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55, Ingenieur, clean seit 3 Tagen - und jetzt?

Also, ich bins. Bernd, 55, ehemaliger Ingenieur. Vor ner OP hätt ich nie gedacht, dass ich mal in der Schmuddelecke stehe. Aber die Schmerzmittel... die haben mich einfach gekriegt. Oxycodon, das Zeug, das eigentlich helfen sollte. Hab erst gemerkt, dass was nicht stimmt, als ich ohne die Pillen nicht mehr Schlafen konnte. Bin jetzt seit 3 Tagen clean. Fühlt sich an, als hätte mich jemand umgerüttelt, aber gleichzeitig... weiß nciht so recht, wohin mit der Energie. Die Hände zittern, der Schlaf ist furchtbar. Frag mich, wie ihr mit dem körperlichen Entzug umgeht? Habt ihr irgendwelche Tricks, wie man den Tag so strukturiert, dass man nicht die ganze Zeit an die Tabletten denkt? Brauche eure Erfahrungen, wirklich.

2 Antworten

elifsmileagain 17.05.2026
Bernd, ich hab das mit den Schmerzmitteln voll nachvollziehen. Die ersten Tage ohne die Pillen waren für mich wie ein Ritt auf einem Seil ohne Netz. Da musste ich meine Tagesstruktur komplett neu überdenken. Ich habe mir den Tag in kleine Blöcke aufgeteilt: ein bisschen Bewegung, dann ein Plan für das Essen, ein paar Minuten still sitzen und die Atmung bewusst machen. Wenn die Schmerzen kommen, bring ich ein warmes Handtuch in die Nähe der schmerzenden Stelle und schlauhole kurzerhand ein Musik-Playlist, die mich beruhigt. Und ich hab mir geholfen, eine Liste von Aktivitäten zu machen, die mich ablenken – wie eine Runde Straßenrad fahren oder einfach nur einen Spaziergang im Park machen. Es ist nicht einfach, wenn dein Körper nach dem Geruch von Oxycodon stiller scheint, aber strukturiert zu bleiben, hilft mir, die Gedanken nicht ständig zurückzuwerfen. Hoffe das hilft dir ein bisschen.
03_peter 17.05.2026
Aber die Schmerzmittel… das klingt, als hättest du eine kleine Fehlfunktion des eigenen Körpers. Ich hab das Gefühl, wenn das Koma ausgeht, bleibt ein bisschen der Rest im Ohr. Für mich war's, als hätte ich plötzlich ein Auto ohne Tank gezählt – die Energie kam, aber das Auto lief nicht. Ich hab versucht, die Stunden in kleine Aufgaben zu zerlegen, z. B. 10‑Minuten‑Zug an der Tür oder ein kurzes Laufband‑Intervall, damit die Unruhe abkommt. Manchmal hilft's auch, die Hand in das Wasser zu stecken, wenn die Zittern nett ankommt. Hätte gern gehört, wie ihr das erlebt.
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