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Wenn das Glas zur neuen Maske wird – meine Angst vor dem Sonntags‑Rausch
Heute ist Sonntag, das Licht ist schwach und ich sitz mit nem halbleeren Glas Wein auf dem Küchentisch. Seit genau 36 Tagen bin ich clean von Koks, aber das hier fühlt sich irgendwie wie ein Rückfall an, nur mit Alkohol. Ich hab mich immer als die „starke Mama“ verkauft, die alles im Griff hat, und das hat mich jahrelang durch den Job und das Jugendamt‑Ding getragen. Jetzt, wo ich das alles hinter mir lassen will, drängt sich die Frage: Kann ein Glas Wein, das ich nur zum Entspannen nehme, plötzlich zur neuen Fassade werden?
Letztes Wochenende war ich bei nem Freund, er hatte ein paar Bier gekippt und ich dachte, ein Schlückchen ist harmlos. Doch am nächsten Morgen lag ich mit einem dumpfen Kloß im Hals und dem Gedanken, dass ich wieder etwas verstecke. Ich fühl mich schuldig, weil ich meinem Sohn nicht zeigen will, dass ich schwäche, und weil ich mir selber das Bild von der perfekten Alleinerziehenden nicht nehmen will.
Wie geht ihr mit dem Drang um, das Glas als Belohnung nach einem stressigen Tag zu nutzen? Habt ihr Strategien, die wirklich funktionieren, oder muss man einfach lernen, das Glas zu ignorieren? Ich will nicht, dass das hier mein neuer „Koks‑Ersatz“ wird, aber manchmal ist das Verlangen so stark, dass ich mich frage, ob ich nciht einfach nur ein bisschen mehr Mut brauchen würde, um zu sagen: „Genug ist genug“. Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt – das würde mir echt helfen. 🙏
