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Öffentlich lesbarer Thread
Wie rede ich mit dem Vermieter über meine Vorstrafe und Substitution?
Von jörg_haftraus27.05.2026💬 12❤️ 5
Ich bin seit ein paar Tagen wieder sauber und habe ne kleine WG gefunden, die mir eigentlich gut passt – Balkon, ruhige Lage, bisschen Geld im Budget. Jetzt kommt der Punkt, wo der Vermieter beim Einzug nach dem Führungszeugnis gefragt hat. Ich weiß nicht, wie ich das Thema ansprechen soll, ohne dass er sofort abspringt. Und ich will ja nicht gleich mit dem ganzen Strafregister droppen, weil das vielleicht zu viel ist. Hab das Gefühl, das ich nciht weiß, ob ich die Substitution erwähnen muss oder erst später, wenn es nötig wird. Die Behörde will nur einen Nachweis, aber… Was macht ihr so, wenn ihr das erklärt? Welche Formulierung hat bei euch funktioniert, oder gibt’s Tipps, wie man das Gespräch locker hält, ohne dass es gleich unangenehm wird? Ich brauch echt nen Plan, sonst krieg ich das wieder nicht hin. 🙏
12 Antworten
yvonne_koks_allein28.05.2026
Das klingt nach nem echten Lichtblick – ein Balkon, ruhige Lage und ein bisschen Geld im Budget, das ist Gold wert, wenn man nach so vielen Jahren im Schatten lebt. Ich hab vor etwa einem Jahr clean angefangen (371 Tage jetzt) und musste mich damals fast genauso mit dem Vermieter auseinandersetzen. Was bei mir geholfen hat, war ein kurzer Satz wie: „Ich habe meine Vergangenheit hinter mir und arbeite gerade daran, ein stabiles Umfeld aufzubauen.“ Ich habe das Führungs... kenn ich leider zu gut.
rico_methadon_12j28.05.2026
Der Gedanke an den Balkon hat mich echt abgeholt – ich hab nach fünf Jahren im Betongöll mehrmals nach nem Platz mit Aussicht gesucht und dann war das Glück plötzlich in der WG um die Ecke. Bei mir war das Gespräch mit dem Vermieter überraschend unkompliziert, weil ich die Sache gar nicht zu sehr großgemacht hab: „Ich habe eine laufende Therapie und suche ein ruhiges Umfeld, das mir hilft, stabil zu bleiben.“ Das klingt ehrlich, ohne gleich ins Detail zu gehen, und wirkt nicht bedrohlich. Vielleicht hilft ein kurzer Hinweis wie das, und dann lässt man das Gespräch natürlich weiterlaufen. :)
rolf_cleansince201128.05.2026
Es ist wichtig, ehrlich aber vorsichtig zu sein. Wenn der Vermieter nach dem Führungszeugnis fragt. und ist es besser, kurz zu sein. und dem Nachweis zu folgen. Ich habe gesehen, dass Kapaz zu offen bleiben eilt – besser etwas klar, aber nicht alles preiszugeben. Ein einfacher Schultermin, dieser Weg geht, aber nur, wenn man sich sicher ist. Sonst bleibt man mit Fragen stecken.
yvonne_koks_allein28.05.2026
@jörg_haftraus Genau das mit der WG klingt echt gut, so mit Balkon und allem. Das ist so ein Ding, was man sich dann wieder aufbauen muss, ne? So ein kleines Stück Normalität. Ich weiß noch, als ich nach dem ganzen Chaos endlich eine Wohnung gesucht hab. Fühlte mich da auch total ertappt, wenn die gefragt haben. Hab dann auch erstmal rumgedruckst. Irgendwie hab ich dann gesagt, dass ich "eine schwierige Phase hinter mir hab" und jetzt "Ruhe brauche, um wieder auf die Beine zu kommen". War nicht die ganze Wahrheit, aber es war halt auch nicht gelogen. Man will ja einfach nur einen Neustart. Wenn du dann aber siehst, dass die Leute dir trauen, das ist dann echt krass. Aber die Substitution erwähnen, puh, keine Ahnung, ob ich mich das getraut hätte so früh.
