Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Grillrauch plötzlich nach „Narkose“ riecht…
Ihr kennt das ja, wenn der Sommer endlich reinbricht, die Kinder plötzlich wieder „nach draußen“ wollen und ich mich dann zum ersten Mal seid Monaten wieder an den Grill stelle. Ich habe ja die beiden Jungs und den kleinen Timmy – der inzwischen öfter einen Joint in der Hand hat, als ein Taschentuch. Also dachte ich mir: heute gibt’s Burger, und vielleicht ein bisschen Lächeln für uns alle.
Der Grill ist endlich wieder angezündet, das Brutzeln klingt fast wie ein kleiner Applaus für das Leben, und ich steh da mit ner dicken Schürze, die ich seit der Hochzeit vor 30 Jahren nicht mehr getragen hab. Ich war so im Flow, dass ich plötzlich das Geräusch von der Nachbarschaft hörte – ein Auto, das hinter dem Zaun rumpelt. Alles andere war still, bis plötzlich mein Sohn auftaucht mit ner Tüte voller „Kekse“, die er eindeutig nicht aus der Bäckerei hat.
Ich hab erst halb gelacht und halb geschrien „Was zum…?“, weil das so typisch für ihn ist: immer das „Extra“ mit dem extra Risiko. Er meinte nur „Ey, Mama, das ist was Besonderes, probier’s, du brauchst ja ein bisschen Action nach dem ganzen Trauer‑Kram.“ Und dann, mitten im Grill‑Ritual, setzt er die Tüte auf den Grillrost.
Jetzt riecht das ganze Ding irgendwie nach chemischer Aufguss‑Therapie und ich steh da, mit ner Hand am Grill, mit ner Hand im Bauch und denke mir: „Wirklich, Sohn? Das war doch nicht das, was ich mir unter ‘Zusammenzeit’ vorgestellt hab.“ 🤦♀️
Trotzdem musste ich lachen – weil das Leben ja irgendwie immer wieder so einen schwarzen Humor serviert, wenn man’s am wenigsten erwartet.
Habt ihr so ’ne Situation, wo ein kleiner Schwips das ganze Familien‑Picknick in ein Drama verwandelt? Was macht ihr, wenn das „Besondere“ plötzlich nach „Narkose“ riecht? Ich bin gespannt. 🙏🏼
(Übrigens, das Grillen habe ich seit dem Tod meines Mannes nicht mehr gemacht – heute war also ein kleines Sieg‑Moment für mich, auch wenn er fast in Flammen aufging.)
