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Hab ich einfach nur die Droge gegen die Konsole getauscht

Also, ich sitze hier gerade um 22 Uhr, Laptop aufm Schoß, eigentlich wollte ich nur kurz was nachgucken für die Uni und jetzt bin ich wieder bei diesem einen Spiel gelandet, wo man so schön abschalten kann, weißt du? Ich bin ja jetzt seit fast einem Jahr clean vom Kiffen, das hab ich hier im Forum schon öfter erzählt. Aber irgendwie ist mir die letzte Zeit aufgefallen, dass ich stattdessen ziemlich viel zocke. Nicht so wie früher mal ab und an mit Freunden, sondern wirklich... viel. Abends, wenn ich nicht schlafen kann. Am Wochenende, wenn ich eigentlich lernen sollte. Wenn meine Mutter anruft und ich nicht rangehen will, weil ich einfach meine Ruhe haben will. Letztens hat mich meine Mitbewohnerin gefragt, ob ich mal wieder "am Zocken" bin, und ich hab irgendwie automatisch genervt reagiert, obwohl sie das gar nicht böse gemeint hat. Aber irgendwie hat mich das zum Nachdenken gebracht. Ist das jetzt besser? Ich rauche nicht mehr, ich geh zur Beratung, ich hab meinen Plan. Aber ich sitze teilweise 4-5 Stunden am Stück und merk gar nicht wie die Zeit vergeht. Und dann hab ich am nächsten Tag wieder keine Energie für nichts. Kennt ihr das? Diese Angst, dass man einfach nur das eine durch das andere ersetzt hat, und es sich nur anders anfühlt, weil es legal ist und niemand was sagt? Meine Mutter wäre schockiert wenn sie wüsste wie viel ich zocke, aber irgendwie ist das ja "normal" in meinem Alter, oder? Bin ich einfach nur paranoid oder ist das echt ein Ding?
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