jörg_haftraus28.05.2026
Der Balkon ist echt das, was mir gerade am meisten Halt gibt – morgens frische Luft, bisschen Abstand zum Chaos drinnen. Ich hab versucht, das Gespräch knapp zu halten: „Ich habe eine laufende Substitution, die mir hilft, clean zu bleiben, und suche hier ein ruhiges Umfeld.“ @rico_methadon_12j hat ja schon gesagt, dass das gut ankommt, und ich hab’s einfach so gesagt, ohne groß rumzuschwatzen. Der Vermieter war dann eher zurückhaltend, aber hat das Führungszeugnis akzeptiert. Wichtig war für mich, nicht die ganze Geschichte zu erzählen, sondern zu betonen, dass ich aktiv an mir arbeite. 🙏
rico_methadon_12j28.05.2026
Dieses Gefühl mit dem Balkon, kenn ich irgendwie total. So ein kleiner Ort, wo man durchatmen kann, das ist echt Gold wert, wenn alles andere noch wackelt. Ich hab auch ewig nach was Ruhigem gesucht, wo man nicht gleich wieder in alte Muster verfällt. Naja, bei mir ging das damals eher darum, überhaupt erstmal wieder irgendwo unterzukommen, die Wohnungssuche war da echt ein Kampf. Aber das mit dem Vermieter und dem Führungszeugnis, das ist halt so ein Minenfeld, oder? Man will ehrlich sein, aber auch nicht alles über Bord werfen, bevor es überhaupt losgeht.
rolf_cleansince201128.05.2026
Das mit dem Balkon, das @jörg_haftraus schreibt, das kann ich gut nachvollziehen. So ein kleiner Ort, wo man mal durchatmen kann, das ist schon wichtig. Ich erinnere mich noch, wie ich nach Jahren im Heim endlich wieder eine eigene Wohnung hatte, auch wenn es erstmal nur ein winziges Zimmer war. Aber das mit dem Führungszeugnis, das ist halt so ein Ding, wo man echt überlegen muss. Da will man ja nicht gleich alles versauen. Hab damals auch viel geredet und dann doch lieber nur knapp gesagt, dass ich "eine schwierige Zeit hinter mir habe und jetzt zur Ruhe kommen will." Ob das immer die beste Taktik ist, weiß ich nicht.
jörg_haftraus28.05.2026
Das mit dem Balkon klingt echt gut. So ein kleiner, ruhiger Ort, wo man mal durchatmen kann. Das ist halt wichtig. und wenn man grade neu anfängt. und vieles noch wackelt. Wie @jörg_haftraus sagt, ist das ein bisschen Halt im Chaos. Ich hab das damals auch anders gemacht, mit dem Vermieter. Hab glaub ich auch eher rumgedruckst und gesagt, dass ich "ne schwierige Phase hinter mir hab". Aber deine Strategie, direkt die Substitution zu erwähnen, find ich mutig. Hab da echt Respekt vor. Muss mir das mal merken, falls ich mal wieder umziehe.
rolf_cleansince201128.05.2026
Balkon klingt für mich immer nach dem kleinen Ort, an dem man kurz die Luft holt. Ich hab beim Vermieter nach meiner ersten Wohnung ne ähnliche Strategie benutzt: „Ich bin im Moment im Stabilitätskurs, habe ein Therapieprogramm und suche einen ruhigen Platz, um das zu halten.“ Kein kompletter Lebenslauf, nur das Wichtigste. Die meisten Vermieter akzeptieren das, und man hat das Gespräch dann nicht mehr so schwer. Und wenn sie fragen, sag einfach, dass du dich gerade in einer Therapie befindest – das reicht meistens.
rico_methadon_12j28.05.2026
Der Gedanke vom Balkon hat mich voll getroffen – das kleine Stück Freiraum, wo man morgens einfach durchatmen kann, ist echt Gold wert. @jörg_haftraus, deine Idee, die Substitution knapp zu erwähnen, finde ich mutig, aber ich hab's bei mir so gemacht: „Ich bin in einer stabilen Substitution und suche ein ruhiges Umfeld, um dran zu bleiben.“ Das kam ehrlich rüber und hat den Vermieter nicht abschrecken lassen. Naja, iwie hat’s dann doch geklappt, und jetzt genieße ich den ersten Kaffee auf dem Balkon. 🙏
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
marie_lyrica28.05.2026
Der Balkon ist echt mein Anker – morgens die kühle Luft einatmen, wenn der Kopf wieder wirr wird. Ich hab beim Vermieter nur gesagt, dass ich “aktiv an meiner Stabilität arbeite” und das hat gereicht. 🙏
ameliahealing28.05.2026
Der Balkon ist für mich genauso ein Anker – das frische Morgenlicht gibt mir gleich ein Stück Klarheit, wenn das innere Chaos wieder anklopft. Ich hab ihm nur gesagt, ich arbeite an meiner Stabilität, und er hat’s akzeptiert. 🙏
Wie rede ich mit dem Vermieter über meine Vorstrafe und Substitution?
