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„Koks‑Baum, GHB‑Wurzel – wo endet die Doppel‑Abhängigkeit?“

Ich hab gerade im Bett liegen und die Windel der Erinnerung an den Bar‑Diensttag noch immer ausgeschüttet. Da war’s: Koks in der Hand, Benzos im Rücken, GHB als Nachtflucht, sobald die Drinks krachten und die Gäste sich auspennen. Und jetzt, 127 Tage sauber, kommt das alte Gewohnheits‑Spiel zurück, wenn ich im Notstrom eine Party plane und die Leute plötzlich „mehr Blut“ wollen. Ich frag mich: Wie kommt's, das GHB und Koks sich so gut ergänzen, dass man gar nicht mehr trennt? Ich hab's auf drei Arten erlebt – als „Boost“ vor dem Shift, als „Schlafer“ nach der Arbeit und als „Müll“ in der Nacht. So klingen die Technik-Segmente: Koks als Funktionsdroge im Beruf, GHB als Crash‑Heimwerker. Warum funktioniert das so? Vielleicht weil beide ein fast absichtliches „Sicherheitssystem“ würfeln, bei dem die Realität in den Hintergrund rückt, ohne dass sich jemand wirklich fragt, ob es die richtige Wahl ist. Allgemein frage ich: Habt ihr auch das Gefühl, dass GHB und Koks oft als „Kombos” dazustehen scheinen? Und wie bewältigt ihr den Druck, wenn die Leute denken, dass man ohne „die beiden” nicht mehr an der Bar steht? Ich hab ein paar Tage vor der letzten Operation noch ein bisschen Rauschkonsum, denke aber, dass das ein Risiko ist, das man nicht mehr unterschätzen kann. Ich will wissen, ob ihr denkt, das ist realistisch oder einfach nur Blödsinn. Und wenn ihr ja, wie geht ihr mit der Mentalität um, dass die Droge ein „Sicherheitsnetz“ sein soll? Danke, wenn ihr euch ein bisschen Zeit nehmt. 🙏

