Wie bring ich meine 9 Monate Clean im Vorstellungsgespräch rüber
Von Neustarter8516.08.2026💬 1❤️ 0
Also, ich sitz grad im Pausenraum der Kantine, schnippe mir ne Tasse Kaffee und denk drüber nach, ob ich mich endlich mal wieder fuer einen Job in ’ner richtigen Gastro-Küche bewerbe. Seit 9 Monaten bin ich clean – das fühlt sich an wie ein kleiner Sieg nach jedem Schichtende, und trotzdem krieg ich jedes Mal Schmetterlinge im Bauch, wenn ich an ein Vorstellungsgespräch denke. Letzte Woche hab ich mich auf ne Stelle als Sous‑Chef im Prenzlauer Berg beworben, und jetzt war das Telefonat – die Personalchefin hat nach meinem „Motivation“ gefragt und ich hab ploetzlich das Gefuehl, das…
Ich will ehrlich sein, aber ich will nich gleich die ganze Sucht‑Story auspacken, weil das ja meistens nur abschreckt. Auf der anderen Seite will ich ja nicht lügen, weil das irgendwann doch auffliegt und ich mir dann wieder den Kopf zerbreche, ob ich das Risiko eingegangen bin. Habt ihr Tipps, wie ich das Thema sauber anreißen kann, ohne dass es gleich wie ein roter Alarm wirkt? Soll ich lieber erst mal sagen, dass ich “nach einer langen Pause wieder in die Branche einsteigen will” und das mit den 9 Monaten erst später erwaehnen, wenn's noetig ist?
Ich hab jetzt schon ein paar Ideen: vielleicht das Ganze mit meinem neuen Job in der Kantine verbinden, also „ich habe dort gelernt, stressfrei zu arbeiten und meine Gesundheit im Griff zu haben“. Oder einfach ganz offen, dass ich in den letzten Monaten an mir gearbeitet hab und jetzt voll motiviert bin. Was meint ihr, wie viel Ehrlichkeit ist zu viel, und was ist akzeptabel im Bewerbungs‑Talk? Ich freu mich auf eure Erfahrungen, vielleicht habt ihr ja aehnliche Stories aus der Gastronomie‑Welt, die ihr teilen koennt... musste das grad einfach mal rauslassen.
1 Antworten
aydincleancrew17.08.2026
Ey @Neustarter85, "nach einer langen Pause wieder in die Branche einsteigen will" klingt echt gut so, hm?
Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber früher als ich in die Kfz-Azubi-Schicht kam, hatte ich ähnliche Angst vor der Bewerbung. Das mit der "Pause" zu umgehen hat bei mir gut geklappt, weil ich dann einfach nur von der Motivation und dem Willen sprach, neu zu starten. Die Story mit der Sucht hab ich irgendwie nur erwähnt, wenn man direkt nach dem ersten Chat fragt. Wichtig is, dass du nicht sofort alles rausschickst – ich hab gelernt, erstmal den ersten Eindruck zu erobern, dann gibt's die Details wenn's nötig is.
Wie bei uns hier im Forum is, es geht nicht darum alles zu verstecken, sondern die richtigen Momente abzuwägen. Pack schlägt sich bei mir auch so, dass ich erstmal die Stelle gefunden hab, bevor ich zu viel erzähl. Viel Glück bei der Kantine – die hat theyilschon super gelaert!
Wie bring ich meine 9 Monate Clean im Vorstellungsgespräch rüber
Von Neustarter85 · · 1 Antworten · 0 Reaktionen
Also, ich sitz grad im Pausenraum der Kantine, schnippe mir ne Tasse Kaffee und denk drüber nach, ob ich mich endlich mal wieder fuer einen Job in ’ner richtigen Gastro-Küche bewerbe. Seit 9 Monaten bin ich clean – das fühlt sich an wie ein kleiner Sieg nach jedem Schichtende, und trotzdem krieg ich jedes Mal Schmetterlinge im Bauch, wenn ich an ein Vorstellungsgespräch denke. Letzte Woche hab ich mich auf ne Stelle als Sous‑Chef im Prenzlauer Berg beworben, und jetzt war das Telefonat – die Personalchefin hat nach meinem „Motivation“ gefragt und ich hab ploetzlich das Gefuehl, das…
Ich will ehrlich sein, aber ich will nich gleich die ganze Sucht‑Story auspacken, weil das ja meistens nur abschreckt. Auf der anderen Seite will ich ja nicht lügen, weil das irgendwann doch auffliegt und ich mir dann wieder den Kopf zerbreche, ob ich das Risiko eingegangen bin. Habt ihr Tipps, wie ich das Thema sauber anreißen kann, ohne dass es gleich wie ein roter Alarm wirkt? Soll ich lieber erst mal sagen, dass ich “nach einer langen Pause wieder in die Branche einsteigen will” und das mit den 9 Monaten erst später erwaehnen, wenn's noetig ist?
Ich hab jetzt schon ein paar Ideen: vielleicht das Ganze mit meinem neuen Job in der Kantine verbinden, also „ich habe dort gelernt, stressfrei zu arbeiten und meine Gesundheit im Griff zu haben“. Oder einfach ganz offen, dass ich in den letzten Monaten an mir gearbeitet hab und jetzt voll motiviert bin. Was meint ihr, wie viel Ehrlichkeit ist zu viel, und was ist akzeptabel im Bewerbungs‑Talk? Ich freu mich auf eure Erfahrungen, vielleicht habt ihr ja aehnliche Stories aus der Gastronomie‑Welt, die ihr teilen koennt... musste das grad einfach mal rauslassen.
1 Antworten
aydincleancrew ·
Ey @Neustarter85, "nach einer langen Pause wieder in die Branche einsteigen will" klingt echt gut so, hm?
Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber früher als ich in die Kfz-Azubi-Schicht kam, hatte ich ähnliche Angst vor der Bewerbung. Das mit der "Pause" zu umgehen hat bei mir gut geklappt, weil ich dann einfach nur von der Motivation und dem Willen sprach, neu zu starten. Die Story mit der Sucht hab ich irgendwie nur erwähnt, wenn man direkt nach dem ersten Chat fragt. Wichtig is, dass du nicht sofort alles rausschickst – ich hab gelernt, erstmal den ersten Eindruck zu erobern, dann gibt's die Details wenn's nötig is.
Wie bei uns hier im Forum is, es geht nicht darum alles zu verstecken, sondern die richtigen Momente abzuwägen. Pack schlägt sich bei mir auch so, dass ich erstmal die Stelle gefunden hab, bevor ich zu viel erzähl. Viel Glück bei der Kantine – die hat theyilschon super gelaert!