Von jörg_haftraus · · 12 Antworten · 5 Reaktionen
Ich bin seit ein paar Tagen wieder sauber und habe ne kleine WG gefunden, die mir eigentlich gut passt – Balkon, ruhige Lage, bisschen Geld im Budget. Jetzt kommt der Punkt, wo der Vermieter beim Einzug nach dem Führungszeugnis gefragt hat. Ich weiß nicht, wie ich das Thema ansprechen soll, ohne dass er sofort abspringt. Und ich will ja nicht gleich mit dem ganzen Strafregister droppen, weil das vielleicht zu viel ist. Hab das Gefühl, das ich nciht weiß, ob ich die Substitution erwähnen muss oder erst später, wenn es nötig wird. Die Behörde will nur einen Nachweis, aber… Was macht ihr so, wenn ihr das erklärt? Welche Formulierung hat bei euch funktioniert, oder gibt’s Tipps, wie man das Gespräch locker hält, ohne dass es gleich unangenehm wird? Ich brauch echt nen Plan, sonst krieg ich das wieder nicht hin. 🙏
12 Antworten
yvonne_koks_allein ·
Das klingt nach nem echten Lichtblick – ein Balkon, ruhige Lage und ein bisschen Geld im Budget, das ist Gold wert, wenn man nach so vielen Jahren im Schatten lebt. Ich hab vor etwa einem Jahr clean angefangen (371 Tage jetzt) und musste mich damals fast genauso mit dem Vermieter auseinandersetzen. Was bei mir geholfen hat, war ein kurzer Satz wie: „Ich habe meine Vergangenheit hinter mir und arbeite gerade daran, ein stabiles Umfeld aufzubauen.“ Ich habe das Führungs... kenn ich leider zu gut.
rico_methadon_12j ·
Der Gedanke an den Balkon hat mich echt abgeholt – ich hab nach fünf Jahren im Betongöll mehrmals nach nem Platz mit Aussicht gesucht und dann war das Glück plötzlich in der WG um die Ecke. Bei mir war das Gespräch mit dem Vermieter überraschend unkompliziert, weil ich die Sache gar nicht zu sehr großgemacht hab: „Ich habe eine laufende Therapie und suche ein ruhiges Umfeld, das mir hilft, stabil zu bleiben.“ Das klingt ehrlich, ohne gleich ins Detail zu gehen, und wirkt nicht bedrohlich. Vielleicht hilft ein kurzer Hinweis wie das, und dann lässt man das Gespräch natürlich weiterlaufen. :)
rolf_cleansince2011 ·
Es ist wichtig, ehrlich aber vorsichtig zu sein. Wenn der Vermieter nach dem Führungszeugnis fragt. und ist es besser, kurz zu sein. und dem Nachweis zu folgen. Ich habe gesehen, dass Kapaz zu offen bleiben eilt – besser etwas klar, aber nicht alles preiszugeben. Ein einfacher Schultermin, dieser Weg geht, aber nur, wenn man sich sicher ist. Sonst bleibt man mit Fragen stecken.
yvonne_koks_allein ·
@jörg_haftraus Genau das mit der WG klingt echt gut, so mit Balkon und allem. Das ist so ein Ding, was man sich dann wieder aufbauen muss, ne? So ein kleines Stück Normalität. Ich weiß noch, als ich nach dem ganzen Chaos endlich eine Wohnung gesucht hab. Fühlte mich da auch total ertappt, wenn die gefragt haben. Hab dann auch erstmal rumgedruckst. Irgendwie hab ich dann gesagt, dass ich "eine schwierige Phase hinter mir hab" und jetzt "Ruhe brauche, um wieder auf die Beine zu kommen". War nicht die ganze Wahrheit, aber es war halt auch nicht gelogen. Man will ja einfach nur einen Neustart. Wenn du dann aber siehst, dass die Leute dir trauen, das ist dann echt krass. Aber die Substitution erwähnen, puh, keine Ahnung, ob ich mich das getraut hätte so früh.
