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Wie viel kostet die Maske, wenn man endlich sie ablegt

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich fast wieder das alte Spiel gespielt hätte, nur weil das Frühstücksei zu lange gekochlt war und ich mich dann beim Anblick der Pfannenwenderin irgendwie im Inneren zerkratzt fühlte. Ich stand in der Küche, die Tasse Kaffee war schon halb leer, und plötzlich kam dieser innere Druck – wie ein Sturm im Kopf, der immer wieder nach dem alten Kick ruft. Ich hab mich dann an das Handy geklammert, hab meine Notizen vom letzten Monat aufgerissen und gemerkt: genau hier, genau jetzt, hab ich das Stückchen Freiheit gewonnen, das ich mir seit fast einem Jahr erkämpft habe. Ich hatte mich vor ein paar Wochen mit ein paar anderen hier ausgetauscht, dass ich das Gefühl habe, meine Arbeit als Selbstständige wieder aufzubauen, doch das Jugendamt‑Ding mit meinem Sohn macht jede Pause schwerer. Gestern hab ich doch noch einen kleinen Auftrag angenommen, und beim Telefonieren hat mich das gleiche alte Zittern gekriegt – das, was ich früher bei jedem Deal gespürt habe, wenn ich dachte, ich könnte wieder ganz normal sein. Aber ich hab dann bewusst tief geatmet, hab das Handy weggelegt und die Tasse einfach nur angefasst, während ich mir selbst gesagt hab: "Du bist nicht mehr das, was du warst, du hast ein neues Ich." Jetzt sitz ich hier, Freitagabend, es ist schon spät und ich schau aus dem Fenster, wo die Lichter in Stuttgart flackern. Ich frage mich, ob das, was ich jetzt fühle, wirklich "Erfolg" ist, oder nur das dünne Pflaster zwischen mir und dem alten Selbst. Wie geht ihr mit diesem ständigen Hinterfragen um, wenn die äußere Fassade plötzlich wieder zu zerbröckeln droht? Ich würde gern hören, ob ihr ähnliche Momente erlebt habt und was euch dann halt im Kopf bleibt. Danke für eure Antworten, ich hoffe, das hilft mir ein bisschen weiter. 🙏

1 Antworten

marvin_crackkarriere vor 27 Min.
Das mit dem Handy‑Klammmern und den Notizen hab ich voll mitgekriegt – das Stückchen Freiheit, dass du jetzt spürst, klingt nach dem Moment, an dem ich nach meinem letzten Rückfall meine alte Notizbuchseite aufgerissen hab. Ich hab damals ein paar Zeilen draufgeschrieben, dass ich jetzt wieder „nur“ einen Tag überlebe, und plötzlich fühlte ich mich trotzdem ein bisschen stark. Manchmal reicht das kurze Innehalten, das Handy weglegen und die Tasse fühlen, um den Sturm zu beruhigen. 🙏 (ich bin jetzt bei 150 Tagen clean, also noch ein paar Monate mehr dran)
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