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Wie hat sich die Sucht‑Betreuung seit den 80ern verändert – was bleibt gleich

Ich sitz hier an meinem Küchentisch, das Licht vom Flur drinngt noch schwach rein und die Heizung macht ihr leises Rattern. Es ist Montag, und ich dachte mir, das ist ja ein guter Moment, um mal über die ganze Entwicklung von den 70ern bis heute zu reden. Wie ich schon in meinem Post „Erinnerungen an die alte Szene“ geschrieben hab, war das Westberliner Milieu damals ein wilder Dschungel aus Kneipen, Hinterzimmern und “neuen” Substanzen. Wir hatten kaum offizielle Hilfsangebote – meistens war es das Netzwerk aus anderen Konsumenten, die einen “abgeholt” haben, wenn du zu tief gefallen bist. Heute, fast fünf Jahrzehnte später, gibt es die Polamidon‑Substitution, die ich gerade mache, und offiziell geförderte Wohnformen, wie meine kleine Wohnung im Sozialwohnungsbau. Die Kliniken haben viel mehr Struktur, und die Ärzte reden heute viel offener über Entzugsmethoden. Trotzdem fühlt sich das irgendwie... gleich an. Ich meine, die langen Wartezeiten für einen Platz in einer Entzugs‑Klinik sind nach wie vor ein Problem, und die Bürokratie ist oft genauso undurchsichtig wie damals das “Viertel‑Papier”. Ein Bild, das mir immer wieder begegnet: Ich sitz im Wartezimmer, seh die gleichen nervösen Blicke, hör das leise Flüstern über “die nächste Dosis” und das gleiche Gefühl von Hoffnung, die fast schon zu kurz kommt. Und dann gibt’s da diese eine Sache, die sich nie geändert hat – das Bedürfnis nach einem echten Gespräch, nach jemandem, der einfach nur zuhört, ohne gleich zu predigen. Habt ihr das Gefühl, dass die offiziellen Strukturen euch wirklich weiterbringen, oder bleibt das alte “Schnack im Hinterzimmer” doch das, was am meisten hilft? Ich bin gespannt, was ihr aus eurer eigenen Erfahrung berichten könnt, besonders die Jüngeren, die vielleicht nur das moderne System kennen. 🙏 Trotz aller Veränderungen bleibt das Ringen um einen sicheren Ort, wo man nicht sofort wieder “abtauchen” muss – das ist wohl das, was sich kaum verschiebt.
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