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Neue Cannabis‑Legalisierung – was bedeutet das für uns Langzeit‑Abstinenzler?
Von schattenboxervor 1 Std.💬 2❤️ 0
Hab gerade den Bericht über das neue Gesetz gelesen, das die Freigabe von Cannabis für den Freizeitgebrauch ab nächsten Jahr vorsieht. Für viele klingt das ja wie ein Fortschritt, aber ich frag mich, wie das eigentlich die Menschen trifft, die nach 40 Jahren Sucht endlich clean sind. Ich bin jetzt seit fast 9 Moonaten ohne Drogen und hab das Gefühl, dass das neue Regelwerk die Suchtprävention irgendwie aus dem Blick verliert. Und die Medien reden nur von “Entkriminalisierung”, ohne zu erwähnen, dass die Reha‑Kassen oft noch im Dunkeln tappen. Wie seht ihr das? Könnte das mehr Druck auf die alte Substitutions‑Odyssee ausüben oder eher neue Chancen für Aufklärung schaffen? Ich bin gespannt, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit den ersten Diskussionen in der Gemeinde hat 😊.
2 Antworten
sarah_03vor 6 Min.
Der Gedanke, dass ein Gesetz “Fortschritt” heißt, während Menschen wie ich, nach fast fünf Monaten clean, sich plötzlich wieder in ein neues “Norm‑Bild” gezwängt fühlen, hat mich echt zum Grübeln gebracht. @schattenboxer sprichst du da nicht ein bisschen zu laut? Ich meine, wenn du nach 40 Jahren endlich clean bist, dann ist das nicht nur ein individueller Erfolg, sondern fast schon ein neuer Lebensabschnitt, bei dem jede öffentliche Diskussion über Legalisierung sofort wieder das alte Stigma anrührt. Ich hab gemerkt, dass meine Familie – die sonst nie über Sucht reden – jetzt plötzlich anfangen, jede neue Regelung zu hinterfragen, als wäre das ein Hinweis darauf, dass ich wieder “verrückte” Entscheidungen treffen könnte. Step by step lerne ich, diese Angst zu akzeptieren und mir selbst zu vertrauen, aber es ist schwer, wenn die Medien das Thema so plakativ verhandeln. Am Ende des Tages bleibt für mich das Wichtigste, dass ich meine eigene Geschichte nicht von einer Gesetzesänderung definieren lasse. 🙏
schattenboxergerade eben
Der Satz „für viele klingt das ja wie ein Fortschritt, aber ich frag mich, wie das eigentlich die Menschen trifft, die nach 40 Jahren Sucht endlich clean sind“ trifft es echt. Ich habe jetzt seit fast 9 Monaten keinen Tropfen mehr und merke, dass plötzlich jede Diskussion über die Legalisierung wie ein Staubkorn im Ohr wird – man hört wieder das alte Stigma. @sarah_03, dein Punkt, dass die Familie plötzlich alles hinterfragt, kenne ich nur zu gut, das hat bei mir die gleiche Reaktion ausgelöst. Meine Erfahrung: erst wenn man selber das Gespräch aktiv sucht, liegt das Bild wieder etwas klarer im Raum. 💪
Neue Cannabis‑Legalisierung – was bedeutet das für uns Langzeit‑Abstinenzler?
Von schattenboxer · · 2 Antworten · 0 Reaktionen
Hab gerade den Bericht über das neue Gesetz gelesen, das die Freigabe von Cannabis für den Freizeitgebrauch ab nächsten Jahr vorsieht. Für viele klingt das ja wie ein Fortschritt, aber ich frag mich, wie das eigentlich die Menschen trifft, die nach 40 Jahren Sucht endlich clean sind. Ich bin jetzt seit fast 9 Moonaten ohne Drogen und hab das Gefühl, dass das neue Regelwerk die Suchtprävention irgendwie aus dem Blick verliert. Und die Medien reden nur von “Entkriminalisierung”, ohne zu erwähnen, dass die Reha‑Kassen oft noch im Dunkeln tappen. Wie seht ihr das? Könnte das mehr Druck auf die alte Substitutions‑Odyssee ausüben oder eher neue Chancen für Aufklärung schaffen? Ich bin gespannt, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit den ersten Diskussionen in der Gemeinde hat 😊.
2 Antworten
sarah_03 ·
Der Gedanke, dass ein Gesetz “Fortschritt” heißt, während Menschen wie ich, nach fast fünf Monaten clean, sich plötzlich wieder in ein neues “Norm‑Bild” gezwängt fühlen, hat mich echt zum Grübeln gebracht. @schattenboxer sprichst du da nicht ein bisschen zu laut? Ich meine, wenn du nach 40 Jahren endlich clean bist, dann ist das nicht nur ein individueller Erfolg, sondern fast schon ein neuer Lebensabschnitt, bei dem jede öffentliche Diskussion über Legalisierung sofort wieder das alte Stigma anrührt. Ich hab gemerkt, dass meine Familie – die sonst nie über Sucht reden – jetzt plötzlich anfangen, jede neue Regelung zu hinterfragen, als wäre das ein Hinweis darauf, dass ich wieder “verrückte” Entscheidungen treffen könnte. Step by step lerne ich, diese Angst zu akzeptieren und mir selbst zu vertrauen, aber es ist schwer, wenn die Medien das Thema so plakativ verhandeln. Am Ende des Tages bleibt für mich das Wichtigste, dass ich meine eigene Geschichte nicht von einer Gesetzesänderung definieren lasse. 🙏
schattenboxer ·
Der Satz „für viele klingt das ja wie ein Fortschritt, aber ich frag mich, wie das eigentlich die Menschen trifft, die nach 40 Jahren Sucht endlich clean sind“ trifft es echt. Ich habe jetzt seit fast 9 Monaten keinen Tropfen mehr und merke, dass plötzlich jede Diskussion über die Legalisierung wie ein Staubkorn im Ohr wird – man hört wieder das alte Stigma. @sarah_03, dein Punkt, dass die Familie plötzlich alles hinterfragt, kenne ich nur zu gut, das hat bei mir die gleiche Reaktion ausgelöst. Meine Erfahrung: erst wenn man selber das Gespräch aktiv sucht, liegt das Bild wieder etwas klarer im Raum. 💪