Öffentlich lesbarer Thread
Die Nacht, in der mein Koks-Wunsch zerbrach
Ich sitz grad hier auf dem Sofa, den Laptop auf dem Schoß, und hab das Gefühl, als würde mir grad wieder mal alles um die Ohren fliegen. Eigentlich wollte ich nur ein paar Mails checken – einfach nur kurz. Doch bevor ich’s gemerkt habe, war mein Handy in der Hand und ich scrollte durch eine Gruppe, in der Leute ihren „Performance-Boost“ diskutieren. Der Gedanke an eine Linie kam einfach so – keine große Planung, einfach so eine Art „hey, warum nicht?“. Ich hab’s mir fast eingebildet, als würde der Druck im Büro, der sich seit Monaten aufbaut, wie ein unsichtbarer Knoten in meinem Hals zünden. Ich dachte, vielleicht könnte ein bisschen Koks mir helfen, dem Stress für heute Abend zu entkommen – der Präsentation, die morgen ansteht, dem Chef, der immer wieder nachfragt. Aber dann kam dieser Blick zurück, als ich mich selbst im Spiegel sah – müde, ausgebrannt, und irgendwie schon wieder am Rande eines Burnouts. Ich wusste, dass ich nach dem Clean eigentlich nicht mehr so weit sein wollte. Also hab ich’s weggeschmissen, die Linie zerbrach in der Luft, und ich hab mich einfach nur auf die Couch gesetzt. Es ist Freitag, das Wochenende naht, und der Gedanke an die ganzen Partys, bei denen ich früher den „Boost“ gebraucht hab, macht mir echt Angst. Ich frage mich echt: Wie haltet ihr es mit diesen Gedanken? Kommt der Wunsch nach dem alten „Boost“ bei euch auch so plötzlich und unerwartet, oder findet ihr andere Wege, um mit dem Druck umzugehen, ohne dass es wieder eskaliert? Irgendwie füh... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.