12 Antworten

ohnenamen 17.05.2026
@sabrina_koks, die Windel‑Metapher hab ich voll verstanden – als ob die Erinnerung an den Bar‑Diensttag noch immer ausläuft und man nicht weiß, wo der Schmutz liegt. Ich selber hab da den gleichen Riss gespürt, wenn ich spätabends an die Party denken muss, obwohl ich 11 Monate sauber bin. Da kommt das alte „Sicherheitsnetz“ sofort wieder zum Tragen: Koks, um die Arbeit zu kappen, GHB, um den Crash zu stoppen. Genau das gleiche System, nur mit anderen Namen, das die Realität ausblendet. Vielleicht liegt es daran, dass beide den Puls anheizen und dann sofort die Depression ausgleichen. Ich frage mich, ob das wirklich ein Schutz ist oder nur ein weiterer Traum? Manchmal merke ich, dass die Erinnerung selbst schon heimlich nach der Droge verlangt, als wäre sie die einzige Maske, die mich da trägt.
sabrina_koks 18.05.2026
Die Windel‑Metapher von @sabrina_koks schlägt mir echt ins Herz – diese „Windel der Erinnerung“ liegt irgendwie noch im Zimmer, auch wenn ich jetzt 128 Tage clean bin. Ich spür das ähnlich, wenn ich abends das leise Summen der Kühltheke höre und plötzlich das Bild vom Koks‑Stoff in der Hand auftaucht, als ob die Erinnerung noch ein bisschen klebrig wäre. @ohnenamen, dein Bild vom „Sicherheitsnetz“ hat mich auch zum Nachdenken gebracht: wir haben uns ja quasi ein System gebaut, das den Puls hochjagt und dann sofort wieder runterzieht, und das fühlt sich manchmal an wie ein falscher Trost. Ich frage mich, ob das erst gar nicht ein Schutz war, sondern eher ein Trick, den unser Körper uns … gerade in stressigen Schichten angeboten hat. Vielleicht hilft es, die „Windel“ jetzt einfach zu wechseln, anstatt sie immer wieder auszuschütteln. ❤️
ohnenamen 18.05.2026
Die Windel-Metapher hat mich echt getroffen, ich muss sagen. Diese Erinnerungen, die einfach nicht trocknen wollen, kenn ich zu gut. Bei mir war es zwar heroinrauch und nicht Bar-Dienst, aber dieses Gefühl, dass die Nacht noch in dir nachwirkt, als ob irgendwo in deinem Kopf noch einer den Schlüssel hat... Was mich an deinem Post grad beschäftigt: du schreibst, dass Koks und GHB sich ergänzen wie boosten und schlafen. Das stimmt, das hab ich auch so erlebt, aber was mir heute auffällt - dieses "Sicherheitsnetz" war eigentlich nur ein anderes Wort für "ich will nicht fühlen, was gerade passiert". Das ist kein Netz, das dich auffängt, das ist ein Deckel, der drauf drauf kommt. 128 Tage istkrass, echt. Und dass du das jetzt schon siehst, find ich mutig. 🙏
yvonne_koks_allein 18.05.2026
Ich denke, das mit der "Windel der Erinnerung" ist echt krass, ich kann das total nachvollziehen. Als ich clean wurde, dachte ich, ich würde all das Zeug einfach loslassen können, aber es klebt irgendwie, wie @sabrina_koks schon gesagt hat. Ich hab auch erlebt, dass Koks und GHB sich wie ein perfektes Paar anfühlen, aber ich sehe jetzt, dass das nur ein Teil meines alten Systems war, um nicht zu fühlen. Ich bin jetzt seit 1 Jahr clean und ich muss sagen, es ist ein langsam Prozess, aber ich lerne langsam, meine Gefühle zu akzeptieren und nicht mehr zu verstecken. Es ist echt mutig, wie @sabrina_koks das alles durchmacht und ich wünsche ihm viel Kraft für den weiteren Weg.
can_wieder_atmen vor 6 Tagen
Die "Windel der Erinnerung" ist ein echt krasser Vergleich, ich kann das total nachvollziehen, @ohnenamen hat das auch schon angesprochen.
sabrina_koks vor 6 Tagen
@yvonne_koks_allein ich hab auch das „Schlaf-Stadt-Koks“-Triangle durchgemacht – GHB nach der Bakerdecke, Koks vor der nächsten Party, alles um den Moment zu fassen. Die Windel deiner Erinnerung? Für mich war es die Küche: nachts, wenn die Kunden weg waren, das Geruchsspiel von Alkohol und dem Gedanken, „nur noch ein paar mehr zu servieren“. Endlich sitze ich jetzt da, nicht mehr im Bekleidungszimmer der Erinnerung, aber die Vorstellung von „Sicherheit durch Substanz“ bleibt manchmal überschwemmen. @sabrina_koks, deine Beschreibung der Windel als „klebrig“ – genau das fühlt sich an, als ob die Gewohnheit nicht tot ist, sondern nur in den Rändern sch... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
yvonne_koks_allein vor 6 Tagen
Diese "Windel der Erinnerung", die @mitglied_c12c5c da beschreibt, das ist echt krass. Ich hab da sofort an meine eigenen Zeiten gedacht, wo ich nach dem Job noch schnell was genommen hab, um runterzukommen, und dann am nächsten Tag wieder was, um überhaupt erst mal hochzukommen. Dieses "Sicherheitsnetz", wie das genannt wird – das ist doch nur ein schickes Wort für die totale Flucht, oder? Mir fällt auf, dass diese Gedanken gerade wieder stärker werden, jetzt wo ich anfange, mir meine Selbstständigkeit neu aufzubauen. Der Druck, dass alles perfekt laufen muss, der ist echt da. Und dann denkt man halt doch wieder an die alten Wege, um das Gefühl zu umgehen, nicht gut genug zu sein. Aber nein, ich lass mich da nicht mehr drauf ein.
marvin_crackkarriere vor 6 Tagen
die windel-metapher hat mich voll getroffen. dieses bild von der erinnerung die einfach nicht trocknen will, nachts noch ausläuft... kenn ich zu gut. bei mir wars nicht bar-dienst, sondern diese momente nach dem aufwachen im konsumraum, wo alles noch nass war von der Nacht davor. und dann kommt der tag und die erinnerung schüttet wieder aus, als ob nichts passiert wär. 152 tage bei mir und manchmal riech ich noch den stoff wenn ich aufwache. das ist kein sicherheitsnetz, das ist ein nasser fleck den man nicht wegbekommt. 💭
yvonne_koks_allein vor 6 Tagen
@sabrina_koks „Die Windel der Erinnerung“ – das treffert genau wo es wehtut. Bei mir war das auch so: als ich noch im Dienst war, trank ich eiskaltes Wasser aus der Flasche, um Koks zu verdünnen, und dann fühlte sich der Geschmack irgendwie... vertraut. Als ob die Erinnerung selbst eine Abhängigkeit entwickelt hat. Gestern Abend hatte ich nach der Arbeit wieder das alte „Sicherheitsnetz“-Gefühl, als müsste ich GHB nehmen, um den Crash zu stoppen, obwohl ich seit 367 Tagen clean bin. Das Gefühl, dass die Droge ein „Korridor“ ist, den man nicht mehr verlassen kann – das ist so genau. Vielleicht liegt es daran, dass beide Substanzen nicht nur den Puls ansteigen lassen, sondern auch das Gefühl erzeugen, „nicht mehr fühlen zu müssen“. Aber das ist kein Schutz, das ist ein Gefängnis. Ich versuche jetzt, diese „Windel“ zu wechseln, nicht nur zu wechseln, sondern loszulassen.
can_wieder_atmen vor 6 Tagen
Die „Windel der Erinnerung“ fühlt sich bei mir noch immer klebrig an, vor allem wenn das leise Summen der Kühltheke wieder das Bild vom Koks hochzieht – @sabrina_koks, dein Bild vom „Wechseln“ der Windel hat mich jetzt echt zum Nachdenken gebracht. ❤️
cedric_neuestart vor 6 Tagen
@sabrina_koks, die Windel‑Metapher krass – ich hab das rübergekommen, wenn ich nachts im Studio chill und plötzlich die Bar‑Vibes in meinem Kopf auftauchen. Bei mir war der GHB‑Crash als Auslöser, Koks als „Boost“, und das System blieb wie ein Puffer. Ich hab versucht, die Windel zu wechseln. und statt zu scheuern,. und das hat den Unterschied gemacht. 🙏
marvin_crackkarriere vor 6 Tagen
Diese "Windel der Erinnerung", krass wie @sabrina_koks das beschreibt. Dieses Bild, dass die Nacht noch ausläuft, kenn ich. Bei mir war es nicht die Bar, sondern eher die Tage im betreuten Wohnen, wo sich alles so langsam anfühlte und ich manchmal das Zeug vermisst hab, das alles schneller macht. Dieses "Sicherheitsnetz" ist doch echt nur ein Haufen Lügen, oder? Man will nicht fühlen, dass man gerade scheiße drauf ist. 153 Tage jetzt und manchmal denk ich noch dran, wie der Crack geraucht hat, aber halt nur ganz kurz. Hab das Gefühl, dass diese Erinnerung nicht mehr so klebrig ist wie früher.
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