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Öffentlich lesbarer Thread
Wie es sich anfühlt, Ritalin nach der Entzugsnachwirkung zu brauchen
Von dennis_h4_outvor 6 Tagen💬 2❤️ 15
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Also ich sitz hier und frage mich echt, ob ich nicht verrückt bin oder ob das normal ist. Seit ich vor einem Jahr endlich durchgezogen bin, krieg ich nicht umhin, mir mal 'ne kleine Dosis Ritalin zu verschreiben zu lassen – hatte halt sowas wie Schluckauf-Defizit, konnte nicht mehr auf die Übung konzentrieren. Hat auch jetzt nicht funktioniert, wie ich wollte. Manchmal fühlts wie früher, als ich mir was anderes eingeschenkt hab, nur mit anderen Worten. Keine Panik, kein Crash, aber irgendwie... naja.
Ich mach das ja eiglich auch für die Sucht-Statistik, will wissen, ob ich nicht grade ne neue Suchbarbeit begonnen hab. Die Ärztin sagt, das ist different zu medizinösem Gebrauch – aber ich traue der Scheiße nicht. Warst du mal in ne Position, wo Hilfe gleichzeitig Angst macht?
2 Antworten
birgit54vor 6 Tagen
"Die Ärztin sagt, das ist different zu medizinösem Gebrauch – aber ich traue der Scheiße nicht", das kenne ich auch, ich hab Ähnliches mit Benzos erlebt.
ines_witwevor 6 Tagen
Dieses Gefühl, wenn die Ärztin was sagt und du es trotzdem nicht glauben kannst... das kenne ich. "Different zu medizinischem Gebrauch", ja, genau das. Ich hab das immer wieder bei meinem Mann erlebt, wenn es um seine Opiate ging. Dieses ständige Abwägen, ob das jetzt "echt" nötig ist oder ob da nicht doch wieder was anderes hintersteckt. Selbst wenn es um Substitution ging, war da diese ständige Angst, dass er doch wieder was anderes nimmt oder dass die Umstände ihn dazu treiben. Und diese Aussage von der Ärztin, dass es "different" ist – das hat mir so eine Gänsehaut gegeben, weil ich weiß, wie schnell die Grenze verschwimmen kann. Wenn der Druck von außen kommt, der Job weg ist, die Sorgen wegen der Kinder – da kann eine vermeintlich sichere Medikation schnell zum Sprungbrett werden. Die Angst, dass sich alte Muster einschleichen, die ist echt da.
Wie es sich anfühlt, Ritalin nach der Entzugsnachwirkung zu brauchen
Von dennis_h4_out · · 2 Antworten · 15 Reaktionen
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Also ich sitz hier und frage mich echt, ob ich nicht verrückt bin oder ob das normal ist. Seit ich vor einem Jahr endlich durchgezogen bin, krieg ich nicht umhin, mir mal 'ne kleine Dosis Ritalin zu verschreiben zu lassen – hatte halt sowas wie Schluckauf-Defizit, konnte nicht mehr auf die Übung konzentrieren. Hat auch jetzt nicht funktioniert, wie ich wollte. Manchmal fühlts wie früher, als ich mir was anderes eingeschenkt hab, nur mit anderen Worten. Keine Panik, kein Crash, aber irgendwie... naja.
Ich mach das ja eiglich auch für die Sucht-Statistik, will wissen, ob ich nicht grade ne neue Suchbarbeit begonnen hab. Die Ärztin sagt, das ist different zu medizinösem Gebrauch – aber ich traue der Scheiße nicht. Warst du mal in ne Position, wo Hilfe gleichzeitig Angst macht?
2 Antworten
birgit54 ·
"Die Ärztin sagt, das ist different zu medizinösem Gebrauch – aber ich traue der Scheiße nicht", das kenne ich auch, ich hab Ähnliches mit Benzos erlebt.
ines_witwe ·
Dieses Gefühl, wenn die Ärztin was sagt und du es trotzdem nicht glauben kannst... das kenne ich. "Different zu medizinischem Gebrauch", ja, genau das. Ich hab das immer wieder bei meinem Mann erlebt, wenn es um seine Opiate ging. Dieses ständige Abwägen, ob das jetzt "echt" nötig ist oder ob da nicht doch wieder was anderes hintersteckt. Selbst wenn es um Substitution ging, war da diese ständige Angst, dass er doch wieder was anderes nimmt oder dass die Umstände ihn dazu treiben. Und diese Aussage von der Ärztin, dass es "different" ist – das hat mir so eine Gänsehaut gegeben, weil ich weiß, wie schnell die Grenze verschwimmen kann. Wenn der Druck von außen kommt, der Job weg ist, die Sorgen wegen der Kinder – da kann eine vermeintlich sichere Medikation schnell zum Sprungbrett werden. Die Angst, dass sich alte Muster einschleichen, die ist echt da.