Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die Stille nach dem Trockenwerden plötzlich erstickt
Ich sitz gerade auf der alten, knarrenden Couch im Wohnzimmer, das Licht wirft lange Schatten an die Wand, und mein Vater hat seit drei Wochen keinen Tropfen mehr genommen. Anfangs war das fast wie ein kleiner Sieg – ich hab mir fast vorgestellt, wir könnten endlich normal reden, ohne dass das Klirren von Gläsern alles übertönt. Aber jetzt, wenn das TV‑Geräusch leise im Hintergrund läuft, fühl ich diese komische Enge, als ob die Stille selbst etwas ersticken will. Ich merk, dass ich oft das Gespräch führe, weil sonst zu viel Leere entsteht, und frage mich, ob ich mir das nicht selbst aufbürde? Wie geht ihr mit diesem neuen, lautlosen Alltag um, wenn der Alkohol weg ist, aber das alte Muster… irgendwie noch da bleibt? 🙏
