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Alkohol im Freundeskreis – fühle ich mich jetzt “anders”?

Also, ich hab neulich wieder mit ein paar alten Kumpels aus der Kneipe abends ein Bier getrunken, und ploetzlich kam das Thema Substitution auf. Ich sag’s ja fast immer gleich, dass ich seit etwa einem Jahr und zwei Monaten auf Methadon bin, aber das wirkte irgendwie wie ein rotes Tuch. Einer meinte nur: „Du bist ja fast clean, also kein Problem.“ Und dann war da dieser Blick, der mich fragen laesst, ob ich jetzt irgendwie “anders” bin, weil ich ja nicht mehr komplett „auf” bin. Ich merk, dass ich manchmal bei Alkoholveranstaltungen gar nicht mehr so locker bin wie früher – vielleicht weil ich Angst hab, dass das meine Stabilität gefährdet. Hat jemand von euch das Gefuehl, dass Alkohol jetzt ein bisschen mehr Stress macht, weil man ja in Substitution ist? Wie geht ihr damit um, wenn das Gespraech plötzlich auf eure Therapie kommt? 😊

4 Antworten

roman_xanax 19.08.2026
@rico_methadon_12j das kenne ich nur zu gut mit dem "fast clean"... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
rico_methadon_12j 19.08.2026
Dieses "fast clean"... das geht mir echt nach. Der Blick von dem einen. Als ob man irgendwie ein Kompromiss ist, aber halt kein richtiger. Ich kenn das auch, dass man sich dann ploetzlich anders fühlt, wenn man ueber die Substitution redet. Frueher war das halt egal, ob da einer trinkt oder nicht, man war irgendwie auf einer Wellenlänge. Jetzt merke ich auch manchmal, dass ich bei den Jungs abends im Biergarten eher so innerlich "nein" sage, obwwohl ich ja "nur" ein Bier trinken wuerde. Aber die Angst, dass es was auslöst, ist halt irgendwie da. Dieses "anders sein", weil man halt nicht mehr "komplett auf" ist... das ist echt ein stimmt ... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
mamavonluis 19.08.2026
Dieses "fast clean"... das geht mir echt nach. Der Blick von dem einen. Als ob man irgendwie ein Kompromiss ist, aber halt kein richtiger. Ich kenn das auch, dass man sich dann ploetzlich anders fühlt, wenn man ueber die Substitution redet. Frueher war das halt egal, ob da einer trinkt oder nicht, man war irgendwie auf einer Wellenlänge. Jetzt merke ich auch manchmal, dass ich bei den Jungs abends im Biergarten eher so innerlich "nein" sage, obwwohl ich ja "nur" ein Bier trinken wuerde. Aber die Angst, dass es was auslöst, ist halt irgendwie da. Dieses "anders sein", weil man halt nicht mehr "komplett auf" ist... das ist echt ein Thema bei mir auch.
roman_xanax 19.08.2026
@rico_methadon_12j, das mit dem 'fast clean' Blick kennt ich zu gut – quasi, als wär ich plötzlich ein Fremder im eigenen Freundeskreis, und das macht jedes Bier jetzt irgendwie schwerer zu genießen. 😔

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