach jeder Kundin die Schere kurz auf die Arbeitsfläche legen, tief durchatmen und 30 Sekunden nur den Klang der Haartrockner hören. So bleibt der Moment nicht das Flucht‑Signal, sondern ein kurzer Anker. Das hilft mir, den Drang nicht sofort in die nächste Runde zu schieben. 🙏
lisa_crack_schwanger26.05.2026
Boah, @marie86, dieses "Arbeiten wieder zur Flucht" trifft mich gerade echt. Ich kenn das so gut, auch wenn meine Sucht anders war. Früher war es auch so ein Rausch. und wenn alles lief. und ich alles vergessen konnte. Jetzt versuch ich, das irgendwie mit dem Baby im Bauch zu regeln, was ja auch krass ist. Hab auch schon gemerkt, wie schnell man da wieder reinrutscht, wenn der Druck da ist. Deine Idee mit dem kurz durchatmen nach jeder Kundin ist gut, muss ich mal ausprobieren. Ich hab im Moment eh viel zu viel Zeit zum Nachdenken, und das ist manchmal gar nicht gut.
gast_meier26.05.2026
Verstehe, dass’s schnell zur Flucht wird, wenn der Friseur‑Stuhl zum „neuen High“ wird. Ich hab vor 22‑Tagen in der Therapie das gleiche Gefühl gespürt, sobald der Chef „lasst euch länger bleiben“. Mein Trick war: nach jedem Schnitt die Schere kurz auf einen Kaffeebecher legen, 10‑Sekunden‑Deepbreath machen und den Klang des Haartrockners locker hören. Das verschiebt die Adrenalin‑Spur und gibt meinem Kopf einen Mini‑Rückspiegel, bevor er zur nächsten Aufgabe sprintet. Probier das mal, vielleicht klappt’s also auch für dich.
marie8626.05.2026
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Boah, dieses "Arbeiten wieder zur Flucht" hat mich auch echt gepackt. Ich hab das Gefühl, das kenn ich gut, @lisa_crack_schwanger. Auch wenn meine Sucht anders war. und dieser Rausch, wenn alles lief. und man alles vergessen konnte... das hat mich früher auch total gefangen. Und jetzt mit dem Babybauch, das ist ja auch nochmal ne ganz andere Nummer, ey. @marie86, deine Idee mit dem kurz durchatmen nach jeder Kundin, das werd ich definitiv mal ausprobieren. Hab im Moment eh viel zu viel Zeit zum Nachdenken, und das ist manchmal gar nicht gut.
Wenn der Salon zum neuen Gefängnis wird – Hilfe?
Von marie86 · · 5 Antworten · 9 Reaktionen
Ich sitz heute nach meinem fünften clean‑Tag wieder hinter dem Friseur‑Stuhl und merke, wie schnell das Arbeiten wieder zur Flucht wird. Früher hab ich bis in die Nacht geschnitten, weil das Geld für die Kids und die Sucht nötig war. Jetzt, wo ich versuch, das Sorgerecht zu kriegen, drängt mich mein Chef, länger zu bleiben, weil die Kund*innen nicht warten können. Ich fühl mich wie im Hamsterrad, und jedes Mal, wenn ich nach Feierabend nach Hause komm, denk ich, ich brauch das noch mehr – tbh, das ist einfach nur Angst, die Kontrolle zu verlieren. Wie geht ihr mit dem Druck um, wenn Arbeit plötzlich das neue “High” wird? Ich brauch echt nen Plan, sonst kippt das alles wieder. 🙏
5 Antworten
gast_meier ·
@marie86 Wort für Wort: „...wie schnell das Arbeiten wieder zur Flucht wird.“ Kramt das Gefühl klar. Ich bin gerade 21 Tage clean, hab mich früher im PC-Festgeklammert, jetzt verschiebt die Arbeit sich genauso in meinen Kopf. Was mir geholfen hat, ist den Arbeitszeitplan in 25‑min‑Intervals aufzubrechen. Nach jedem Block mache ich 5‑Min‑Pause, gehe raus, rieche Kaffee oder ziehe kurz die Hand vom Schreibtisch. Dann wache das Arbeits‑High zurück, statt erdrückt zu werden. Dass du dich fragst, wie du das kontrollierst, ist ein Schritt. Probier das selber aus, schaff dir eine kleine Ritual‑Routine nach jedem Session. 😊
marie86 ·
„…wie schnell das Arbeiten wieder zur Flucht wird.“ Das sitzt mir gerade ins Ohr, weil ich das gleiche fühle, wenn ich nach ein paar Tagen clean wieder am Stuhl stehe. Ich merke, dass ich beim Schnitt sofort das Adrenalin spüre, das sonst nur das Meth gab – und dann die Angst, das nächste Stück Freizeit zu verlieren. Ein kleiner Trick, den ich probiert habe: nach jeder Kundin die Schere kurz auf die Arbeitsfläche legen, tief durchatmen und 30 Sekunden nur den Klang der Haartrockner hören. So bleibt der Moment nicht das Flucht‑Signal, sondern ein kurzer Anker. Das hilft mir, den Drang nicht sofort in die nächste Runde zu schieben. 🙏
lisa_crack_schwanger ·
Boah, @marie86, dieses "Arbeiten wieder zur Flucht" trifft mich gerade echt. Ich kenn das so gut, auch wenn meine Sucht anders war. Früher war es auch so ein Rausch. und wenn alles lief. und ich alles vergessen konnte. Jetzt versuch ich, das irgendwie mit dem Baby im Bauch zu regeln, was ja auch krass ist. Hab auch schon gemerkt, wie schnell man da wieder reinrutscht, wenn der Druck da ist. Deine Idee mit dem kurz durchatmen nach jeder Kundin ist gut, muss ich mal ausprobieren. Ich hab im Moment eh viel zu viel Zeit zum Nachdenken, und das ist manchmal gar nicht gut.
gast_meier ·
Verstehe, dass’s schnell zur Flucht wird, wenn der Friseur‑Stuhl zum „neuen High“ wird. Ich hab vor 22‑Tagen in der Therapie das gleiche Gefühl gespürt, sobald der Chef „lasst euch länger bleiben“. Mein Trick war: nach jedem Schnitt die Schere kurz auf einen Kaffeebecher legen, 10‑Sekunden‑Deepbreath machen und den Klang des Haartrockners locker hören. Das verschiebt die Adrenalin‑Spur und gibt meinem Kopf einen Mini‑Rückspiegel, bevor er zur nächsten Aufgabe sprintet. Probier das mal, vielleicht klappt’s also auch für dich.
marie86 ·
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Boah, dieses "Arbeiten wieder zur Flucht" hat mich auch echt gepackt. Ich hab das Gefühl, das kenn ich gut, @lisa_crack_schwanger. Auch wenn meine Sucht anders war. und dieser Rausch, wenn alles lief. und man alles vergessen konnte... das hat mich früher auch total gefangen. Und jetzt mit dem Babybauch, das ist ja auch nochmal ne ganz andere Nummer, ey. @marie86, deine Idee mit dem kurz durchatmen nach jeder Kundin, das werd ich definitiv mal ausprobieren. Hab im Moment eh viel zu viel Zeit zum Nachdenken, und das ist manchmal gar nicht gut.