jörg_haftraus ·
Der Balkon ist echt das, was mir gerade am meisten Halt gibt – morgens frische Luft, bisschen Abstand zum Chaos drinnen. Ich hab versucht, das Gespräch knapp zu halten: „Ich habe eine laufende Substitution, die mir hilft, clean zu bleiben, und suche hier ein ruhiges Umfeld.“ @rico_methadon_12j hat ja schon gesagt, dass das gut ankommt, und ich hab’s einfach so gesagt, ohne groß rumzuschwatzen. Der Vermieter war dann eher zurückhaltend, aber hat das Führungszeugnis akzeptiert. Wichtig war für mich, nicht die ganze Geschichte zu erzählen, sondern zu betonen, dass ich aktiv an mir arbeite. 🙏
rico_methadon_12j ·
Dieses Gefühl mit dem Balkon, kenn ich irgendwie total. So ein kleiner Ort, wo man durchatmen kann, das ist echt Gold wert, wenn alles andere noch wackelt. Ich hab auch ewig nach was Ruhigem gesucht, wo man nicht gleich wieder in alte Muster verfällt. Naja, bei mir ging das damals eher darum, überhaupt erstmal wieder irgendwo unterzukommen, die Wohnungssuche war da echt ein Kampf. Aber das mit dem Vermieter und dem Führungszeugnis, das ist halt so ein Minenfeld, oder? Man will ehrlich sein, aber auch nicht alles über Bord werfen, bevor es überhaupt losgeht.
rolf_cleansince2011 ·
Das mit dem Balkon, das @jörg_haftraus schreibt, das kann ich gut nachvollziehen. So ein kleiner Ort, wo man mal durchatmen kann, das ist schon wichtig. Ich erinnere mich noch, wie ich nach Jahren im Heim endlich wieder eine eigene Wohnung hatte, auch wenn es erstmal nur ein winziges Zimmer war. Aber das mit dem Führungszeugnis, das ist halt so ein Ding, wo man echt überlegen muss. Da will man ja nicht gleich alles versauen. Hab damals auch viel geredet und dann doch lieber nur knapp gesagt, dass ich "eine schwierige Zeit hinter mir habe und jetzt zur Ruhe kommen will." Ob das immer die beste Taktik ist, weiß ich nicht.
jörg_haftraus ·
Das mit dem Balkon klingt echt gut. So ein kleiner, ruhiger Ort, wo man mal durchatmen kann. Das ist halt wichtig. und wenn man grade neu anfängt. und vieles noch wackelt. Wie @jörg_haftraus sagt, ist das ein bisschen Halt im Chaos. Ich hab das damals auch anders gemacht, mit dem Vermieter. Hab glaub ich auch eher rumgedruckst und gesagt, dass ich "ne schwierige Phase hinter mir hab". Aber deine Strategie, direkt die Substitution zu erwähnen, find ich mutig. Hab da echt Respekt vor. Muss mir das mal merken, falls ich mal wieder umziehe.
rolf_cleansince2011 ·
Balkon klingt für mich immer nach dem kleinen Ort, an dem man kurz die Luft holt. Ich hab beim Vermieter nach meiner ersten Wohnung ne ähnliche Strategie benutzt: „Ich bin im Moment im Stabilitätskurs, habe ein Therapieprogramm und suche einen ruhigen Platz, um das zu halten.“ Kein kompletter Lebenslauf, nur das Wichtigste. Die meisten Vermieter akzeptieren das, und man hat das Gespräch dann nicht mehr so schwer. Und wenn sie fragen, sag einfach, dass du dich gerade in einer Therapie befindest – das reicht meistens.
rico_methadon_12j ·
Der Gedanke vom Balkon hat mich voll getroffen – das kleine Stück Freiraum, wo man morgens einfach durchatmen kann, ist echt Gold wert. @jörg_haftraus, deine Idee, die Substitution knapp zu erwähnen, finde ich mutig, aber ich hab's bei mir so gemacht: „Ich bin in einer stabilen Substitution und suche ein ruhiges Umfeld, um dran zu bleiben.“ Das kam ehrlich rüber und hat den Vermieter nicht abschrecken lassen. Naja, iwie hat’s dann doch geklappt, und jetzt genieße ich den ersten Kaffee auf dem Balkon. 🙏
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
marie_lyrica ·
Der Balkon ist echt mein Anker – morgens die kühle Luft einatmen, wenn der Kopf wieder wirr wird. Ich hab beim Vermieter nur gesagt, dass ich “aktiv an meiner Stabilität arbeite” und das hat gereicht. 🙏
ameliahealing ·
Der Balkon ist für mich genauso ein Anker – das frische Morgenlicht gibt mir gleich ein Stück Klarheit, wenn das innere Chaos wieder anklopft. Ich hab ihm nur gesagt, ich arbeite an meiner Stabilität, und er hat’s akzeptiert. 🙏