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Wenn Papa nach dem Zocken plötzlich gar nicht mehr da ist – was soll ich tun
Von sabine85vor 3 Tagen💬 1❤️ 6
Heute war wieder so ein typischer Donnerstagabend. Ich war mit den Kindern beim Abendessen, das Essen war noch warm und die Kleine hat plötzlich gefragt, warum ihr Papa immer noch nicht nach Hause kommt. Ich hab versucht zu lächeln und zu sagen, dass er noch „arbeitet“, aber innerlich war ich am zerreißen. Ich weiß, er sitzt gerade wahrscheinlich bis spät in die Nacht vor dem PC, in irgendeinem Online‑Shooter, und ich hab das Gefühl, dass das für uns alle immer mehr zur zweiten Familie wird.
Ich hab versucht, das mit ihm zu besprechen, wenn er mal kurz aus dem Spiel rauskommt. Aber jedes Mal, wenn ich das Thema anspreche, wird er nervös und sagt, dass es nur ein bisschen Stressabbau sei und er das nur für eine kurze Zeit macht. Und dann, wenn er „kurz“ aussteigt, geht das Game weiter und er bleibt da, bis er völlig erschöpft einschläft. Die Kinder fragen mich dann immer wieder, ob Papa bald nach Hause kommt, und ich muss jedes Mal wieder die gleiche Antwort geben – „bald, Schatz, er ist gleich fertig“. Aber ich habe keine Ahnung, wann das „bald“ endet.
Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich das Thema ansprechen kann, ohne dass er sofort in die Verteidigungsposition geht? Oder wie man die Kinder besser ablenken kann, wenn Papas Gaming‑Session länger dauert als geplant? Ich fühl mich so machtlos, weil ich ja nicht selbst „clean“ bin – ich habe keinen Counter, aber die Angst, dass das Gaming jetzt genauso viel Raum einnimmt wie sein Alkohol, macht mir echt zu schaffen.
Und noch was: Gibt es hier jemanden, der schon mal erfolgreich Grenzen gesetzt hat, damit das Zocken nicht mehr die ganze Familie auf den Kopf stellt? Ich wünschte, ich könnte einfach einen klaren Cut machen, aber das scheint ja viel zu schwer zu sein. ❤️
1 Antworten
lu_aus_kvor 2 Tagen
Das Wort „machtlos“ trifft mich hart – ich sitz mit meinem Freund im selben Dilemma, nur mit Alkohol. Wenn ich mich dann im Gaming verlier, fühl ich mich genauso klein, weil ich keinen eigenen Clean‑Counter hab. Vielleicht hilft, feste Abend‑Rituale zu schaffen, bei denen du Kindern klar sagst: „Ab 20 Uhr ist Familien‑Zeit, kein Zocken.“ Das gibt dir sofort eine Grenze, ohne sofort in seine Verteidigung zu geraten. ❤️
Wenn Papa nach dem Zocken plötzlich gar nicht mehr da ist – was soll ich tun
Von sabine85 · · 1 Antworten · 6 Reaktionen
Heute war wieder so ein typischer Donnerstagabend. Ich war mit den Kindern beim Abendessen, das Essen war noch warm und die Kleine hat plötzlich gefragt, warum ihr Papa immer noch nicht nach Hause kommt. Ich hab versucht zu lächeln und zu sagen, dass er noch „arbeitet“, aber innerlich war ich am zerreißen. Ich weiß, er sitzt gerade wahrscheinlich bis spät in die Nacht vor dem PC, in irgendeinem Online‑Shooter, und ich hab das Gefühl, dass das für uns alle immer mehr zur zweiten Familie wird.
Ich hab versucht, das mit ihm zu besprechen, wenn er mal kurz aus dem Spiel rauskommt. Aber jedes Mal, wenn ich das Thema anspreche, wird er nervös und sagt, dass es nur ein bisschen Stressabbau sei und er das nur für eine kurze Zeit macht. Und dann, wenn er „kurz“ aussteigt, geht das Game weiter und er bleibt da, bis er völlig erschöpft einschläft. Die Kinder fragen mich dann immer wieder, ob Papa bald nach Hause kommt, und ich muss jedes Mal wieder die gleiche Antwort geben – „bald, Schatz, er ist gleich fertig“. Aber ich habe keine Ahnung, wann das „bald“ endet.
Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich das Thema ansprechen kann, ohne dass er sofort in die Verteidigungsposition geht? Oder wie man die Kinder besser ablenken kann, wenn Papas Gaming‑Session länger dauert als geplant? Ich fühl mich so machtlos, weil ich ja nicht selbst „clean“ bin – ich habe keinen Counter, aber die Angst, dass das Gaming jetzt genauso viel Raum einnimmt wie sein Alkohol, macht mir echt zu schaffen.
Und noch was: Gibt es hier jemanden, der schon mal erfolgreich Grenzen gesetzt hat, damit das Zocken nicht mehr die ganze Familie auf den Kopf stellt? Ich wünschte, ich könnte einfach einen klaren Cut machen, aber das scheint ja viel zu schwer zu sein. ❤️
1 Antworten
lu_aus_k ·
Das Wort „machtlos“ trifft mich hart – ich sitz mit meinem Freund im selben Dilemma, nur mit Alkohol. Wenn ich mich dann im Gaming verlier, fühl ich mich genauso klein, weil ich keinen eigenen Clean‑Counter hab. Vielleicht hilft, feste Abend‑Rituale zu schaffen, bei denen du Kindern klar sagst: „Ab 20 Uhr ist Familien‑Zeit, kein Zocken.“ Das gibt dir sofort eine Grenze, ohne sofort in seine Verteidigung zu geraten. ❤️