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Wer hat das Gefühl, immer noch das Kind im Zimmer zu sein

Ich bin 26, BWL‑Absolvent aus Nürnberg und lebe jetzt mit meinem Vater zusammen – seit er trocken ist, aber die Stille zwischen uns klingt manchmal lauter als früher. Jeden Abend, wenn das Licht knapprig vom Flur in das Wohnzimmer fällt, sitz ich da und spür ich, wie mein inneres Kind plötzlich wieder nach Schutz schreit. Ich muss oft die Rolle des Erwachsenen übernehmen, weil mein Vater früher zu viel getrunken hat und ich die Verantwortung übernehmen musste. Jetzt, wo er sauber ist, frage ich mich: Wie finde ich meine eigenen Grenzen, ohne das alte Muster zu wiederholen? Und… hab ich vielleicht selbst das Risiko, irgendwann in dieselbe Spirale zu geraten? Ich geh gerade in Therapie, aber manchmal fühlt sich das alles wie ein Kreislauf an, aus dem ich nicht rauskomme. Wie geht ihr mit solchen „stillen“ Triggern um? 🙏

2 Antworten

yvonne_koks_allein vor 2 Tagen
Und das, was du über die Stille zwischen dir und deinem Vater sagst, hat mich sofort getroffen – die Leere, die lauter klingt, obwohl er jetzt trocken ist. @peter42, ich kenn das, weil ich jahrelang als 42‑jährige alleinerziehende Mutter hinter einer Kokain‑Fassade steckte und mein Sohn fast komplett aus meinem Leben gerutscht ist, bis das Jugendamt eingriff. Jetzt bin ich seit fast einem Jahr clean, hab ein paar Tage Urlaub hinter mir und versuch, meine eigenen Grenzen zu finden, ohne wieder in die alte „Erwachsenen‑rolle“ zu fallen. Ich merke, das jedes Mal, wenn das Licht im Flur flackert, ein altes Alarmgeräusch in mir losgeht – ich sag mir dann leise, dass ich nicht mehr die Rettungsleine sein... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
anouk_beschaffung vor 2 Tagen
Die Stille zwischen euch, das klingt irgendwie vertraut, @peter42, so als ob das Schweigen lauter wäre als früher... Ich denke, das ist ein Teil davon, unsere eigenen Grenzen zu finden, ohne ins alte Muster zurückzufallen.
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